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Geschrieben von AndreaundAnna am 27.09.2007, 22:15 Uhr

totale Leistungsverweigerung,- Nerven liegen blank

Hallo,
ich muss mich mal auskotzen,-t´schuldigung, aber anders kann ich es nicht mehr beschreiben.
Ich bin nervlich soooo am Ende...und bin eigentlich auch noch selber dran Schuld!

Damals wußte ich nicht sicher, ob unser Kind mit 5 3/4 Jahren in die Schule sollte, oder nicht. Das schulpsychol. Gutachten sagte ehr nein, weil unsere Tochter noch sehr verspielt wäre und sie da Probleme mit der Konzentration sehen würden. Die Schule sah dies nach der Untersuchung und dem Probeunterricht anders und wollte sie haben.
Ich spreche mich nicht frei von der Schuld,- vielleicht war ich zu Ehrgeizig.
Sie kam in die Schule und es zeichnete sich eigentlich schon in der ersten Klasse ab, dass sie Probleme mit der Konzentration hatte. Zusätzlich wollte sie nicht verstehen/einsehen, dass die "M" ´s zu schreiben waren, weil man auch lernen soll, sie IN die Zeilen zu schreibn, auch wenn sie die Buchstaben schon alle kennt...
Das ganze zog sich in die 2. Kl., es folgte Nachhilfe, wobei wir dann fest stellten, dass sie den Stoff kann, es nur nicht konzetriert zu Papier bringen kann...Es ging weiter mit Ergo, knapp 50 Std. Die Lehrerin war sehr erstaunt bei dieser iNfo,- sie schien, genau so wenig wie wir, keinen Erfolg zu merken.
Wir machten uns als Eltern gedanken, was man noch tun könne...die Schule prophezeite uns Schwierigkeiten in der 3., insbesondere mit der schlechten Leseleistung...
Unser Kind hasst es zu lesen, ich habe ALLES ausprobiert: Belohnung, Konsequenzen, Strafen, Sternchen Sammellisten, mach-was-du-willst- Einstellung, Zwang...Nicht nur mit dem Lesen gibt es Schwierigkeiten, die will auch keine Hausis machen.
Immmer wieder driftet sie ab, spitzt die Stifte an, malt mit Füller auf TAschentücher...Ich habe mich daneben gesetzt, motiviert,angebrüllt,unterstützt,geholfen,geheult,einfach sitzen lassen,- NICHTS bringt sie weiter!
Dann habe ich sie auf ADS,ADHS,LRS, Legastenie(äh,- wie schreibt man das?)testen lassen,- nix.
Vom Verhaltensmuster rutscht sie dicht an einen ADHS´ler ran, hat es aber nicht.
So, was tun?
Die Praxis empfahl eine heilpädagogische Therapie, die die Eltern, unter anderem mit Videosequenzen, stark einbindet.
Das muss erst noch vom Jugendamt genehmigt werden, da die Kassen dies nicht übernehmen, evtl. aber das Amt. WEnn nicht, sind das 200 Euro im Monat.
Ich bin toal am Ende.
War heute bei der Jugend- und Elternberatung der Caritas (muss ich mich und das Kind vom Amt her vorstellen und "einsehen" lassen...). Die gute Frau hat mir auf den Kopf zu gesagt, dass die Kleine warscheinlich zu früh eingeschult worden ist und nie lernen konnte, Arbeitseifer und Pfichtbewußtsein zu entwickeln. Außerdem wäre es sehr schade, dass ihr Selbstbewußtsein, sich etwas zu zutrauen, sehr gering sei,- sie würde schon leiden und sei überhaupt nicht bereit, IRGENTETWAS zu leisten...
Tja, das habe ich auch schon gemerkt, ziehe mir den Schuh ja auch an. Ich versuche RUDERND ALLES, dass etwas klappt und es der Kleinen leichter geht. ABER SIE WILL NICHT.
Ich habe es mit totaler Verständnis versucht, habe mir vor Augen geführt, das sie aufgrung er mangelnden Konzentration und der wenigen Anstrengungsbereitschaft einfach NICHT KANN, aber auch das brachte nichts. Ich habe das bestimmt ein Jahr geschafft relativ ruhig und überlegt mit ihr umzugehen. Dach jetzt ab der 3. geht GAR NIX mehr. Totale Ist- mir- doch -egal Einstellung. Sie scheint nicht zu verstehn, dass die Aufgaben gemacht werden MÜSSEN und je zügiger und disziplinierter sie diese Erledigt, desto mehr Freizeit hat sie.
Unsere Nachmittage sind im übrigen bis auf einen (aber erst ab 16.30 H) FREI. Sie kann tun und lassen was sie will, wir haben keinen Freizeitstress! ES ZIEHT NICHT, dass draußen die Sonne scheint, dass ihre Freundinnen an der Tür klingeln, dass sie die ganze zeit Hausis macht!
Die Caritas Tante sagte heute, ich solle mich aus der Sitiuation entfernen, sie solle die Aufgaben so weit machen, wie sie kommt, den Rest müsse mein Mann ( auch nach seiner Arbeit ) mit ihr machen, ich würde sonst wahnsinnig werden (wie recht sie hat).
Ich werde abwarten, wie sich diese Strategie entwickelt, ob das Amt die Therapie bez.,wie die neue Lehrerin auf immer wieder nicht erledigte Hausis reagiert (meinem Kind ist auch Nachsitzen deswegen egal...)...
Das einzige, was meíner Tochter die Tränen in die Augen trieb, war der Vorschlag, eine Klasse zurück zu gehen, ob es ihr dann leichter fallen würde. Sie fand es blöd und unerträglich, von ihren Freundinnen getrennt zu sein...Außerdem würde es ihr nicht leichter fallen, weil sie ÜBERHAUPT GAR KEINE Hausis machen will.
In der Schule ist sie von den Leistungen her Durchschnitt (was sich aber sicher bald ändern wird), und die Schule gefällt ihr sonst auch...und im übrigen ist sie auch nicht Hochbegabt.
Derjenige, der die Universallüsung hat, gekommt einen Orden und auf Wunsch etwas von dem, von mir tägl. getrunkenen Rotwein, Schlaf und Nerventee und Magnesium (hat jmd ein bisschen Dope für mich, oder wahlweise den Gummihammer,- ich drehe bald durch. )Ich heule mind. 1 x am Tag, weil sie in keinster Weise das von mir verlangte macht (Bsp.: Sie will brot backen,- aus einer eigenen kreativen Mischung aus Dinkelkleie, Kakao, Mehl...Ich lasse sie, lobe ihre Kreativität, stelle von anfang an klar: du machst Baksauerei,-du machst Backsauerei wieder sauber.Sie kapituliert,als das Spülmittel zu sehr schäumt. Ich bringe sie nicht dazu, sauber zu machen.

