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Geschrieben von Natascha 1981 am 30.08.2016, 9:03 Uhr

Verzweifelt

Extreme Trotzphase

Meine Tochter wird im November 2.5 Jahre und ist eigentlich ein fröhliches aufgewecktes Kind das so finde ich schon viel spricht (in ganzen Sätzen, und gerade Unter Tags sauber wird) aber sobald ihr irgendwas nicht passt fängt sie an zu schreien und zu toben als ob es kein morgen gibt!
Es sind kleine Auslöser wie sie schafft es nicht sich selbst die Socken anzuziehen, oder ich gebe ihr den falschen Becher für Ihre Milch.... Ich bin echt verzweifelt wie gehe ich richtig damit um heute früh habe ich sie voller Verzweiflung in ihr Zimmer gesetzt und gesagt sie soll wieder kommen wenn sie sich beruhigt hat nur das möchte ich eigentlich nicht, nachdem ich die Milch in 3 verschiedene Becher umgeschüttet hatte und es immer noch nicht passte.... Außerdem fängt sie seit einigen Tagen wieder an mich zu schlagen wenn ihr was nicht passt wie gehe ich damit um?

 
7 Antworten:

Re: Verzweifelt

Antwort von Oxana3101 am 30.08.2016, 9:18 Uhr

Hallo Natascha,

ich würde vermuten das Trotzphasen normal sind.
Was mir bei sehr vielen Familien auffällt, ohne das jetzt auf dich zu beziehen da ich nicht weiß wie es bei euch zu Hause ist. Viele Eltern sind viel zu weich wenn die Kinder anfangen zu schreien und zu schlagen.
Ein Beispiel von einem befreundeten Paar von uns. Deren Tochter ist jetzt in demselben Altern wie deine Tochter. Und da wird auch nur gebrüllt wenn etwas nicht passt und geschlagen usw. Die Mutter sagt einfach nur ein paar völlig ruhig "Bitte lass das sein" oder "Das ist aber nicht gut" und ignoriert das Kind. Und macht es wie du, verschiedene Becher geben usw. Wenn ich das jedes mal sehe dann wundert mich das Verhalten des Kindes nicht. Weil es nie Grenzen aufgezeigt bekommt. Sogar der Vater sagt dann "Sie brüllt einfach ohne Ende und hört nur auf wenn wir ihr das geben". Das ist aber falsch.
Unser Sohn, jetzt 20 Monate alt, machte das auch mal oder versucht es noch hin und wieder. Aber bei mir wird nicht diese extrem entspannte Erziehung gemacht (klingt jetzt härter als es ist). Wenn er einen Becher bekommt dann bekommt er den. Niemals würde ich ihm mehrere geben bis er sich beruhigt. Damit zeig ihm doch dass er mit seinem Verhalten mich dazu bekommt zu tun was er will. Wenn er aus dem Becher nicht trinken will, dann trinkt er eben nichts. Wen er wirklich trinken möchte dann nimmt er schon den Becher. Und wenn er mich haut dann werde ich auch streng und manchmal auch mit einer festeren Stimme. Das muss nun mal sein. Auch wenn es mir manchmal selber leid tut wenn er weint weil er nicht seinen Willen bekommt. Aber sind wir mal ehrlich, bei uns Erwachsenen ist das doch nicht anders. Bei uns ist das noch viel härter. Kinder müssen ja lernen das gewisses Verhalten einfach nicht gut ist und man damit nichts erreicht.
Trotzdem habe ich ein super fröhliches Kind, der auch schon sehr viel spricht, sehr aktiv ist und viel lacht. Aber er weiß dass er mit seinem trotzigen Verhalten nicht alles haben darf und nicht alles machen darf. Es gibt nun mal Grenzen.

