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Fragen bezgl Trisomie 21

Thema: Fragen bezgl Trisomie 21

Hallo Ihr lieben, Würdet Ihr so lieb sein und mir die allgemeinem Verhaltenszüge von Kindern mit Trisomie 21 mitteilen? Wir hätten dies gerne als Vergleich zu einem Bekannten Kind mit dieser Diagnose (?). Wir kennen Kinder mit diesem Krankheitsbild als sehr lieb und anhänglich...das Kind ist allerdings das Gegenteil dessen. Danke im voraus Lg Maja

Mitglied inaktiv - 07.04.2011, 20:23



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auch ein kind mit trisomie 21 kann sehr wohl noch andere krankheiten oder verhaltensmuster an den tag legen z.b ADHS etc es ist nicht alles mit trisonie 21 erklaerbar

von kikipt am 07.04.2011, 21:17



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Hallo, meine Tochter ist 1,5Jahre mit Trisomie 21. Eines muss ich vorneweg sagen: Trisomie ist keine Krankheit. Und deine Frage kann ich so pauschal gar nciht beantworten. Denn genau wie bei allen anderen Kinder, ist die Charaktere bei Down-Kindern breit gestreut. Die oftgemeinte Vostellung, dass Down-Kinder nur am lachen und am lieb-sein sind, ist so nciht richtig. Meine Tochter zum beispiel, die kann jetzt schon zornen und trotzen! Puh! N richtiges mädel halt *g* Und ruhig ist die Kleine auch nicht, die hat Hummeln im hintern und ist ständig auf Achse, neugierig wie sonst was und will keinesfalls irgendetwas verpassen. Vielleicht könntest du mal beschreiben, welche speziellen Verhaltenszüge das Kind deiner Bekannten aufweist? Du sagst Gegenteilig von ruhig und lieb? Ist denn mal ein Gen-Test gemacht worden? Wer hat denn den Verdacht auf DS? Grüße, Abbey

von Abbey am 07.04.2011, 21:18



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Hallöchen, habt erstmal vielen lieben Dank für Eure Antworten und bitte seht es mir nach das ich Krankheitsbedingt verwendete und nicht gleich mit Gendefekt ins Haus fallen wollte. Okay, manche Züge lassen auch auf ADHS schließen. Es handelt sich um den nun 4 jährigen Sohn einer Freundin, deren Aussagen immer wieder mal im Gegensatz zueinander stehen. Es handelte sich um eine Risiko Ss (Ü35) und der Test wurde auf mehrmaliges Drängen ihrerseits durchgeführt, da die Ärzte keine Anzeichen auf Trisomie feststellten. Er spricht kaum und wenn dann sehr schlecht, er benötigt immer eine Windel da er es angeblich nicht merkt. Allerdings gibt er Laute von sich und sie weis das er gerade macht und schickt ihn lediglich in ein anderes Zimmer. Zu Hause ißt er sehr schlecht und vorwiegend Babybrei, im Kita ißt er alles. Zu Hause schläft er nur im Beisein der Mutter oder eines der Geschwister, im Kita macht er dies einwandfrei.Er geht gezielt auf seine Geschwister los, springt über Tisch und Bänke (2 Sofas sind seine Opfer), leert provokativ Gläser oä auf den Boden aus, schmeißt mit Bällen gegen Lampen, macht den TV aus wenns ihm nicht gefällt, kann aber 30mins Konsole spielen, räumt nicht auf (müssen die großen machen) im Kita macht er dies selbstätig. Rennt willkürlich auf die Straße, im Auto schnallt er sich permanent ab und so weiter. Bei uns zu Hause hatte er anfangs auch geschaut wie weit er gehen kann und nach dem er mutwillig ein Glas zertrümmern wollte und seine Mutter lediglich zusah hat mein Mann etwas gesagt und ihm das Glas weg genommen. Natürlich trafen wir damit auf ihr Unverständnis und sie verlies unsere Wohnung, es herrschte auch erstmal Funkstille. Jetzt macht er es nicht mehr, er sitzt neben meinem Mann und kuschelt sogar mit ihm. Mit den Kindern spielt er auch gut, darf aber nicht mit den größeren raus auf den Spielplatz (grenzt an unsere Terrasse und ist zu allen Seiten bis auf zwei schmale Gänge geschlossen). Dies sollte es erstmal in Kurzform sein...

Mitglied inaktiv - 08.04.2011, 01:44



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Hallo maja12374, also für mich klingt das gar nicht nach ADHS sondern eher nach einem Kind, dass seine Eltern ausspielt. Ein Kind mit ADHS kann sein Verhalten nicht nach Belieben an- und ausschalten. Es steht sich ÜBERALL selbst im Weg. Manche Verhaltensweisen können auch andere Gründe haben. So lernen Kinder mit Downsyndrom später und häufig auch schlechter sprechen, da zum einen die Motorik beeinträchtigt ist zum anderen die auditive Schleife fehlt. Ein Kind, dass sich nicht richtig ausdrücken kann, wird aber verhaltensauffällig sein (extreme Gefühlsäußerungen, da die Möglichkeiten zu feinen Abstufungen fehlen, aber auch Frustration und Aggression). Deine Freundin scheint die Prognosen, die mit Down-Syndrom verbunden sind, als gegeben hinzunehmen und scheut sich vielleicht davor, an ihren Sohn Anforderungen zu stellen. Wenn sie selber allerdings das Verhalten ihres Kindes nicht stört, wirst du nicht viel machen können. Wie du schreibst, geht der Kleine ja in einen KiGa und wird dort anscheinend auch gut gefördert. Das kann einiges ausgleichen. Falls deine Freundin allerdings Hilfe sucht, dann kann sie z.B. in einem SPZ von Psychologen beraten werden. Die können nützliche Tipps zu Erziehungsproblemen, Verhaltensauffälligkeiten aber auch zum Sauberwerden geben. Viele Tipps kann man sich auch von Therapeuten oder Heilpädagogen abschauen oder erfragen, die ja Erfahrung auf dem Gebiet haben. Liebe Grüße Anja