 
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Re: totale Leistungsverweigerung,- Nerven liegen blank

Antwort von MamaMalZwei am 27.09.2007, 22:35 Uhr

Liebe Andrea, setz Dich erst mal hin und versuch Ruhe zu finden. Den Fehler, das Kind so früh einzuschulen, obwohl das Gutachten dagegen sprach, hast Du ja schon selber gefunden.
Ich denke, dein Mädchen ist mit der Situation total überfordert. Vielleicht wäre es wirklich am besten, sie ein Jahr zurückgehen zu lassen. Denn es nützt ja nichts, dass Du die Aufgaben kannst. Sie muss mit Schule und dem, was da auf sie einprasselt zurechtkommen. Und wenn sie jetzt durch die Schule geschleift wird, obwohl sie dafür noch nicht reif ist, wird sie später darunter zu leiden haben, wenn in Klasse 3 die Anforderungen noch einmal ansteigen. Also würde ich dem Vorschlag der Caritas folgen, sie machen lassen und das, was sie nicht schafft, mit Deinem Mann nacharbeiten lassen. Vielleicht ist der nicht so in der Situation drin, dass sie von ihm Ratschläge annehmen kann.
Dass Kinder nicht lernen wollen, gibt es eigentlich nicht. Hinter Leseproblemen können z.B. auch Augenprobleme stecken - Stichwort Winkelfehlsichtigkeit. Das, was Du beschreibst, kenne ich von einem Freund meiner Tochter und der war lange Jahre wegen Fehlsichtigkeit (Prismenbrille!) in Behandlung. LG

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Re: totale Leistungsverweigerung,- Nerven liegen blank

Antwort von Vio-1 am 27.09.2007, 23:13 Uhr

Hi

Oh wei.
Das hört sich ja nun wirklich ziemlich verfahren an.

Ich habe leider auch keine Patentlösung (was schade ist, gerade so ein fettes Auto könnten wir gerade gut gebrauchen :-)) und kann Dir nur von einer befreundeten Familie berichten.

Die Tochter wurde gerade noch eben pflichtmäßig eingeschult.
Und die ist so ähnlich - keinerlei Ehrgeiz - Hausaufgaben? Wozu?
z.B. hat sie beim Sport, wenn alle Weitsprung machen, im der Sprungmulde gesessen und Sand gespielt...

