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Geschrieben von Kismet81 am 17.01.2006, 10:35 Uhr

Schulverweigerer...bin mit den Nerven am Ende ;-(

Hallo ihr lieben,

wir haben schon wieder ein Problem mit unserem mittleren...Christian ging sonst immer gerne in die Schule - naja meist - aber er ist generell BOCKIG....er Bockt wegen jedem Mist, nicht nur Schule. Ich muss dazu sagen, wir haben schon immer unsere Probleme mit ihm, er ist laut, trotzig, schreit, bockt, wenn ihm was nicht passt donnert er die Türen, redet stundenlang kein Wort ,hat richtige Tobsuchtsanfälle und ist jähzornig ;-(

Langsam weiß ich nicht mehr weiter, bin mit den Nerven am Ende ...gestern und heute hat er wieder frühs so gebockt ,er will nciht in die Schule und und und ...gestern stand er dann noch die halbe erste Schulstunde auf dem Pausenhof und ging nicht rein...irgendwann legt sich das dann von einer sekunde auf die andere und er ist total normal! Mittags kam er zu mir und meinte "mama es tut mir leid das ich heute früh so gebockt habe, ich möchte mich entschuldigen!" ...ich dachte, hey super...ujnd heute morgen wieder das selbe theater ;-( Keine überredungen, gutes zureden etc. half...mein Mann hat ihn dann in die schule "getragen"...(ist nur gegenüber 200 m weiter) ....aber in die klasse ging er nicht...erst um halb acht war er dann drin...

Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll mit ihm...es ist krass gesagt so, wenn man zu ihm nur "Guten Morgen" sagt kann es schon sein dass er total austickt!! Mein Mann ist ja den Tag über daheim und kann auch nicht mehr, er kommt nicht mehr klar mit ihm! Seine Hausaufgaben macht er in Mathe superschnell und ohne Probleme, auch Schreiben klappt....selbst wenn ihn die Lehrer erst aus der Schule haben wollten, er kann ja alles ohen problem....und ihn das alles nochmal machen lassen ?!

Ich weiß nicht wo wir hinkönnen mit ihm, was wir machen sollen oder was das sein könnte?! Die Kinderärztin findet nix auffällig, klar weil er bei ihr nie bockt, das geht halt immer so mal tage- mal stundenweise....

Habt ihr Erfahrungen mit sowas, oder Tipps, ich dreh bald durch;-(

VLG kismet

 
6 Antworten:

Re: Schulverweigerer...bin mit den Nerven am Ende ;-(

Antwort von RenateK am 17.01.2006, 11:33 Uhr

Hallo Kismet,
er ist im 1. Schuljahr, richtig? Hast Du ihn gefragt, warum er nicht hingehen will?
Du schreibst auch, dass er die Hausaufgaben gut und schnell fertig hat? Langweilt er sich vielleicht? Das war bei uns so, hatte nicht so extreme Folgen, aber unserer saß stundenlang in der Freiarbeit, ohne mehr als 5 Wörter zu schreiben, fing wieder an die Hose zu machen usw., weigerte sich die Hausaufgaben zu machen.
Bei uns wurde es etwas besser, nachdem wir mit der Lehrerin geklärt hatten, dass er in Mathe am Unterricht der um eins höheren Klasse teilnimmt (bei uns kein Problem wegen der jahrsgangsgemischten Klassen), ganz überspringen kann er nicht, weil das schreiben noch nicht so gut klappt.
Allzu viel geholfen hat es nicht, weil der Matheunterricht im 3. Schuljahr (er ist im 2. jetzt) ihn auch nicht sonderlich fordert , er geht nach wie vor sehr ungern in die Schule.
Du wirst auf jeden Fall mal ausführlich mit der Lehrerin reden müssen.
Wir waren im letzten Herbst beim schulpsychologischen Dienst, dort ist unser Sohn getestet worden, wobei sich herausstellte, dass er mathematisch/logisch sehr begabt ist. Die meinten dort, er müsse gefördert werden, ist aber in der Schule schwer hinzubekommen, was m. E. auch an der Lehrerin liegt. Zum Glück geht unser Sohn gern in den Hort, das gleich den Frust in der Schule etwas aus und er ist inzwischen so weit, dass er zu Hause eine Interessensgebiete hat und sich halt sagt, dass die Grundschulzeit nicht ewig dauert, im Moment geht es mal wieder ganz gut.
Gruß, Renate

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Re: Schulverweigerer...bin mit den Nerven am Ende ;-(

Antwort von Birgit67 am 17.01.2006, 11:51 Uhr

solcher Frust ist oft das Erscheinungsbild wenn bei den Kindern nicht alles so klappt wie sie es möchten. Mein Sohn ist eigentich ein ganz ganz ruhiges und normales Kind. Bei Schulanfang konnte er schon lesen schreiben rechnen etc- allerdings nicht schön schreiben und schon gar nicht so wie er es sollte. Da klaffte das Können mit dem Wissen weit auseinander. Wir hatten zu Hause nur Ärger - egal was ich machte es war alles falsch, er fing sogar an mit der Faus zu Drohen, nach 3 Monaten hatte ich genug und bin zur Lehrerin mit dem Ergebnis: In der Schule ist er ein Engel. Wir kamen dann auf das Problem mit dem Schreiben, sie meinte auch, wenn das Schreiben besser klappten würde würde sie eine empfehlung zum überspringen aussprechen dass er gleich mit der 2 Klasse weitermacht. Nur würde er im Momentanem stand nicht die Schreibschrift packen was man in der 2. Klasse hat.