von 4hamänner am 08.04.2011, 02:02



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Hallo! Ich weiß nicht, ob ich es ganz richtig verstanden habe. Er zeigt keine, für Arzte erkennbaren Symptome der T 21, hat sie aber (laut Test)? Also eine der milden Formen. Stimmt das so? Er kann, wie jemand schon schrieb, natürlich noch andere Dinge haben - die alte Sache von "Läuse UND Flöhe". Was du schreibst, klingt allerdings so, als dürfe ein Vierjähriger deutlich zu lange (warum überhaupt???) an der Konsole spielen, als würdest du die Erziehung, die er bekommt, sehr mißbilligen, als würdet ihr deiner Freundin aber schon vorleben wie es auch anders geht. Dass er zuhause NICHT, in der KiTa aber freiwillg aufräumt, ist völlig im normalen Bereich. Anstelle deiner Freundin würde ich für eine saubere Diagnose sorgen und dann für entsprechende Förderung, die kann von Erziehungsberatung bis verschiedenen Therapien gehen, das läßt sich von hier aus nicht sagen. Lg Fredda

Mitglied inaktiv - 08.04.2011, 09:43



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Hallo, für mich hört sich das eher an, als hätte die Mutter ganz arg ein Problem mit ihrem Kind. Das der Junge mit deinen Mann geschmust hat, nachdem er die Grenze gezeigt bekommen hat, zeigt doch nur, wie berechtigt es war und wie sehr er Grenzen will. Der Junge ist einfach nur orientierungslos, kennt keine Grenzen und spielt seine Mutter aus. Verhaltenstechnisch hat er glaub ich gar nichts, denn jedes Kind würde sich so verhalten, wenn es keine Orientierung mehr hat. Liebe Grüße Jo

von Jo64 am 08.04.2011, 17:50



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Hm, also so ganz klar hab ich das noch immer nciht auf der Reihe. Hat er denn nun per Gentest die Trisomie21 bestätigt oder denkt das nur die Mutter, dass es ja sein könnte..? Würde ein Gentest den Befund belegen, dann gäbe es aber auch keine zweifelnden Ärzte mehr...?? Und an dem Verhalten des Jungen allein, kann ich nahezu nix rauslesen, was auf Trisomie21 schließt, was grundsätzlich schwierig ist, da es kein Schema F des Verhaltens von Down-Kinder gibt. Ist wie bei jedem anderen Kind eine individuelle Angelegenheit. Das der Junge (vielleicht) Entwicklungsverzögert ist, muss nicht gleich auf DS schließen, denn eine Entwicklungsverzögerung gibt es wie Sand am Meer, ob als Zusatzerkrankung, als Folgeerkrankung oder als zeitweiliges Phänomen. Hab ich es richtig verstanden dass die mutter eben davon ausgeht dass es Trisomie sein könnte, weil der Junge "auffällig" (in nicht unbedingt typischer DS-weise) ist und sie bei der ss Ü35 war? Das wäre eine recht... naja, haarsträubende Theorie (sorry, ist nicht böse gemeint). Meine Tochter ist wie gesagt, auch nicht unbedingt DS-Typisch, sei es vom Verhalten, der Gesundheit oder der Entwicklung her. Da liegt Deliah bei allem "über der Downy-Normalität". Und wegen dem Altter: Bei Entstehung meiner Püppy war ich 24 Jahre alt. Bin dennoch gerne Bereit "konkretere Fragen" zu beantworten, aber ich blick da jetzt noch nciht so richtig durch, was das alles mit DS zu tun hätte. Liebegemeinte Grüße, Abbey mit Deliah

von Abbey am 08.04.2011, 18:14



Antwort auf Beitrag von Abbey

Ach und noch dazu: Natürlich benötigt auch (oder gerade) ein Down Kind eine gute Erziehung. Dies scheint bei dem jungen nicht stattzufinden. Damit tut sich die Mutter selbst, aber sie tut auch dem Jungen damit überhaupt keinen Gefallen. Ein Beispiel: Hat er das DS, dann hat er eine herabgesetzte Gefahreneinschätzung und reguliert sie dies nciht mit Erziehung (also dass er bei Nein! vor der Straße dann auch stehen bleibt), wird der Junge in seinem Leben mal überaus eingeschränkt sein.

von Abbey am 08.04.2011, 18:18



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Er ist ein Kind, was nach Grenzen schreit. Seine Mutter gibt sie ihm nicht, warum auch immer.

von glückskinder am 08.04.2011, 21:20