Da hieß es dann: Hauptschulempfehlung.
Kannste Dir ja vorstellen, wie das reinhaut (Akademiker-Eltern, sie Doktor-Doktor!!!)

So, das Mädel wiederholt jetzt die Klasse (auch unter viel Geschrei und Gezeter) und es geht jetzt schon viel besser.

Nun kann man das sicher nicht eins zu eins übernehmen, aber manchmal gibt es doch Auswege!
Und wenn es Euer finanzieller Rahmen zuläßt würde ich für die Hausizeit ne Nachhilfe nehmen, also keine professionelle, sondern vielleicht eine Oberstufenschülerin aus der Nachbarschaft oder so.
Das entlastet ungemein, die sind noch sehr drin im Schulleben und können auch gut mal ein Vorbild sein!

Drücke Euch die Daumen!

Vio

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Re: totale Leistungsverweigerung,- Nerven liegen blank

Antwort von LeeAnn am 28.09.2007, 8:05 Uhr

Hallo,

ersteinmal möchte ich dir schreiben, dass wir alle nicht frei von Fehlern sind. jeder trifft mal Fehlentscheidungen. Aber alles ist revidierbar !

Also erst einmal kommt ein wenig zur Ruhe.
Hast Du mal mit Deiner Tochter gesprochen, was sie davon hält, wenn Du sie auf eigenen Wunsch hin zurücknimmst ?
Vielleicht ist sie wirklich überfrdert, auch wenn sie den Stoff beherrscht.

Ansonsten möchte ich dir noch zwei praktische Ratschläge mit auf den weg geben:

1. Guck Dir bitte einmal folgende Internetinformationsseite an:
http://www.optik-schriek.de/optik_infos/gestoertes_binokularsehen.php

oder google allgemein unter Winkelfehlsichtigkeit.Kann, muss aber nicht zutreffen.Würde aber sehr viele Symptome erklären.

2.Würde ich mit der Ergo sehr schnell aufhören, denn es ist nur zusätzlicher Stress, wenn es eh nichts bringt.Das wichtigste ist, dass ihr zur Ruhe kommt.

3. Wenn Du ein wenig Muße hast leih Dir vielleicht einmal dieses Buch aus:
http://www.amazon.de/Kinesiologie-f%C3%BCr-Kinder-GU-Ratgeber/dp/3774266875/ref=pd_bbs_sr_1/028-2867645-0498162?ie=UTF8&s=books&qid=1190959419&sr=8-1
Da sind Übungen drin, wie man die Konzentration steigern kann. Allerdings denke ich, dass man das erst angehen kann, wenn ihr zur Ruhe gekommen seid und deine Tochter nicht mehr die negative Einstellung hat.

Viel Glück und berichte bitte mal, wie es bei euch weitergeht.
VG
Leeann

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Re: totale Leistungsverweigerung,- Nerven liegen blank

Antwort von Eileen am 28.09.2007, 8:24 Uhr

Ich verstehe Deine Verzweiflung.
Was wäre mit einer anderen Schulform ?
Montessori-Schule z.B., da lernen die Kinder entspannter, im eigenen Tempo.
Informiere Dich doch mal ob es bei euch in der Umgebung eine solche Schule gibt und "schnuppert" dort mal.
Es ist klar, daß es so nicht weiter gehen kann. Euer Verhältniss Mama-Tochter leidet ja auch darunter, und dies darf/sollte nicht sein.
Gruß - Eileen

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Re: totale Leistungsverweigerung,- Nerven liegen blank

Antwort von AndreaL am 28.09.2007, 8:47 Uhr

Hallo Namensvetterin,

Du tust mir von ganzem Herzen leid. Wirklich...

Zumal Du ja wohl alle Anlaufstellen kontaktiert hast, die man so landläufig aufsuchen kann.

Und trotzdem drehst Du Dich noch wie der Hamster im Laufrad ohne ein absehbares Ende.

Ich habe in unserer direkten Nachbarschaft ein ähnliches Beispiel. Ich erzähle einfach mal...

Der Junge wurde von zu Hause STARK gefördert und konnte aber auch viel. Zu seinem 2. Geburtstag schenkte ich ihm damals ein 40-Teile-Puzzle. Mit 5 Jahren konnte er lesen. Dazu kam, dass er super introvertiert war, keine Freunde im Kiga hatte, kein Spaß am Toben und Laufen empfand. Seine Mutter machte auch ganz viel und befragte Hinz und Kunz. Ergebnis - Unterforderung, sofortige Einschulung mit 5,5 Jahren zum 2. Halbjahr des 1. Schuljahres. Konsequenz - keine Abschiedsfeier im Kiga, keine Abschiedsfahrt mit dem Kiga, keine Einschulungsfeier. Nur eine notdürftige Schultüte, Hereinschleudern in einen schon bestehenden Klassenverband.

