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Geschrieben von Karollschuh am 02.09.2008, 11:17 Uhr

Unsere Tochter weint ständig in der Schule

Hallo,
ich brauche dringend einen Rat. Unsere Tochter (6J) wurde dieses Jahr eingeschult. Sie hat sich sehr auf die Schule gefreut. Allerdings sind wir vor 2 Monaten umgezogen, und hier hat sie leider noch keine Freunde, die mit in ihre Klasse gehen.
Schon im Kindergarten hat sie früh beim Verabschieden oft geweint, das war aber 3 min, nachdem ich weg war gleich vorbei. Jetzt in der Schule weint sie auch jeden morgen und auch wärend der Stunden beim kleinsten Anlass. Ich weiß, es ist erst die zweite Woche aber ich befürchte, es wird nicht lange dauern, dann ist sie die "Heulsuse" der Klasse, was es bestimmt nicht leichter macht.
Ich hab sie bis jetzt gleich nach der Schule abgeholt und wir haben immer was schönes unternommen (Zoo, Spielplatz, Erlebnisbad,...) Ab heute geht sie in den Hort und isst mit in der Schule.
Die Lehrerin meinte heut morgen zu mir, dass sie jede Stunde mal weint obwohl sie alle Aufgaben fehlerfrei löst, und das sie das jetzt erstmal übergeht und wir dann weiter schauen, ob sich das bessert. Zu Hause sagt sie, dass es schön war und ist fröhlich und entspannt. Und das sie geweint hat, aber sie weiß garnicht mehr, warum. Und am nächsten Morgen gehts wieder los und sie weint, sobald wir das Schulhaus betreten.
Hat jemand mit diesem "Problem" auch Erfahrungen gemacht? Was hat euch geholfen? Ich möchte nicht, dass sie so schnell wieder den Spaß an der Schule verliert.

Mal ganz allgemein möchte ich dazu sagen, dass ich persönlich es garnicht schlimm finde, zu weinen. Ich weine auch, wenn ich traurig bin oder wütend. Das ist was ganz natürliches und nichts, wofür man sich schämen muß.
Aber ich möchte ihr so gerne helfen, ein bißchen selbstsicherer zu werden. Vielleicht hat jemand einen Tipp?

 
2 Antworten:

Re: kenne ich -achtung, lang geworden

Antwort von Heike-SU am 02.09.2008, 13:02 Uhr

Hallo,
wenn Du zwei Wochen vorblätterst, dann findest Du mein Posting zu genau dem gleichen Thema (gib bei Suche "Heike" ein bzw. Forum "1.Schuljahr"). Nur habe ich vom Weinen erst durch einen Anruf der Klassenlehrerin erfahren.
Unsere Situation: Stephanie (6) ist am 12.08. eingeschult worde, freute sich auch riesig auf die Schule, die 1. Woche war super. Sie geht mittags in die OGS (= Hort), wo ich sie Mo, Do, und Fr um 14.00 Uhr, Die, Do um 16.00 Uhr quietsch vergnügt abhole.
Donnerstagabend der 2.Woche rief die Lehrerin an, Stephanie würde die ganze Zeit im Unterricht weinen. Ihre Leherinnen (3 Stück) hätten sie mehrfach gefragt, was denn los sei (die sind alle ganz lieb und einfühlsam). Das Ergebnis:
1. Sie wolle von der Mama auch in die Schule gebracht werden (bis dahin ging sie mit einem Nachbarskind)
2. Die Tür zur Umkleide in der Turnhalle würde klemmen, sie habe Angst eingeschlossen zu werden (sie hat davor schon lange panische Angst).
Diese Sachen konnte ich schnell "aus der Welt schaffen", geblieben ist Punkt 3, den ich auch erst durch mehrfaches Nachfragen und Reden rausbekommen habe: Die Masse Kinder in der Klasse und auf dem Schulhof.
Wie Du, habe ich von Stephanie auch immer nur zu hören bekommen, die Schule war klasse, kein Wort über ihr Weinen. Nach dem Anruf habe ich natürlich sofort mit ihr gesprochen, auch ich bekam die gleichen Antworten wei die Lehrerinnen.
Also bringe ich sie bis auf weiteres (bis in den Klassenraum), das Problem mit der Hallentür ist auch gelöst (eine lockere Schraube). Und es hat sich gebessert. Sie weint nicht mehr im Unterricht, obwohl sie unterschwellig immer noch sehr labil ist und nah am Wasser gebaut hat.
Auch Stephanie hat noch keine richtige Freundin in der Schule gefunden (sie ging im Nachbarort in die KiTa), auch herrscht in der Klasse Zickenkrieg, was sie gar nicht kennt und womit sie noch nicht umgehen kann.

