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Geschrieben von Agnetha am 19.06.2007, 10:16 Uhr

Nochmal zu Ansch... vom Lehrer

Hallo an die,

die mir zu meinem Beitrag vom Wochenende geschrieben hatten. Bei einer von euch stand, dass das Unrechtsempfinden von Kindern, gerade wenn sie gerade angepfiffen wurden, natürlich ausgeprägter ist. Die Formulierung war gut. Hat mir gefallen.

Der Lehrer hat mir am Sonntag sehr nett und ausführlich zurückgeschrieben. Ich hatte ihm ja gemailt, dass ich u. U. nicht die ganze Geschichte kenne und deswegen gerne auch seine Schilderung kennen würde. Das hat er getan und eben darauf hingewiesen, dass ja der Vertretungslehrer auch auf Kooperation angewiesen ist (hat auch eine von euch geschrieben) und es dann natürlich Mist ist, wenn die Kinder Schildchen mit falschen Namen vor sich zu stehen haben.

Meine Tochter geht mit 11 Jahren in die 5. Klasse des Gymnasiums. Ich hatte aber das Teenie-Forum übersehen und weil in Berlin der normale Schulwechsel auch erst nach der 6. Klasse stattfindet, habe ich deswegen das Forum Grundschule benutzt. Ich musste einfach an dem Tag noch einmal eine andere Meinung hierzu hören bzw. lesen.

Die Geschenke, von denen ich geschrieben hatte, hat natürlich nicht die Vertretungslehrerin verteilt, sondern das tut der Klassenlehrer und darauf bin ich in meiner Mail an ihn auch nicht eingegangen. Das ist mir dann doch irgendwie zu blöd.

Fakt ist, dass er sich, wie er mir schrieb, an dem Tag speziell meine Tochter und noch einen Jungen "vorgeknöpft" hat, nicht nur weil sie sich unter einem anderen Namen vorgestellt, sondern vor allem weil sie sich wohl sehr aufmüpfig und vorlaut in der Unterrichtsstunde verhalten hätten.

Ansonsten hat er am nächsten Tag (noch vor meiner Mail, die kam erst am Wochenende) mit allen Kindern der Klasse noch einmal darüber gesprochen.

Es war auch wohl nicht so, dass eine Schülerin ihm das gesteckt hat, sondern die Vertretungslehrerin hat gesagt, dass eine Schülerin Marie (die natürlich eben nicht Marie heißt) und ein Schüler Max (der auch in Wirklichkeit anders heißt) besonders dazwischen gequatscht hätten.

Ich sehe auch nicht das Problem, dass ich hier alle Kinder angeschmiert hätte. In meiner Mail an den Lehrer habe ich geschrieben, dass sich bei der Verwendung anderer Vornamen sehr viele Kinder beteiligt hätten, und das meines Wissens - was ja nicht stimmen muss - ihm das von einem Mädchen zugetragen worden sei, die sich selbst daran beteiligt habe.

Deswegen - eben weil ich ja nicht sicher war - ob ich wirklich alle Aspekte der Sache gehört hatte, wollte ich ja seine Sicht der Dinge erfahren. Ich stelle mich nicht hin und sage, der Karl, die Sabine, Clare und Michelle haben auch auch mitgemacht. Mir ging es nur darum, dass er nicht denkt, meine Tochter ist die einzige, die mal Unsinn ausheckt. Außerdem schien mir ihr Verhalten an diesem Tag, das geknickte Wesen usw. doch von einem wirklich heftigen Ansch... zu zeugen und es gefiel mir nicht, dass sie offenbar keine Gelegenheit hatte, sich zu rechtfertigen oder überhaupt etwas dazu zu sagen.