Die Schulleistungen fielen nach kurzer Zeit ab, Freunde gab es keine. Die Probleme waren dieselben wie vorher, jetzt kamen noch Schulprobleme in Mathe dazu.

Die kleine Schwester wurde eingeschult, mit großer Feier und Familie, hatte den Kiga-Abschied erlebt und der große Bruder trug tiefe Trauer. Die erste Schullaufbahnempfehlung kam - Realschule. Bei einem nachweislich hochbegabt getesteten Kind.

Und wieder kam es zu Therapie-Gesprächen in der Erziehungsberatungsstelle (die leisten hier hervorragende Arbeit!!!), wieder war die Mutter der Verzweiflung nahe...

Sie boxten dann die Gym-Empfehlung weges des hohen IQ's durch. Jetzt ist er im 2. Jahr auf dem Gym, schreibt mal ne 2, mehr 3'en und auch 4'en. Er schafft es, das level zu 'halten'. Aber er gilt offiziell als underachiever. Er hat nirgends highlights, Leistungsinseln, Begabungen, die er ausschöpft und die ihn beflügeln... Er ist ein gedrücktes Kind geblieben.

Die Eltern haben ALLES gemacht, sind selbst mit in die Therapie gegangen, haben schonungslos ihr eigenes Verhalten reflektiert. Führen eine vorbildliche Ehe, praktizieren ein gutes Familienleben...

Weißt Du, in meiner Ausbildung (Sonderpädagogik) habe ich eine wichtige Sache gelernt. Es gibt 'Störungen', die sind völlig autark vom Umfeld. Die liegen in irgendwelchen Synapsen im Hirn. Du wirst dieser Störung nie wirklich beikommen, aber in einem liebevollen Umfeld und mit Konsequenz und einer gewissen Leichtigkeit (schwerschwer...ich weiß) kannst Du sie abfedern. SO wie es bei meinem Nachbarskind geschehen ist. GUT - er ist kein besonders guter Schüler, aber er schafft das Gym wohl. Er hat seine Probleme, aber die Eltern haben einen Weg gefunden.

Was ich mit all dem sagen will... Erwarte nicht, dass Deine Tochter eine leistungsbereite fröhlich lernende Schülerin wird. Sie ist jetzt Durchschnitt... freue Dich an jeder immer noch durchschnittlichen Zensur. Sage Dir, dass sie trotz dieser Lernhaltung mithält, denke nicht immerzu daran - dass DAS ja wohl nicht mehr lange so weitergehen kann.

Praktische Tipps - wie wäre es, sie würde mal mit einer Freundin Hausaufgaben machen. Hat sie eine, die sie richtig gerne mag und bewundert? Könntest Du mit der Mutter über Eurer Problem reden?

Könnte Deine Tochter in den Hort gehen? Dort muss sie auch selbstständiger sein... Könnte sie nachmittags mal bei den Großeltern Hausaufgaben machen?

Bist Du (ja leider..., wieder die Frage an die Mutter...) ihr Vorbild hinsichtlich des Arbeitens? Erledigst Du Deine Arbeiten gerne und fröhlich? Wie erzählt der Papa von seiner Arbeit? Habt Ihr noch weitere Kinder...

So viel 'erstmal' von mir. Ich drücke Dich mal virtuell und schicke Dir eine Portion Nerven und Kraft.

LG

Andrea

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Re: totale Leistungsverweigerung,- Nerven liegen blank

Antwort von KaMeKai am 28.09.2007, 9:23 Uhr

Hallo Andrea,
das hört sich fürchterlich an. Ich habe leider ähnliche Probleme. Mein Sohn ist gerade in die 2. Klasse gekommen und er hat teilweise Schwächen (schreibt zu langsam, kann nicht ausmalen) und teilweise ist er seinem Alter weit voraus. Er rechnet im Kopf das große 1x1 und liest die Zeitung.
Hausaufgaben sind bei uns auch eine Katastrophe, seine Pipifax Rechen-Aufgaben verweigert er völlig und ausmalen (was sie ständig aufhaben) macht er erst gar nicht. Die Lehrerin geht nicht wirklich drauf ein, obwohl mein Sohn ihr schon 20 mal gesagt hat, dass er sich langweilt.

Nun haben wir den schulpsycholgoschen Dienst eingeschaltet.

Ich kann Dir auch keine Ratschläge geben, aber ich kann Dir sagen, dass es anderen halt ähnlich geht.