Da muss man als Mutter/Vater einfach mal strenger sein und vor allem standhafter. Man darf sich nicht auf der Nase tanzen lassen.
Auch mir fällt es oft sehr schwer weil ich mein Kind nicht weinen sehen will. Aber ich tu ihm keinen Gefallen damit wenn ich ihm mehrere Becher abwechselnd gebe in der Hoffnung dass er sich beruhigt.

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Re: Verzweifelt

Antwort von Neutrina am 30.08.2016, 9:42 Uhr

Ist in dem Alter normal, da hilft nur durchhalten. Sowas mit mehreren Bechern gar nicht erst anfangen. Vorher kann sich ein Becher ausgesucht werden und dabei bleibt es dann. Wenn unsrer zu keinem Kompromiss bereit ist und sich absolut nicht beruhigen und ablenken lässt, dann gibts auch hier mal ne kurze Auszeit im Zimmer, nach 2-3 min kommt er dann entweder raus und ist wieder lieb oder ich geh rein, kuschel ihn und erkläre ihm nochmal in Ruhe, warums das jetzt nicht gibt. Manchmal geht er auch in sein Zimmer und spielt dann einfach.
Schlagen nicht akzeptieren. Deutlich sagen das es dir weh tut und ich setz unseren Sohn dann auch weg. Geschlagen und getreten wird nicht.

Die Trotzphase kommt bei uns immermal wieder hoch, aber wenn man nachgibt erreicht man nur, dass man noch mehr und noch öfter Trotzreaktionen hat. Manchmal lässt sich auch schon ein Kopmpromiss finden, allerdings ist das was, was erst nach und nach jetzt wo er fast 3 ist kam und auch starke Nerven erfordert. Wichtig ist aber halt, die Regeln, die einem wichtig sind auch durchzusetzen. Das ist bei uns zb nicht kratzen/beißen/schlagen ... hatten damit aber auch nie groß Probleme.

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Re: Verzweifelt

Antwort von LadyFLo am 30.08.2016, 12:27 Uhr

schaffe klare regeln. ausrasten wenns beim anziehen nicht klappt is normal - da is de rkopf weiter als der körper und deine maus empfindet ihr scheitern als absolutes versagen. meiner hat immer geholfen wenn ich geschaut hab nd gesagt hab- is net so schlimm- kuck mal hast die socke schon bis zur ferse bekommen das hilft mir sehr dir den jetzt vollends anzuziehen,. also loben was sie geschafft hat und beim rest helfen.
dauert ne weile bis der stolz auf das was man kann größer is als der frust über das was man noch ncht packt
zm thema becher essen etc. vorher fragen welchen becher, teller usw möchtest du- wilslt du marmelade oder wurst usw. und die entscheidung gilt dann. umtauschen gilt dann nicht mehr- du sagst ganz klar das si ezu ihrer entscheidung stehen muss- passt es ihr nicht hat sie pech. fehlt ncoh was am tishc mus ssi ehöflcih danach fragen also net kreisch - butter will- kreisch heul
sondern mama ich möchte butter. mama holst du sie mir bitte (entsprechend der möglcihkeiten in der sprache) so lernt sie 2 dinge: mit geschrei erreiche ich nix- mit normal fragen und höflcihkeit bekomme ich vieles was ich mir wünsche. meine is jetzt 4 und rstet nur seehr selten aus wenn sie was nicht bekommt. wenn was nicht klappt leider immer noch. s
schlagen soltles du auch im ansatz nicht tolerieren- enn sie das tut gibts erst recht nicht was sie möchte ggf ist aktuelle geeinsame tätigkeit für sie beendet. das zieht oft . hab meiner allerdingt mit knapp 4 mal gesagt wenn du nach mir haust hab ich auch keine lust mit dir ein spiel zu machen- das verdirbt mir die freude daran. das hat sie sich gemerkt und seitdem lässt sie es komplett