Hat denn mal die Lehrerin Deine Kleine direkt gefragt, wenn sie weint, was denn los sei. Wenn sie Dir am Mittag keine Antwort geben kann, weil sie es nicht mehr weis, dann vielleicht direkt.
Was sagt sie denn morgens, wenn sie vor der Schule weint?
Für die Kinder ist es eine immense Umstellung. Alles ist neu, fremd. Nichts mehr so gewohnt wie früher (bei Deiner Kleinen durch den Umzug noch verstärkt). Normalerweise brauchen Kinder mind. bis zu Herbstferien bies sie in der Schule "angekommen" sind.
Kennt sie denn schon Kinder aus der Klasse näher? Was antwortet sie denn, wenn Du sie fragst, mit wem sie gespielt hat. Und wenn es immer der gleiche Name ist, dann nimm doch mit der Familie Kontakt auf, erklär sie Situation und mach' den Vorschlag, ob die beiden sich mal nach der Schule zum Spielen treffen können.

Hier im RuB bekam ich in anderen Foren noch weiter Tipps:
- ein Beschütz-mich-Tier, das im Schulranzen bleibt (wirkt prima)
- Bachblüten Rescue-Tropfen (habe ich noch nicht ausprobiert)
- und reden, reden, reden.
Gib es vielleicht noch jemanden, den sie sehr gerne hat, dem sie vertraut. Vielleicht schüttet sie ihm/ihr ja ihr Herz aus. Stephanie hat es ihrer Bezugserzieherin gegenüber gemacht. Das hat ihr auch Last von den Schultern genommen (waren am Freitag nach dem Telefonat in der KiTa).

Ich kann sehr gut mit Dir mitfühlen, denn mir ging und geht es genauso.
Kopf hoch, Deine Kleine wird es packen!!! Ganz sicher!!
LG
Heike

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Re: Unsere Tochter weint ständig in der Schule

Antwort von Drachenlady am 02.09.2008, 13:45 Uhr

Hallo Karollschuh,

auch ich kann dir nachempfinden, wie es dir und deiner tochter derzeit geht. ein ganz klein wenig zeichnet sich ab, dass auch meine tochter anfangs so ihre probleme hatte und auch sehr nah am wasser gebaut war. auch hier sind es versagensängste, das neue, die pflicht bestimmte dinge alleine gebacken zu bekommen, die tatsache, dass nicht mehr nur gespielt sondern auch leistung verlangt wird.

meine tochter erzählt auch nichts, sagt lieber, dass es ihr geheimnis ist und dann weiß ich schon, dass irgendetwas nicht so gelaufen ist, wie sie es sich vorgestellt hatte. aber ich werde nicht müde meiner tochter zu sagen und zu zeigen, dass ich hier nicht nur ihre mutter bin sondern auch ihre freundin. auch wenn sie die meiste zeit allein in der schule ist, versuche ich ihr zu vermitteln, dass ich da bin, wenn sie mich braucht.

auf dieser basis sind schon viele wundervolle gespräche entstanden, wo ich gemerkt habe, dass sie ihre versagensängste langsam verliert.

an dich auch den rat viel mit deiner tochter zu reden und so lange sie es möchte, begleite sie auf den weg zur schule und vermittel ihr das gefühl, dass du in gedanken immer bei ihr bist.

dann kann ich dir raten dich mal mit anderen eltern zusammen zu tun. die eltern der klasse meiner tochter haben heute ersten elternstammtisch, zwar ist der hintergrund ein ziemlich ernster, jedoch soll dieses treffen auch dazu dienen sich als eltern kennen zu lernen und auch da eine basis für die kinder zu schaffen sich ebenfalls intensiver kennenzulernen.

ich werde da auch mal den vorschlag machen ausserhalb der schule treffen mit den kindern abzuhalten, vielleicht einen spielenachmittag auf einem großen spielplatz oder zusammen wandern gehen o. ä.

lg. drachenlady

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