Kannst Du versuchen, die Hausaufgaben Situation zu entschärfen. Kann sie sie im Hort oder in der Betreuung machen? Das klappt leider bei uns gar nicht, da kann sich mein Sohn nicht konzentrieren, ist ihm zu laut.

Ansonsten leg mal Dein Hauptaugenmerk drauf, dass Deine Tochter glücklich ist, nicht dass sie gut in der SChule ist. Gibt es eine Sportart, die sie mag und die ihr Selbstbewusstsein fördert?

Ergo, Psychomotorik ec. haben wir auch schon hinter uns.
Mal sehen, wie es so weiter geht.
Vielleicht magst Du mal mailen, Leidensgenossin :-))

LG
Kathrin

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Suche eine Schule ohne Notendruck...

Antwort von Mama Heike am 28.09.2007, 9:49 Uhr

Also wenn ich deinen Bericht lese, dann schwillt mir (wie so oft) der Kamm, was unser staatliches Schulsystem aus unseren einstmals glücklichen Kinder macht.

Wegen dem Alter: In Berlin ist es bereits PFLICHT, ein Kind einzuschulen, was bis zum 31. Dezember des Schuljahres 6 wird. *kopfschüttel*

Zum Lesen: Manche Kinder lesen besser, wenn eine farbige Folie auf die weiße Buchseite gelegt wird. Auf welche Farbe sie gut reagiert, kann sie selbst am besten ausprobieren. Dadurch "tanzen" die Buchstaben weniger.

Ich würde definitiv eine andere Schule suchen. Meine Große geht in die 5. Klasse einer Waldorfschule und war nicht einen Tag schulmüde. Lernen geht nicht immer ohne Druck, aber es sollte immer ohne Angst sein.

Liebe Grüße
Heike

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Re: totale Leistungsverweigerung,- Nerven liegen blank

Antwort von chrispi am 28.09.2007, 13:40 Uhr

Mensch Andrea, puh, das klingt wirklich heftig nach Hamsterrad und hat mich beim Durchlesen selber atemlos gemacht...
Ich dachte als erstes: stop, raus. Du und deine Kleine, ihr scheint so verknäult in all diesen Dingen, dass, scheint mir, ein normaler schöner Mutter-Tochter-Umgang kaum möglich ist. Wie auch, wenn sich alles um die heißen Themen dreht, was ich ja auch verstehen kann.

Daher: gäbe es nicht die Möglichkeit, dass ihr zwei für ein Wochenende oder besser noch länger (weiß nicht, in welchem Bundesland und Ferienrhythmus ihr seid) wegfahrt und das ganze Schulthema einfach mal zu Hause lasst, nur schöne Dinge miteinander unternehmt? Das würde dir den Druck rausnehmen und euch beiden die Chance geben mal wieder unbeschwert Schönes miteinander zu erleben. Vielleicht würde das dann auch bei deiner Tochter bewirken, dass sie sich nicht mehr so sperren muss??

Die andere Idee wäre, wenn du dich mit dem Gedanken eh anfreunden kannst sie die Klasse wiederholen zu lassen, sie einfach zu lassen. Sag ihr, dass ihr Verhalten die Konsequenz haben kann, dass sie wiederholt und lass sie selber machen oder auch nicht. Vielleicht löst sich dann bei ihr was?
Du hast ja wirklich alles getan, was man sich denken kann, vielleicht wird es besser, wenn du dich aus dem Thema herausnimmst? Und zwar möglichst ohne Schuldgefühle?

Ich drücke dir die Daumen!!
Liebe Grüße
Chrispi

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Re: totale Leistungsverweigerung,- Nerven liegen blank

Antwort von like am 28.09.2007, 15:59 Uhr

Wenn du eine Hauptursache im zu frühen Einschule siehst, dann würde ich hier auch ansetzen und wirklich auch das Wiederholen anstreben - so wie Chrispi sagte, einfach mal machen lassen mit dem Hinweis, dass sie, wenn die Lehrerin es für nötig ansieht, ab dem 2. Halbjahr in die 2. Klasse zurück gehen soll. Wenn es ihr wichtig ist, in der dritten zu bleiben, müsse sie dann eben auch selber daran arbeiten und die Verantwortung übernehmen, ansonsten sei es wohl besser, ihr das Jahr, dass sie früher eingeschult wurde, jetzt nochmals zu "gönnen". D.h., du solltest das Wiederholen dann nicht als Scheitern darstellen, sonder als Chance, als Geschenk an sie, es nochmal langsamer angehenlassen zu können.

