Rund ums Kleinkind - Forum

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Geschrieben von sunnydani am 07.09.2020, 11:52 Uhr

Schwieriges Kleinkind

Du musst konsequent sein und dein Kind eben nicht das machen lassen, was es will, sondern dich durchsetzen, egal wie sehr es brüllt.

Mein Großer ist auch ein sehr forderndes, willensstarkes Kind, aber bei uns gab es von Anfang an eben gewisse Dinge, die er nicht durchsetzen und entscheiden durfte. Und wenn er eine Stunde lang deshalb gebrüllt hat, hab ich nicht nachgegeben und mich konsequent durchgesetzt.
Es gibt viele Dinge, die er selbst entscheiden durfte, aber nicht alles und es gibt einen Rahmen, den ich vorgegeben habe. Innerhalb dieses Rahmens durfte er dann entscheiden, aber wirklich wichtige Dinge muss der Erwachsene entscheiden.

Kinder sind damit überfordert, wenn man sie alles machen lässt, was sie wollen. Kinder brauchen Grenzen, sie fordern sie ja auch ein, wie du siehst. Sie brauchen eine sichere Führung, eine Mama, bei der sie wissen, die hält das aus, wenn sie sich aufführen, die da ist, sie da durch begleitet und auffängt, sieht, dass sie toll sind, die aber auch authentisch und konsequent ist und zu dem steht, was sie sagt und sich durchsetzt.

Wenn dein Kind auf der Straße nicht an die Hand will, dann muss es in den Kinderwagen. Punkt aus. Die beiden Entscheidungen hat es, es kann sich entscheiden, ob es an die Hand oder in den Kinderwagen will. Eines davon musst du dann durchsetzen.
Und das musst du eben bei allem, was dir wichtig ist, machen.

Du überlegst dir, welche Prioritäten du setzt und was dir weniger wichtig ist. Bei den Dingen, die dir am wichtigsten sind, fängst du an.

Genauso wenn du nicht spielen willst, weil du etwas anderes machen musst, dann sagst du das so und lässt dein Kind eben bocken und schreien.
Kinder können nur so lernen, dass sie auch mal warten müssen, es geht nicht immer, dass jeder sofort alles nach den Wünschen deines Kindes macht. Du siehst ja selbst an der Tagesmutter, dass es nicht mehr klappt, sobald eine Gruppe zusammen ist. Wenn jedes Kind so ist, wie soll das Spielen in der Gemeinschaft da funktionieren.
Man muss den Kindern schon auch beibringen, dass jeder Mensch Bedürfnisse hat und nicht nur die eigenen gelten und dass man auch mal warten muss.
Das kannst du ihm lernen, indem du eben die Wartezeiten immer weiter ausdehnst.
Wenn dein Kind will, dass du mit ihm spielst, sagst du, dass du z.Bsp. zuerst noch den Geschirrspüler ausräumen musst. Wenn du damit fertig bist, spielst du mit ihm. Er kann dir dabei helfen oder schon mal alleine vorgehen. Du kannst ihn auch anleiten, was er in der Zwischenzeit machen kann, aber du musst sicher auftreten und ihm zeigen, dass du das jetzt machst.
Und dann machst du das, egal was dein Kind tut. Egal, wie sehr es brüllt und sich aufführt.
Irgendwann lernt es, dass es mit seinem Verhalten nicht erreicht, was es will und hört auf damit. Du bist die Mama und du entscheidest wichtige Dinge, dein Kind ist auf dich angewiesen und kann nicht mehr machen, als du mit dir machen lässt.

So geht das mit allem. Wenn du dir selber zu unsicher bist oder du das Gefühl hast, du schaffst es alleine nicht, dann gibt es Familienhilfen, an die du dich wenden kannst.
Es ist sehr wichtig, dass ihr diesen Teufelskreis unterbrecht, damit dein Kind die Chance hat, sich in Gruppen integrieren zu können und nicht überall als "das schlimme, schwer erziehbare Kind" abgestempelt wird.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft!

 
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