Wofür ist ein Stillkissen eigentlich gut?

Wofür ist ein Stillkissen eigentlich gut?

© fotolia, Oscar Brunet

Erst einmal: Es geht auch ohne und nicht alle Frauen nutzen ein Stillkissen. Andererseits sind diese wahre Multitalente, die sich schon in der Schwangerschaft und bis in die Kleinkinderzeit hinein nützlich machen.

Das Besondere an Stillkissen ist ihre langgezogene Form, dadurch schmiegen sie sich gut an. Sie können das Kissen immer so hinschieben, wie sie es gerade brauchen.

Mein Tipp lautet daher: Kaufen Sie sich ruhig schon in der Schwangerschaft ein Stillkissen, denn es ist jetzt schon hilfreich. Zum Beispiel, falls Sie, wie viele werdende Mütter, Schlafproblemen oder Rückenschmerzen haben. Dann können Sie das Kissen als Lagerungskissen nutzen, um eine bequeme Position zu finden, Rücken und Bauch zu stützen. Zum Schlafen ist die Seitenlage auch mit Babybauch eine sehr angenehme Position, wenn Ihr Körper gut gelagert ist. Legen Sie dazu das Stillkissen wie einen Halbmond so vor sich, dass ein Ende zwischen Ihren Knien liegt. Führen Sie dann das Kissen unter Ihrem Bauch hindurch, um diesen zu stützen. Das freie Ende können Sie, wenn Sie mögen, als Kopfkissen nutzen. So drücken Ihre Knie nicht aufeinander und Sie liegen schön stabil - idealerweise auf der linken Seite. Auch tagsüber können Sie Ihr Stillkissen nützen, zum Beispiel als (Rücken)Stütze beim Sitzen.

Egal, ob Sie dann kurz, lang oder auch gar nicht stillen: Ein Stillkissen ist sehr praktisch, um Ihr Baby beim Stillen oder Fläschchengeben gut und bequem zu lagern. Das entlastet Sie und hilft, die Mahlzeiten entspannt zu gestalten: Gerade beim Stillen ist es sehr wichtig, dass Ihre Schultern locker sind. Das geht leichter, wenn Sie Ihr Kind nicht die ganze Zeit im Arm halten. Beim Stillen im Sitzen können Sie das Kissen auf Ihre Beine und um Ihren Bauch herum legen. Sie können es dann so hindrücken, dass Ihr Kind bequem liegt, Sie selbst die Arme frei haben und in entspannter Haltung stillen können. Dabei können Sie Ihr Baby in verschiedenen Positionen anlegen; zum Beispiel im klassischen Wiegegriff oder auch in der "Fußball"-Haltung. Hier befindet sich der Kopf Ihres Kindes vor einer Brust, während sich sein Körper nach hinten um Ihre Taille schmiegt.

Stillkissen lassen sich auch zu Nestchen formen, in denen Ihr Baby mal eine Weile auf seiner Kuscheldecke am Boden geborgen ist. Sehr handlich ist ein Stillkissen außerdem, wenn Sie mit Ihrem Baby im Bett kuscheln: Liegt Ihr Kind neben Ihnen und Sie schmiegen das Stillkissen um es herum, hat Ihr Baby sicheren Halt und kann nicht aus dem Bett fallen. In der Mitte des Bettes kann Ihr Baby auch mal im Kissen-Nestchen liegen, wenn Sie zum Beispiel das Zimmer aufräumen. Für größere Babys ist das Stillkissen übrigens dann ein schönes Krabbel- und Kuschelspielzeug.

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