( Noch so als nebeninfo: Mein Mittlerer ist jetzt aufs Gym gekommen. Er wurde mit 6 1/2 eingschult. Es ist echt heftig, was von den Kindern hier schon verlangt wird: zweimal Mittagschule und erst nach 16 Uhr daheim, und dann jeden Tag - auch wenn Mittagschule war - massig Hausis. Wenn ich mir überlege, er wäre jetzt sogar noch ein Jahr jünger...Nein, ich steh zu meiner Meinung, Kinder nicht zu früh einzuschulen, weil dann eben für viele vieles sehr hart wird später irgendwann - und muss das denn wirklich schon in der Kindheit anfangen??)

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Andrea? *wink*

Antwort von chrispi am 28.09.2007, 19:43 Uhr

Hey,
geht es dir heute wieder etwas besser? Und konntest du etwas anfangen mit den Rückmeldungen?
Ich schicke dir noch ein wenig Kraft elektropostalisch zu!

Lg
Chrispi

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Re: totale Leistungsverweigerung,- Nerven liegen blank

Antwort von IngeA am 29.09.2007, 7:55 Uhr

Hallo,

ich schließe mich Chrispi und like an. Was du noch versuchen kannst sind Bachblüten (für dich und die Tochter). Die können die Situation entspannen und helfen, daß man wieder etwas mehr zueinander findet.

Meine Tochter hatte schon im Kiga eine ähnliche Verweigerungshaltung. Erst weil der Kindergarteneintritt wohl zum wirklich falschem Zeitpunkt kam, dann nochmal als Vorschulkind, weil sie total Unterfordert war (oder soll ich sagen: damit Überfordert die Langeweile zu ertragen?)
Ich bin auch von Pontius zu Pilatus gerannt. Wirklich was gebracht hat bei uns die Heilpädagogik bei der Frühförderung und in der Vorschule dann die Bachblüten.

ach ja: hast du schon mal über ne Mutter-Kind-Kur nachgedacht? Ne entspannte Mama kann mit solchen Situationen halt auch entspannter umgehen.

LG Inge

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Ich habe auch so einen Schatz daheim!!!

Antwort von PE+2 am 29.09.2007, 13:20 Uhr

Hallo Andrea,
tja bis wohl in der gleichen Situation wie ich, außer das mein Sohn nicht zu früh eingeschult wurde. Also kein schlechtes Gewissen machen. Bei mir lief es genauso ab bis ich ihn in der letzten der Sommerferien in einen Ferienkurs der Schüllerhilfe gesteckt habe. Dazu geht er seit dem neuen Schuljahr (3.Kl) jeden Tag in die Hausaufgabenbetreuung. Seit dem hat sich die Lage entspannt und er kommt von alleine wenn er mit den Hausis dort nicht fertig geworden ist. O.k. vor dem allem gab´s ein sehr ernstes Gespräch, dass ich ab sofort nicht mehr für Hausaufgabe und Schule die Verantwortung übernehme. Das liegt jetzt an ihm wie es weiter geht. Er kann jeder Zeit wenn er will kommen und ich helfe ihm, aber wenn nicht, dann muss er halt am ende des 1.Halbjahres zurück in die 2.Klasse. Toi, toi, toi, bis jetzt funktioniert es. (90%) Und vorallem meinen Nerven geht es besser!!!

Auf jeden Fall wünsche Dir ganz viel Glück, das Du Deine eigene Lösung findest.

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Re: totale Leistungsverweigerung,- Nerven liegen blank

Antwort von momworking am 29.09.2007, 14:41 Uhr

Ohje...

also erstmal drücke ich dich virtuell.
Dann sage ich dir, dass DICH keine/wenig Schuld trifft.
Unser Schulsystem ist für Kinder wie deine Tochter nicht gemacht. Nicht mit 5 Jahren und nicht mit 6 Jahren. Da heißt es ab der Einschulung nämlich immer "im Gleichschritt Marsch!", ohne Rücksicht auf Verluste.
Der Tipp der bereits gegeben wurde
(Montessori-Schule), kommt -fürchte ich- zu spät. Denn diese Schulen reißen sich auch nicht unbedingt nach Kindern, die bereits 8 Jahre lang in die eine Richtung "er"zogen wurden und nun plötzlich den anderen Weg einschlagen sollen.

Mein Ansatz wäre, sich im bestehenden System umzuorientieren.