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Re: Verzweifelt

Antwort von faenny am 30.08.2016, 12:37 Uhr

Ich gehe etwas anders damit um: zunächst entscheide ich für mich, was ist mir wichtig und was ist mir eigentlich egal. Bei allem was mir wichtig ist bin und bleibe ich konsequent. Wutanfall hin oder her. Bei Dingen die mir nicht wichtig sind darf mein Sohn entscheiden.
Das minimiert bei uns die trotzanfälle sehr. Wenn er wegen irgendetwas trotzdem wütend wird hilft es ihm, wenn ich mit ihm spreche. "du bist wütend?" "Dich ärgert es, dass...?" Dabei beruhigt er sich meist und ich kann ihm sagen, warum was so und so ist.
Ich persönlich finde es wichtig, auch in dieser Situation das Kind ernst zu nehmen und versuchen zu verstehen. Auch scheinbar grundlose Wutanfälle Haben eine Ursache.

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Re: Verzweifelt

Antwort von mama-nika am 30.08.2016, 13:22 Uhr

hi,

wie schon geschrieben wurde, kannst du ihr 2 Dinge (z.B. Becher) anbieten, aus denen sie sich einen aussuchen darf.bei uns gibt es auch entweder nur einen der beiden oder eben keinen bzw wir suchen einen aus. möchte eins meiner Kinder einen Becher, den ich nicht zur Auswahl gestellt habe, flunker ich manchmal, dass er noch in der Spülmaschine und schmutzig ist. nimmt schon ein bisschen Streß raus ;-)
ihrem Willen nachgeben führt nur zu weiteren Konflikten und sie merkt, dass man es mit euch machen kann. das führt aber keinesfalls irgendwann zur Befriedigung ihrer Wünsche sondern zu noch mehr Trotz, weil ihr nichts recht ist. Milch schmeckt aus JEDEM Becher gleich. das solltest du ihr auch so sagen, auch wenn es sie noch herzlich wenig interessiert.

bei Dingen, die sie schon selbst möchte, aber noch nicht kann, wie die Socken anziehen, kannst du sie fragen, ob du es ihr zeigen darfst. meine haben dann oft störrisch "nee" gesagt, habe sie dann auch gelassen und gewartet bis sie ankommen

LG Nina

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Re: Verzweifelt

Antwort von Halluzinelle von Tichy am 30.08.2016, 14:31 Uhr

Dein Kind entwickelt seine Persönlichkeit. Am Anfang zeigt es alle Gefühle und jede Willensäußerung ungefiltert. Das wirkt sehr extrem. Aber eigentlich braucht es hauptsächlich Anleitung, wie es denn mit diesen Gefühlen umgehen kann. Meistens geht es nicht unbedingt um eine bestimmte Sache, sondern darum ernst genommen zu werden. Die Sache erscheint ja oft eher lächerlich und die Aufregung darum übertrieben. Die Kunst als Eltern ist ja eben die eigenen Gefühle dabei angemessen zu zeigen. Ein trotziges Kind kann schon Verzweiflung, Wut oder den Drang es auszulachen auslösen. Es darf diese Gefühle auch bei den Eltern wahrnehmen. Es soll nur erkennen, dass deswegen nicht gleich die Welt untergeht und es als Person trotzdem geliebt und respektiert wird. Es braucht keinen sachlichen Lösungsweg, wie den richtigen Becher, sondern einen emotionalen Lösungsweg, wie Zuwendung, beruhigende Worte, Halt, Kuscheln, Ablenkung. Trotzdem beruhigt sich nicht jedes Kind sofort. Da muss man dann irgendwie durch. Mein erstes Kind kann lange ausrasten und lässt sich emotional wenig unterstützen. Zwischendurch einen Kaffee trinken oder so und dann noch mal nach dem Kind sehen, wenn sich die eigenen Gefühlswogen geglättet haben. Manchmal wartet meine Tochter einfach nur darauf bis ich ausraste und Schluss sage und dann beruhigt sie sich wieder.