Generell betrachte ich die Sache jetzt als geklärt. Der Lehrer hatte am Schuljahresbeginn extra allen Eltern seine E-Mailadresse gegeben und dazu aufgefordert, sich an ihn zu wenden, wenn es Fragen, Probleme etc. gäbe. Ich denke, das war aus meiner Sicht jetzt der Fall und da ich ihn sonst nicht kurzfristig mal zu Gesicht bekomme, fand ich das jetzt gut mich so an ihn wenden zu können. Außerdem liegt mir das Schriftliche deutlich besser. Wenn ich dem gegenüber stehe, fühle ich mich selbst gleich wieder ganz klein. :-)

Mit meiner Tochter habe ich insofern noch einmal darüber gesprochen, dass erstens nicht das von ihr angegebene Mädchen die "Petze" war, zweitens sie sich in Zukunft manchmal etwas bremsen soll und drittens mir die Geschichten, die in der Schule vorfallen, so vollständig wie möglich erzählt.

Mehr kann man im Augenblick wohl nicht machen, denn das war ganz sicher nicht das letzte Mal, dass irgendwas passiert, was eventuell hinterher noch besprochen werden muss. Es stehen uns ja noch ein paar Schuljahre bevor.

Ich finde es auch insofern nicht schlecht, als dass der Lehrer so auch weiß, dass wir mit unserer Tochter über den Schulalltag reden und das hier nicht einfach alles unter den Tisch fällt. Das wäre doch sicher schlimmer.

Danke noch einmal für eure Mails. Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen.

Viele Grüße,

Agnetha

 
3 Antworten:

Vielen Dank für den Bericht

Antwort von Trini am 19.06.2007, 10:51 Uhr

Da hat sich ja viel geklärt.
Und - es ist halt immer gut, beide Seiten zu "hören" ehe man Partei ergreift.

Trini

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Re: Nochmal zu

Antwort von Pauline04 am 19.06.2007, 13:23 Uhr

Find ich positiv, wie es gelaufen ist.
Das Euch der Klassenlehrer die Mail-Addy gibt find ich super, gibts bei uns nicht. Mir würde es auch leichter fallen denn oftmals sind die Dinge nicht so brisant, das man sofort in der Schule stehen muss; das nervt die Lehrer sicher auch. Wir haben heute noch (3. Klasse) Mamis, die Töchterchen bis vor die Klassentür bringen und bei der Gelegenheit mal die Lehrerin in ein Gespräch verwickeln.

Via Mail lässt sich dochmal was klären und der Lehrer kann es lesen, wann ER
Zeit dazu hat. (Per Telefon ists auch immer blöd, find ich - man weiß nie ob man stört... geht mir ja auch so das ich zwar oft abnehme - aber eigentlich keine Zeit hab).
Egal, ich verquatsch mich grad.

Ist doch gut gelaufen....
Und später denkt deine Tochter sicher gern mal dran. Auch wenns die Lehrer geärgert hat - Mensch, es war ein "Streich"....

Sowas muss auch mal drin sein. Mit allen Konsequenzen :-))

LG
Pauline

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Agnetha, toll, dass ne Rückmeldung kommt

Antwort von alex001 am 19.06.2007, 16:54 Uhr

Und vielen Dank für die Blumen (wegen der Formulierung mit dem Unrechtsempfinden) (habs extra nachgesehen, ob ich das auch wirklich war, bevor ich mich zu weit aus dem Fenster lehne mit dem Danke schön).

Weisst du, ich hab das so aufgeschrieben, weil ich eben mit meinem zwöfjährigen auch schon erlebt habe, dass sich Dinge anders (und für mich nachvollziehbarer) darstellen, wenn man die Sicht eines anders oder gar nicht Betroffenen zu hören bekommt.

Ich finde es so wie es gelöst wurde genau richtig. Auch die Formulierung, die du dem Lehrer präsentiert hast, war 1a. Das war eine Einladung zu einem Austausch, während viele Eltern gerne: Was haben sie sich dabei denn gedacht? dem Lehrer entgegenschmeissen. Da würde ich mich auch anders verhalten, als wenn ich objektiv zur Auflösung des Problems hinzugebeten werde.

Ich kann mir nich vorstellen, dass hieraus irgendwelche nachteiligen Situationen für deine Tochter entstehen. Der Lehrer weiss nun auch, dass ihr zuHause über geschehenes redest und nicht vorschnell urteilst. Immer gut für ein gesundes Lehrer-Eltern-Verhältnis.

LG und schöne Ferien,

alex

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