Als Erstes: DRUCK RAUS!!!
Wie schon jemand schrieb, würde ich dir raten, erstmal zu akzeptieren, dass dein Kind zur Zeit halt "nur" durchschnittliche Leistungen bringen KANN. Das ändert sich vllt später wieder, vllt aber auch nicht. Auf alle Fälle liegt es zur Zeit außerhalb deines Einflusses. Sicherlich kannst du dich innerlich darüber ärgern, aber wird dich das weiter bringen?
Sie verweigert ja keine LEISTUNGEN, sondern sie verweigert die HAUSAUFGABEN. Wenn das die einzige Leistung ist, auf die es ankommt, dann bin ich erschüttert.

Des Weiteren schlug jemand vor, deine Tochter nachmittags in einen Hort unterzubringen. Auch das fände ich eine gute Idee. Bei uns war es so, dass ich mit der Lehrerin teilweise abgesprochen hatte, dass die Hausis von unserer Tochter ausschließlich im Hort gemacht wurden. Lücken inclusive... Somit war die Verantwortung vorübergehend von mir weggenommen. Die Lehrerin hat meiner Tochter immer das direkte Feedback gegeben und das konnte sie eher annehmen, als von mir.

Wir haben unsere Tochter auch in der Tat eine zeitlang ganz in Ruhe "wursteln" lassen. Bei uns war das Problem das Einmaleins. "Nein, das lerne ich nicht! Nein, das mache ich überhaupt nicht! Ich habe dich überhaupt nicht mehr lieb! NIE WIEDER!!!!" war so unser tägliche Unterhaltung dazu.
Irgendwann habe ich ihr erklärt, dass es so nicht funktionieren kann, aber dass ich mich außerstande sehe, SO mit ihr zu lernen und das nicht möchte.
Ergebnis1: Sie schrieb eine 5 und war entsetzlich traurig (und ich erst!!!).
Ergebnis2: Sie kommt seitdem immer dann, wenn sie etwas nicht verstanden hat oder Hilfe benötigt. Ansonsten lasse ich sie in Ruhe, im Vertrauen auf die regulative Kraft der Lehrerin. Und auf die der Klassengemeinschaft, die ist nämlich nicht zu unterschätzen! Und vor Allem im Vertrauen auf meine Tochter, dass sie verantwortungsvoll mit den Hausaufgaben umgeht.

Und als Letztes würde ich daran arbeiten, dass euer Verhältnis zueinander wieder stimmt. Es gibt Dinge, für die kann und für die darf eine 8jährige Verantwortung übernehmen (vollständige Erledigung der Hausaufgaben bspw.) aber es gibt auch Dinge, da darf sie das nicht (Entscheidung über das Wiederholen eines Schuljahres). Das würde ich deiner Tochter ganz klar machen. Sie muss eindeutig wissen, wo sie sich bewegt und was ihr Aktionsradius ist und wo er begrenzt ist.

Aus meiner persönlichen Erfahrung muss ich dir sagen, dass ich EIN Kind in einer öffentlichen Schule habe und von dem ganzen System so entsetzlich enttäuscht bin, dass meine jüngeren Kinder eine private Schule besuchen werden, die unseren Erziehungsidealen näher ist.
Allerdings sehe ich (wie bereits oben geschrieben), dass diese Erkenntnis für unsere älteste Tochter leider zu spät kommt und wir uns nun gemeinsam durch den "Schuljungle" kämpfen müssen.

Ich wünsche euch ganz viel Geduld und Mut und Kraft!
LG
Annette

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Re: Habe auch so ein 8 Jähriges Mädchen

Antwort von Lesebär am 29.09.2007, 16:42 Uhr

Hallo Andrea,

ein Patentrezept habe ich zwar auch nicht, aber vielleicht tröstet es Dich, wenn Du siehst wie viele hier mit ähnlichen problemen zu kämpfen haben.

Wir haben auch so einen "under achiever" in der Familie. Meine älteste Tochter wurde ebenfalls als Kannkind 2005 eingeschult. Allerdings war sie schon 6 (geb. im Juli 1999) also nicht so krass wie bei Dir. Sie konnte im Nu lesen, war anfangs total engegiert dabei, was aber nach 1 bis 1 1/2 Jahren deutlich nachließ. Sie langweile sich, quatsche soviel, dass sie c. 5 x von der Lenrerin umgesetzt worden sind und wir zur Schulberatung gegangen sind. Ergebnis: Dringender Rat sie springen zu lassen, nachdem man einen IQ-Test gemacht hat.

O.k., das ist jetzt alles ein gutes halbes Jahr her. Die Schule insbesondere der Sachunterricht, aber auch die Lesestunden macht ihr seit dem Sprung riesig viel Spaß, aber Arbeitsmoral bei den Hausis Null. Dieselben Fehler z. B. Groß/Kleinschreibung werden hundertmal gemacht, egal was man sagt. Oft dauern die Hausis 3h. Notenschnitt auf dem letzten Zeignis 2.5.

