Die Wehen setzen ein!

Die Wehen setzen ein!

© fotolia, pressmaster

Und damit ist er da, der große Moment: Ihr Baby will auf die Welt kommen! Für viele Frauen ist der Wehenstart mit gemischten Gefühlen verbunden, vor allem beim ersten Kind.

Juhu, es geht los! Hilfe, geht es jetzt wirklich los? Und wie lange wird das alles dauern? Das kann Ihnen zwar niemand sagen, denn jede Geburt folgt ihrem ganz eigenen Rhythmus. Sie haben höchstwahrscheinlich aber genug Zeit, um ganz ohne Hektik in die Klinik zu fahren.

Meiner Erfahrung nach tut es werdenden Müttern gut, so ruhig wie möglich zu bleiben. Bestimmt haben Sie im Geburtsvorbereitungskurs besprochen, was darauf hindeutet, dass es sich nicht nur um Übungswehen handelt. Sie können zum Beispiel ein warmes Bad nehmen, um herauszufinden, ob es wirklich Eröffnungswehen sind: Lassen Wärme und Entspannung die Kontraktionen nicht abklingen oder werden diese sogar stärker, dann hat Ihr Baby den Startschuss gegeben. Sie sind sicher, dass die Wehen regelmäßig sind? Dann informieren Sie am besten erst einmal Ihren Partner oder die Person, die Sie zur Geburt begleitet. Sie können auch Ihre Hebamme anrufen und sich noch einmal mit ihr beraten.

Selbstverständlich können Sie auch einfach gleich in die Klinik fahren, wenn Ihnen das am liebsten ist. Kreißsäle sind rund um die Uhr mit Ärzten und Hebammen besetzt. Diese werden Sie auf alle Fälle erst einmal untersuchen. Um die Situation beurteilen zu können, werden Arzt oder Hebamme Ihnen auch einige Fragen stellen: Vermuten Sie vor allem aufgrund der regelmäßigen oder stärker werdenden Wehen, dass die Geburt begonnen hat? Haben Sie bemerkt, ob schon Fruchtwasser abgeht? Meistens wird ein CTG gemacht, um die Herztöne Ihres Kindes und die Wehentätigkeit aufzuzeichnen. Eine Ultraschalluntersuchung hilft, die Maße des Babys festzustellen und die Fruchtwassermenge zu bestimmen. Außerdem lässt sich so klären, ob der Mutterkuchen (Plazenta) gut arbeitet. Die körperliche Untersuchung zeigt auch, ob die Wehen bereits am Muttermund wirksam sind und dessen Öffnung vorantreiben.

Ist sicher, dass die Geburt begonnen hat, kommt es darauf an, wie es Ihnen geht. Nicht alle Mütter steuern direkt den Kreißsaal an, das hat oft noch Zeit. Vielleicht wollen Sie erst einmal Ihre Sachen aufs Zimmer bringen. Oder mit Ihrem Partner noch ein wenig herumlaufen, ein Bad nehmen ... Tun Sie einfach, was Ihnen hilft, Kraft zu schöpfen für dieses einzigartige Erlebnis: die Geburt Ihres Kindes!

Tipp: Bitte versuchen Sie auf keinen Fall, selbst mit dem Auto in die Klinik zu fahren, wenn niemand da ist! Das Unfallrisiko ist viel zu groß, eine plötzliche, heftige Wehe kann Sie ablenken. Rufen Sie ein Taxi oder, falls Ihnen das lieber ist, einen Krankenwagen.

Weitere Themen:

Hebammentipps - gesucht, gefunden ...!

Hebammentipps von A - Z:

Unsere Tipps von der Hebamme:
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2020 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.