Natürlich lässt Du Dich nicht von Deinem Kind schlagen. Ich stehe dann einfach auf und sage bestimmt "nein, das tut mir weh" und gehe aus dem Zimmer, wenn das nichts nützt. Das ist aber nur eine kurzfristige Lösung. Manchmal bemerke ich auch Aggressionen bei meinen Kindern, wenn sie z.B. nicht genug Bewegung hatten oder wir Eltern Streit hatten oder sie am Tag viel erlebt haben oder ich zu viel Anforderungen stelle...naja die Liste ist lange. Jedenfalls sind die Lösungsansätze da sehr verschieden. Im Prinzip geht es darum, zu verstehen, was das Kind braucht und das steht oft im Gegensatz zu dem, was es gerade zu wollen scheint. Schwer und zugegeben, ich liege oft daneben.

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Re: Verzweifelt

Antwort von Mama112014 am 30.08.2016, 21:05 Uhr

Musste jetzt ehrlich gesagt bei deinem Beitrag etwas lächeln. :) Bei uns ist es manchmal genauso. Unsere Maus ist 21 Monate, spricht schon sehr viel und kombiniert lange Sätze. Wenn ihr etwas nicht passt, versuche ich sie erklären zu lassen was sie genau möchte, entweder indem sie mit mir spricht oder mir zeigt was sie meint. Ist sie immer noch unzufrieden mit etwas, weil sie halt gerade ihre Phase hat, dann muss sie auch lernen damit klarzukommen. Klingt vielleicht etwas böse, aber ich lasse mir nicht auf der Nase herumtanzen. Niemals käme mir in dem Sinne 3 mal die Milch in einen anderen Becher umzuleeren. Ich gebe ihr vorab die Möglichkeit den Becher selbst auszusuchen, wenn sie den aber plötzlich nicht haben will, dann hat sie Pech gehabt, entweder den oder gar keinen. Hat sie Durst trinkt sie daraus, hat sie keinen Durst, dann eben nicht, entweder trinkt sie nachher doch daraus oder auch nicht. Das ist ihre Entscheidung. Aber ich bestimme wie weit sie gehen darf. Einfach nicht immer nachgeben! Die Kleinen testen ihre Grenzen aus und wollen einfach wissen was bekomme ich, wenn ich dieses und jenes mache oder wie reagieren meine Eltern darauf, wenn ich mich jetzt so verhalte.

Bei dem Anziehproblem regle ich es immer so: Zuerst lass ich sie probieren, wenn sie zornig wird, weil es natürlich noch nicht so klappt, dann helfe ich ihr einfach. Manchmal läuft sie mir aber auch zornig davon und brüllt, dann warte ich einfach geduldig ab, bis sie wieder zu mir kommt oder ich wieder das Gefühl habe, dass es jetzt klappen könnte, wenn ich sie mit irgendwas ablenken kann, damit ich ihr dabei helfen kann. Zb. Sage ich: "Huch, hast du das gehört?! Schnell ziehen wir die Socken an, ich glaube gleich kommt die Müllabfuhr (die beobachtet sie gerne vom Fernster aus)."

Schlagen geht gar nicht, dieses Problem hatten wir auch eine Zeit lang. Ich musste sie mehrmals mit strengem Blick und ernstem Ton ermahnen, manchmal auch ihre Hand behutsam abwehren und immer wieder erklären warum man das nicht macht. Oft setzte ich auch einen ganz traurigen Blick auf, wenn sie mich mal doch getroffen hatte und tat so als ob ich weinen würde. Da bekam sie schnell mitleid und streichelte mich danach und gab mir ein Bussi. Mittlerweile kommt es so gut wie gar nicht mehr vor. Wenn sie ihren Wutanfall aber doch mal hat, darf sie diesen natürlich ausleben, wenn sie gerade nicht weiß wohin mit ihrer Wut bringe ich ihr Lieblingskuscheltier (Husky-Stoffhund, das immer in Reichweite herumliegt) zum abreagieren.

Nicht verzweifeln, irgendwann wirst du Zeit vermissen. Rede ich mir zumindest immer ein.

LG

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