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Geschrieben von Anne274 am 20.06.2009, 21:47 Uhr

Fieberkrampfkind - Suche Kontakt zu anderen Betroffenen

Hallo ihr Lieben,
unsere Antonia (18 Monate) hatte letzte Woche ihren zweiten und dritten Fieberkrampf (den ersten hatte sie vor 3 Monaten). Zwar liest man überall, dass das in der Regel harmlos ist, aber wer das schon einmal miterlebt hat, weiß, dass das überhaupt nicht beruhigt und man immer mit der Angst lebt. Vor allem, wenn ein solcher Krampf mehrmals auftritt. Ich würde nun gern Kontakt zu anderen Eltern aufbauen, die auch Fieberkrampfkinder haben. Vor allem, weil mich die vielen widersprüchlichen Informationen verunsichern. Manche sagen, Fiebersenken bringt eh nix. Manche würden am liebsten schon ab 38 Grad senken, obwohl ja Fieber auch ein gutes Zeichen des Körpers für ein gut funktionierendes Immunsystem ist. Antonias erster und zweiter Krampf kamen jeweils total überraschend von einer Minute auf die nächste, sie hatte erst gar kein Fieber und plötzlich als ich merkte sie hat Fieber, war es schon zu spät und sie krampfte. Da bringt also das Fiebersenken nix. Beim dritten Krampf hatte sie den ganzen Tag schon hoch gefiebert, und man sagt ja, ein Krampf tritt nur im Anstieg oder Abfall der Temperatur auf. Und auch hier wurde ich eines besseren belehrt, denn ihre Temperatur war den ganzen Tag über konstant und trotzdem hat sie gekrampft. Bin absolut kein Freund von den fiebersenkenden Medikamenten, hab auch gemerkt, dass sie das enorm belastet hat die letzten Tage, dass die Temperatur dadurch immer wieder runter und rauf ging. Und sie hatte auch Nebenwirkungen wie Bauchweh/Durchfall und Schlafprobleme. Meine Ärztin hat mir auch noch kalte Brustauflagen empfohlen und Belladonna. Allerdings hat letzteres nicht beim Fiebersenken geholfen und in Rücksprache mit unserer Homöpathin meinte die, das wäre nicht das richtige Mittel gewesen. Habt ihr schon mal Erfahrungen mit Homöpathie gemacht bei euren Fieberkrampfkindern? Auf jeden Fall scheine ich mich ja nun damit abfinden zu müssen, dass das nochmal passieren könnte, denn wie gesagt, die ersten beiden Krämpfe trafen uns total unerwartet und das scheint ja meistens so zu sein. Mich würde noch interessieren, wie ihr mit dieser Angst umgeht? Überhaupt bin ich dankbar für jede Menge Tipps, Erfahrungsberichte usw. Vielleicht könnten wir uns auch per E-Mail austauschen außerhalb des Forums? Wäre super, wenn ich auf diesen Eintrag viele Antworten bekäme, denn es tut gut, wenn man weiß, dass man mit seiner Angst nicht allein ist.
Lg, Anne

 
4 Antworten:

Re: Fieberkrampfkind - Suche Kontakt zu anderen Betroffenen

Antwort von Libelle07 am 21.06.2009, 9:53 Uhr

Hallo Anne,
meine Tochter hat mit 19 Monaten das erste und bis jetzt (ist jetzt 24 Monate) das letzte mal gekrampft. Sie hatte in ihrem Leben schon häufiger mal eine Infekt oder so wo sie auch Fieber hatte. Nur vor 6 Monaten hatte sie eine Infekt und hat gezahnt. Fieber hatte sie da schon seit mehreren Tagen gehabt. Aber ihr auch Penecillin gegeben. Waren beim Kinderarzt vorher noch, weil sie schon 40,5 Grad hatte. Auf einmal, zu Hause fällt sie wie ein Brett nach hinten um und stößt sich natürlich den Kopf auf dem Fliesenboden. Geweint hatte sie kurz. Ich nahm sie auf dem Arm, weil ich sie trösten wollte. Da wurde sie so schwer und der Kopf ist nach vorne gesunken. Die Augen waren verdreht, sie zuckte, zitterte und gurgelte. Das war der schlimmste Moment in meinem Leben. Ich schrie einmal in Panik auf und rannte ans Telefon und habe den Notarzt gerufen. An einem Fieberkrampf habe ich gar nicht gedacht. Sie hatte ja schon häufiger Fieber. Es dauerte eine Weile bis sie aufgehört hatte mit dem Zucken. Es kam mir so schrecklich lange vor. Aber sie war nicht ansprechbar. Ich redete auf sie ruhig ein. Man sagte mir im Nachhinein, das sie nach so einem Krampf so müde und erschöpft sind, das sie einschlafen.
Waren dann im Krankenhaus zur beobachtung. Eine Hirnstrommessung sollte gemacht werden, hat aber nicht funktioniert, weil sie nicht stillgehalten hat. Man sagte mir, das so ein Krampf nur bei sehr schnellen anstieg oder sehr schnellen abfall der Temperatur ausgelöst wird. Das dies auch passieren kann, wenn ein Kind hohes Fieber hat, man ihm Fiebersenkendes Mittel gibt und dann sehr schnell abfällt. Ab sofort soll ich ihr ab 38 Grad schon Ibuprofensaft geben. Das schlägt super an. Falls die Temperatur höher ist, natürlich das Notfallmedikament in Reichweite haben. Falls sie krampft lieber das Notfallmedikament geben anstatt das Fiebermittel. Meine Tochter hatte inzwischen wieder hohes Fieber. Hatte aber keinen Krampf diesmal. Ich hoffe das bleibt auch dabei...
Meine Nichte hatte ebenfalls mit 18 Monaten einen Krampf. Es wäre in dieser Altersstufe bis zum 5 Lebensjahr normal. Naja, ......
Ich wünsche dir alles Gute mit deiner Kleinen.
Gruß Libelle

