Diagnose bei Frauen

Diagnose

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Schwanger zu werden ist eine komplizierte Angelegenheit: Im Körper von Frau und Mann müssen viele unterschiedliche Faktoren zusammenspielen, bis es zu einer erfolgreichen Befruchtung und zu einer stabilen Schwangerschaft kommt.

Demnach gibt es auch viele unterschiedliche Ursachen, wenn sich keine Schwangerschaft einstellt.

Spezialisierte Kinderwunschpraxen aber auch Frauenarztpraxen bieten ein umfangreiches Diagnostik-Programm an, um Krankheiten, Fehlbildungen oder hormonelle Störungen zu erkennen. Spezielle Bluttests und körperliche Untersuchungen mit Ultraschall oder per Bauchspiegelung können helfen, den Ursachen für die Unfruchtbarkeit auf die Spur zu kommen.

Bei Frauen achten Ärzte auf:

  • Hormonelle Störungen

    Für einen normalen Zyklus ist das harmonische Zusammenspiel mehrerer Hormone wichtig. Ob der Hormonhaushalt in Ordnung ist, lässt sich durch Labortests klären. Die Ergebnisse erlauben auch Rückschlüsse darauf, wo die Ursache einer Störung liegt. So können etwa Funktionsstörungen der Schilddrüse, der Eierstöcke oder der Nebennierenrinde Auslöser hormonbedingter Probleme sein.

  • Fehlbildungen

    Sie betreffen vor allem die Gebärmutter. Eine ungewöhnliche Form oder Größe kann eine Schwangerschaft erschweren oder unmöglich machen. Zur genauen Diagnose ist neben einer Ultraschalluntersuchung oft auch eine Gebärmutter- oder Bauchspiegelung nötig.

  • Genetische Ursachen

    Manchmal sind es genetische Gründe, die einer Schwangerschaft im Wege stehen. So kann es vorkommen, dass sich im Erbgut Abweichungen vom normalen Chromosomensatz zeigen (z. B. Klinefelter-Syndrom, Turner-Syndrom). Ob genetische Ursachen eine Rolle spielen, können Gentests klären. Aussicht auf eine Therapie gibt es nur in Ausnahmefällen, beispielsweise wenn die genetischen Veränderungen Stoffwechselprobleme verursachen, die einer Schwangerschaft im Wege stehen. Ist das jeweilige Stoffwechselproblem behandelbar, klappt es eventuell auch mit der Schwangerschaft.

  • Immunologische Sterilität

    In sehr seltenen Fällen spielt das Immunsystem verrückt und wendet sich gegen die Samenzellen des Mannes und manchmal auch gegen die Eizellen der Frau. Bei Mann und Frau können sich Antikörper bilden, die zum Beispiel die Befruchtungsfähigkeit der Spermien schwächen oder verhindern, dass sich der Embryo erfolgreich in der Gebärmutter einnisten und dort heranwachsen kann. Bei Verdacht auf eine immunologische Sterilität wird das Blut auf spezielle Antikörper hin untersucht. Bestätigt sich das Problem, kann eine In-Vitro-Fertilisation möglicherweise helfen.

Postkoitaltest zur Abklärung von immonologischer Sterilität

Eine wichtige Basisuntersuchung ist der Postkoitaltest, der während der fruchtbaren Tage durchgeführt werden kann. Dafür kommt die Frau acht bis zwölf Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr in die Praxis. Dort entnehmen die behandelnde Ärztin oder der Arzt etwas Gebärmutterschleim vom Muttermund. Unter dem Mikroskop zeigt sich, ob und wie viele bewegliche Spermien die Probe enthält. Daraus lässt sich ableiten, ob die Spermien optimale Bedingungen vorfinden, um sich auf den langen Weg Richtung Eileiter zu machen. Anzahl, Beweglichkeit und Anordnung der Spermien geben Aufschluss darüber, ob Antikörper vorliegen. Hat der Partner ein normales Spermiogramm, es finden sich aber keine oder nur unbewegliche Spermien, spricht der Test für eine Unverträglichkeit. Weil der Text unkompliziert und einfach in der Durchführung ist, wird er den meisten Paaren als Basistest empfohlen.

Weitere häufige Krankheiten und Störungen, die einer Schwangerschaft im Wege stehen sind:

PCO-Syndrom

Endometriose

Eierstockzysten

Myome

Entzündung der Eierstöcke und Eileiter

Zuletzt überarbeitet: März 2019

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