Sie nahme einen Text durch: Niche jeder kann alles, und seither ist alles völlig normal, er hat eine sehr schöne Schrift jetzt in der 2. Klasse und er wird immer noch von beiden Lehrern in den Hauptfächern sehr gut gefördert um keine Langweile aufkommen zu lassen.

Sprich mit der Lehrerin, wie ist da sein verhalten mach unbedingt einen Termin, es kann nur helfen.

Gruss Birgit

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Re: Mit der Lehrerin...

Antwort von Kismet81 am 17.01.2006, 12:18 Uhr

haben wir schon gerdet...allerdings ist das bei uns etwas blöde da die eigentliche Klasslehrerin seit mehr als 3 Monaten krank ist und nur Ersatzlehrer da sind, Zwar recht junge, motivierte Lehrerinnen, aber eben nur als "ersatz"..

Die eigentliche Klasslehrerin meinte vor den Herbstferien man sollte ihn wieder ausschulen, was ich aber ablehnte nachdem ich im Elternbeirat erfahren habe das sie dies immer sagt und es noch auf 3 Kinder in der Klasse gesagt wurde, nur um die Klasse zu verkleinern und sich Ärger zu sparen (es sind nur 23 Kinder.

In der Schule ist er ein bissel chaotisch, verträumt, kann aber soweit alles, was ich natürlic auch an den Hausaufgaben merke..er hatte diese Woche fast 45 Tauschaufgaben auf, die hat er in nicht ganz 20 Minuten nicht nur gerechnet sondern auch ins Heft geschrieben. Er ist ja frühzeitig eingeschult worden und dafür finde ich das eigentlich schon eine tolle Leistung.

Er hat auch Spaß an den Hausaufgaben,auch beim schreiben, macht er alles gerne, nur morgens hingehen ist für ihn halt ätzend...es dauert ihm alles zulange meint er seit kurzem. Die Schule dauert ihm zulange (er hat von 8-11.15 oder12.15 nur einmal die Woche bis 13.00 Uhr) und war früher den ganzen Tag von 8-17 Uhr im Kiga...er weiß also was länger ist ;-)

Wir werden mit ihmn wohl auch mal den schulpsychologischen dienst aufsuchen, da ich bzw. meine Mutter bei ihm auch eher den Verdacht auf, nicht hochbegabt, das würde ich von meinem Kind nicht behaupten wollen, aber doch großes Interesse und vielleicht einen kleinen Vorsprung in Mathe und vielleicht logischem Denken denn sowas liegt ihm sehr...ihm ist halt generell auch immer langweilig, weiß´nicht so recht mit was er sich beschäftigen soll.. und so...

Naja wir werden wohl mal den Schulpsychologischen Dienst zu rate ziehen, was anderes bleibt woh nicht ;-)

VLG und danke euch

Kismet

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Re: Mit der Lehrerin...

Antwort von Birgit 2 am 17.01.2006, 21:12 Uhr

Hallo,
du schreibst das so negativ mit dem schulpsychologischen Dienst, ich finde die Idee super und wollte dir auch schon vorschlagen, eventuell die Erziehungsberatung aufzusuchen. Das ist doch keine Schande, sich professionelle Hilfe zu holen, sondern ein Schritt, den man einfach mal gehen muss, um wieder miteinander klar zu kommen.

LG
Birgit

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Re: Sohn sendet Signale aus...

Antwort von Bonniebee am 19.01.2006, 9:02 Uhr

Hallo Kismet,

man kennt Eure häusliche Situation zu wenig, um wirklich etwas dazu sagen zu können. Es gibt höchstens ein paar Tipps und auch Fragen, die Euch helfen könnten, die Ursache für sein Verhalten zu finden.

Es ist ja so, dass Kinder mit ihrem Verhalten deutlich zeigen, wie es um die Familie bestellt ist. Sie spiegeln die familiären Probleme gnadenlos wider. Dass Euer Sohn sich auffällig verhält, heißt, er möchte (unbewusst!) darauf hinweisen, dass mit der familiären Situation momentan etwas nicht stimmt und verbessert und verändert werden sollte. Er MACHT also keine Probleme, sondern er ZEIGT bestehende Probleme an.

Hier ein paar Fragen, die Dein Mann und Du Euch stellen könntet:

- Benutzt Dein Mann die Tatsache, dass er den ganzen Tag zu Hause ist, auch wirklich dazu, sehr viel mit seinen Kindern gemeinsam zu machen? Kocht er mit ihnen zusammen, betreut er zuverlässig und engagiert die Hausaufgaben, geht er täglich mit den Kids raus, fördert er ihre Hobbies? Oder hängt er viel vor der Glotze oder dem PC und ist eher passiv?

