Bitte nicht: Rauchen in der Schwangerschaft

Schwangere mit Ultraschallbild

© fotolia, Hannes Eichinger

Gerade Mädchen und junge Frauen hoffen oft, dass Nikotin ihnen hilft, schlank zu bleiben. Hat eine Frau aber erst einmal angefangen zu rauchen, steigt die Gefahr, dass sie auch dann (weiter) raucht, wenn sie schwanger wird.

Dass das dem ungeborenen Kind ganz und gar nicht gut tut, ist schon lange bekannt. Raucht die werdende Mutter, begünstigt das ein niedrigeres Geburtsgewicht ihres Kindes und erhöht das Risiko des plötzlichen Kindstods. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen außerdem, dass sich das Rauchen nicht nur auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes auswirkt: Es erhöht später auch die Gefahr von Suchtverhalten - und zwar nicht nur bei den direkt betroffenen Kindern, sondern selbst noch in der Enkelgeneration. Bei Kindern rauchender Mütter schlägt Studien zufolge zudem der vermeintliche Vorteil der Gewichtskontrolle später ins Gegenteil um: Jugendliche, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchten, hatten einen höheren Körperfettanteil und nahmen mehr Fett zu sich. Das erhöht ihr Risiko für Übergewicht.

Es gibt viele weitere Untersuchungen, die belegen, wie negativ das Rauchen in der Schwangerschaft für den entstehenden Organismus und die spätere Gesundheit des Kindes ist. Es lohnt sich daher wirklich, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn Sie ein Kind erwarten. Zugegeben, das ist nicht einfach, aber es gibt Hilfe bei der Entwöhnung! Fragen Sie einfach Ihren Arzt, Ihre Hebamme oder auch in einem Zentrum für Schwangerschaft und Geburt danach.

Oft sind die Kinder rauchender Schwangerer schon im Mutterleib unterernährt, kommen zu klein und schwach auf die Welt. Fast immer erleben sie einen schweren Entzug nach der Geburt und der ist absolut nicht schön. Die Babys brauchen meistens Sauerstoffunterstützung, haben ein blaues Munddreieck und wirken schwächlich. Sie haben Schreianfälle und zittern, dies macht sehr häufig den Aufenthalt auf einer Kinderintensivstation nötig.

Leider gibt es immer noch Ärzte, die Schwangeren raten, mit dem Rauchen nicht ganz aufzuhören, sondern nur zu reduzieren. Sonst würde das Kind im Bauch auf Entzug gehen. Das ist kein Argument. Heute wird eine Schwangerschaften meistens sehr früh festgestellt und es ist sinnvoll, dann sofort mit dem Ausstieg zu beginnen: Noch hat das Kind wenig Nikotin abbekommen. Erhöht sich diese Menge nicht mehr, wird es vitaler auf die Welt kommen, als wenn es weiterhin täglich Nikotin bekommt - und sei es auch nur eine kleine Menge.

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