Das ist natürlich alles megadoof, denn sie ist jetzt Anfang 4. Klasse, wir leben in NRW, d. h. es geht jetzt definfiv um die Schulempfehlung. Vom Notenschnitt ist es knapp Gynasium, vom IQ-Wert ganz sicher von der Arbeitshaltung klar Realschule. Im Grunde denke ich, sie ist einfach zu jung und unreif für die 4., denn sie versteht es einfach nciht, um was es jetzt geht und das Anstrengungsbereitschaft gefragt ist.

Du glaubst garnicht, wie oft ich mir sage, lass sie doch einfach hängen. Guck das Geschmiere bei den Hausis nicht mehr durch, dann soll sie einfach mal reinfallen. Vielleicht lernt sie es nur so. Aber der Fall wäre teilf, denn soweit ich weiß, wird die 4. nicht weiderholt, sonst würden das ja wegen der besseren Empfehlung (oder der Hoffnung) darauf alle machen.

Tja, hilfreich war das jetzt sicher nur bedingt, aber du sihest, du bist nicht allein. Prinzipiell würde ich -gerade so junge Kinder- irgendwann einfach lassen. Wenn sie es nicht begreifen, ist es vielleicht nur gut, sie kommen weil sie in der Reife noch zurück sind zu jüngeren Kindern in die Klasse, aber bei uns geht es einfach um zu viel!

Du glaubst garnicht, wie oft ich seit sie Gesprungen ist, den Schritt schon bereut habe...!!!!!!!!!!!!!!!

Susanne

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Re: danke, ihr habt mich echt ein wenig aufgebaut...

Antwort von AndreaundAnna am 30.09.2007, 12:50 Uhr

...Ich bin mittlerweile auch entspannter. Für mich wäre ein "Sitzenbleiben" auch ehr ´ne neue Chance, alles ein wenig "sanfter" angehen zu lassen. Ich hatte mit unserer Tochter ein ruhiges, ernstes Gespräch. Sie sieht den genzen "Trouble" um sie gar nicht, sondern ist nur von den Hausis genervt und findet es doof, dass wir ständig streiten. Den Vorschlag in die 2. Klasse zurück zu gehen fand sie ganz grausam und hat fast geheult, obwohl ich ihr versucht habe zu erklären, dass es vielleicht leichter für sie wäre...Das will sie auf keinen Fall! Ihc glaube, sie hat ein wenig verstanden, dass es eine sehr ernste Situation ist, die ich mit ihr nicht mehr teilen kann und werde. Seit dem GEspräch läuft es mit den Hausis ein wenig besser-.
Im Hort war sie schon, wollte aber dann nicht mehr hin gehen. ZUm Hausis machen ist es ihr dort auch zu laut.
Alternativ Schule hatte ich auch schon überlegt, aber ich glaube, da ist sie noch unglücklicher, weil sie da alle Freunde verlassen müßte, in der Klasse unter ihr (2.) sind noch viele gute Freunde aus dem Kiga...
Ich habe ihr auch klar gemacht, dass wenn sie ihr Verhalten nicht ändert, sie bald keine Wahl mehr haben wird, ob sie evtl. eine Klasse zurück geht. (Die 1. Mathe Probe war `ne 5)
Unser Mutter / Tochter Verhältnis hat sich entspannt. Ich habe ich, wie gesagt, erklärt, dass ich mich aus den Dilemma zurück ziehen werde, weil ich auch meinen Haushalt nicht tagelang liegen lassen kann, um sie bei den Hausis zu betreuen. Bei Problemen gerne, ich bleibe in der Nähe, aber ständig daneben sitzten ist nicht mehr.
Wir leben ihr eigentlich schon vor, dass arbeit spass machen kann, aber auch nicht immer spaßig ist, trotzdem aber auch von uns ohne nölen erledig wird.So ist nun mal das Leben. Und es ist ja auch schön, wenn man seine Sachen erledigt hat und dann Freizeit hat...
Naja,- irgendwie werden wir uns da schon durch wurschteln...
Danke für eure Ratschläge,- ich habe übrigens mal eine Autogenes Trainging CD besorgt,- für uns ALLE :-)
Gruß ANdrea

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@ Mama Heike

Antwort von mandala67 am 19.11.2007, 22:17 Uhr

kannst Du mit mir kontakt aufnehmen - du hast ein kind auf der waldorfschule und ich habe einige fragen....
suche schule ohne notendruck

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