- Geht Christian täglich raus, hat er Hobbies, die ihm körperlich viel abverlangen, so dass er wirklich seinen Energie-Überschuss los wird? Oder sitzt er lieber vor seinen Computerspielen und vor dem Fernseher? Täglich mehr als eine halbe bis eine Stunde Glotze ODER PC machen Kinder aggressiv und unleidlich! Sehr viele Kinder würden innerhalb kurzer Zeit zu kooperativen und pflegeleichten Kindern, wenn die Eltern es schaffen würden, sie vom Bildschirm fernzuhalten!

- Bezieht Ihr Eure Kinder viel in Euer Leben ein? Dürfen sie also bei vielen Dingen mitentscheiden, übernehmen sie zuverlässig regelmäßige Aufgaben im Haushalt, in der Versorgung von Haustieren, Pflanzen, beim Einkauf etc.? Das ist wichtig, damit sie Verantwortung lernen und auch, dass gewisse Dinge einfach getan werden müssen, ob man dazu jetzt gerade Lust hat oder nicht.

- Macht Ihr als Familie viel gemeinsam? Also gemeinsame Wochenend-Aktionen, Ausflüge, Spieleabende, sitzt Ihr bei den Mahlzeiten gemeinsam am Tisch usw.?

- Macht doch mal jede Woche an einem festen Abend eine Familien-Konferenz. Dabei wird ein leckerer Kakao gekocht und man bespricht dann gemeinsam alles, was anliegt. Jedes Kind (und danach auch die Erwachsenen) darf dann reden, OHNE von anderen unterbrochen, berichtigt oder angegriffen zu werden. Jedes Kind darf sagen, was ihm in der vergangenen Woche nicht gefallen hat und was es ungerecht fand, und wie es sich die nächste Woche wünscht. Danach werden Aufgaben verteilt und die Woche grob durchgeplant. So eine Konferenz ist sehr heilsam, weil man dabei wirklich Aha-Erlebnisse hat und erfährt, was die Kinder beschäftigt.

Ihr werdet auf diese Weise sicher selbst merken, wo es bei Euch hakt. Euer Sohn signalisiert, dass sich etwas verändern muss. Wenn Ihr sein Signal ernst nehmt, ist es eine Riesenchance, weitere Probleme zu vermeiden und zu einem neuen, schöneren Familienleben zu finden!

Grüßle,

Bonnie-B

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Re: Schulverweigerer

Antwort von MamaMalZwei am 19.01.2006, 10:05 Uhr

Hallo Kismet, wie alt ist dein Sohn denn? Du schreibst, dass er frühzeitig eingeschult wurde. Gerade Jungs brauchen in ihrer ganzen Entwicklung länger als Mädchen, bis sie den Anforderungen der Schule gerecht werden. Das sehe ich immer bei unserer Tochter, dem was sie von den Jungs in ihrer Klasse erzählt und an dem, was unser Sohn so kann und macht. Oft klaffen gerade bei Jungs körperliche und seelische Entwicklung weit auseinander. Da jetzt unbedingt nach Problemen im häuslichen Bereich suchen zu wollen, kann was bringen, muss aber nicht. Selbst im Gymnasium meiner Tochter laufen vom Verhalten her noch Jungs rum, bei denen man sich fragt, was sie eigentlich dorthin verschlagen hat. Die hätten gut noch ein Jahr länger im Kindergarten verbringen können. Bei unserem Sohn ist das auch so, dass er morgens nicht aus den Federn kommt und ein Heidengeschrei anstimmt. Ich dachte immer, dass wir damit allein sind, bis ich heute morgen auf dem Schulweg die Nachbarin traf. Deren Tochter schrie und maulte, dass ich dachte, das kennst du doch irgendwoher... Die Anforderungen an die Kinder sind heute sehr hoch in der Schule. Wenn du Glück hast, weiß das auch der Lehrer. Eure Situation mit den Ersatzlehrern ist dann auch noch sehr unglücklich, er hat gar keinen Lehrer, von dem er weiß, dass der bleibt. Wenn dann zwischen Kind und Lehrer die Chemie nicht stimmt, ist es zusätzlich sehr schwer, in der Schule Tritt zu fassen. Ich kann dir eigentlich nur raten, an dem Problem zwar dranzubleiben, es aber gelassener zu sehen. Wenn Sohnemann brüllt, nicht mit Hörsturz und ähnlichem zu reagieren. Was nützt es euch beiden, wenn du krank wirst! Dann kann er sich auf keinen mehr verlassen. Bitte deinen Mann, bestimmte Aufgaben zu übernehmen. Und führe eine Liste ein, auf der du erwünschtes Verhalten notierst, das du dann mit Sternchen, Herzchen oder so am Ende der Woche belohnst. So haben wir das bei unserem Sohn auch gemacht und siehe da, es geht. LG

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