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Re: Fieberkrampfkind - Suche Kontakt zu anderen Betroffenen

Antwort von petit am 21.06.2009, 20:40 Uhr

Hallo. Mein Sohn hatte mit einem Jahr im Urlaub ebenfalls einen Krampfanfall,aber kein Fieber. Wir haben wirklich gedacht er stirbt und mussten mit ihm zur Beobachtung drei Tage in die Kinderklinik. Wir kennen das also. Aber habe ich das richtig verstanden, dass du deinem Kind dann noch mit homöopathischen Mitteln zu helfen versuchst, wenn sie schon mehrmals gekrampft hat? Würde ich in dem Fall nicht machen, ich glaube, mit der normalen Schulmedizin bekommst du das besser in den Griff. Unser Kinderarzt, dem wir unseren Sohn zu Hause nochmals vorstellten, hat uns ein krampflösendes Mittel verschrieben, das rektal eingeführt werden soll bei einem erneuten Krampf und im Kühlschrank aufbewahrt wird. Den Namen weiß ich nicht mehr, aber vielleicht könnt ihr euren Kinderarzt mal darauf ansprechen. Unser Sohn hat zum Glück nur einmal gekrampft und das möchte ich nie wieder erleben.

Viel Glück und lg und ich würde dir wirklich empfehlen, dass nicht mit Homöopathie lösen zu wollen. Dieser Hype im Moment ist echt schrecklich.

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Re: Fieberkrampfkind - Suche Kontakt zu anderen Betroffenen

Antwort von Daniela2 am 21.06.2009, 20:49 Uhr

Hallo, mein sohn hatte auch mit 20 monaten seinen ersten und bisher einzigen fieberkrampf, er ist jetzt 4 jahre alt. wir sind damal ins krankenhaus und dort wurde ein eeg gemacht, aber zum glück ist alles in ordnung. würde an deiner stelle auch auf ein eeg bestehen, da deine tochter ja nun schon den 3. krampf hatte.
seitdem senken wir das fieber schon ab 38°C mit paracetamol oder nurofen zäpfchen. säfte helfen bei uns gar nicht. du kannst alle 4 stunden beide medis im wechsel geben, dazwischen evtl wadenwickel. ich hab im kiga auch eine vollmacht liegen, das dort sofort bei fieber zäpfchen gegeben werden können. notfallmedis sind überall in der familie verteilt.
bis ca. zum 2. geburtstag hatte er öfters starkes fieber mit zuckungen als wäre er kurz vor einem krampf seitdem ist aber zum glück ruhe. seitdem 3. geburtstag lasse ich ihn auch unter beobachtung fiebern bis 39°C und gebe erst dann ein zäpfchen.
für mich wäre in so einem fall homöpathie nichts, da es nicht schnell genug wirkt. bei uns hilft nurofen besser als paracetamol, das fieber wird zwar langsamer gesenkt, aber die wirkung hält länger an.
lg daniela

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Re: Fieberkrampfkind - Suche Kontakt zu anderen Betroffenen

Antwort von Asti am 22.06.2009, 9:33 Uhr

Hallo unsere Tochter hatte mit 14 Monaten ihren ersten und bisher (jetzt ist sie 20 Monate) auch einzigen Fieberkrampf. Es war wirklich der Horror und ich war froh das ich damals zum Zeitpunkt beim Kinderarzt war.Der konnte den Krampf sofort unterbrechen und ich fühlte mich gut aufgehoben, weiß nicht wie ich damit umgegangen wäre wenn ich allein gewesen wäre.So einen Anblick und die Angst vergisst man nie wieder. Wir waren dann einige Tage im KH, weil nicht sofort ersichtlich war woher das hohe Fieber kam. Später stellte sich dann raus das sie eine Salmonelleninfektion hatte. Sie brauchte sehr lange bis sie sich wieder vollständig erholte und so hatte sie in dieser Zeit einen Infekt nach dem anderen und das obwohl sie ein bis dahin sehr robustes Kind war, das dass erste Jahr nicht einmal einen Schnupfen hatte und nur einen Tag kurz mal wegen Zahnen gefiebert hatte und das auch nicht sehr hoch. Seit März ist sie jetzt aber wieder richtig fit, darüber sind wir sehr froh. Wir sind auch sehr ängstlich geworden was nun das Fieber angeht und geben gleich ab 38 Grad Nurofensaft, mit dem sind wir sehr zufrieden. Diazepam liegt auch immer griffbereit für den Notfall aber wir hoffen natürlich so wie es eigtl bei den meisten Kindern ist das es bei diesen einen Krampf bleibt. Denke auch nicht das man da mit Homeopathie irgendwas ereicht aber das mus jeder selber wissen. Habt ihr denn bei der Häufigkeit an Krämpfen schon mal ein EEG gemacht?

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