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Geschrieben von meine_lieblinge am 30.06.2006, 15:58 Uhr

Der Kampf gegen die Unordnung

Hallo Ihr Lieben!
Wie geht es bei Euch so zu?
Also es ist zum Verrückt werden. Schon lange nervt es mich ganz schön, daß ich das einzige Familienmitglied bin, die für Ordnung sorgt.
Die Kinder sind jetzt 10 Jahre und von Ordnung halten weit entfernt. Manchmal habe ich es schon aufgegeben, dagegen anzukämpfen. Denn jedes Mal, wenn ich ein Zimmer verlasse, sieht es aus wie Bombe. Mein Mann stört es natürlich auch nicht. Er ist voll in der Lage, über alles hinwegzuschauen. Der Glückliche! Kommt mal plötzlich Besuch, oh weh. Heute z. B. Kommt der Schwiegervater und ich kreisel durch die Wohnung. Bei ihnen sieht es wie geleckt aus und meine Schwiegermutter legt viel wert, auf eine polierte Wohnung. Ich bin am verzweifeln. Mehrfach habe ich sie zum Zimmer aufräumen verdonnert. Alles muß man 10mal sagen und dann tut sich immer noch nichts.
Könnt Ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben oder habt Ihr eine Putzfrau?
LG Gabi

 
3 Antworten:

Re: Der Kampf gegen die Unordnung

Antwort von sechsfachmama am 30.06.2006, 18:17 Uhr

erstmal schwierig, wenn die Eltern nicht beide am gleichen Strang ziehen. Das merken die Kids und nutzen es voll aus.
also: als erstes! Eheabend machen und das Thema Ordnung, die Richtlinien und die Konsequenzen miteinander besprechen und festlegen.

Das ist ganz wichtig für die Kinder, ansonsten wird es nie klappen, auch wenn du dir dafür den A.. aufreißt. Sie wissen ja - Papa ist es wurscht, was Mama bloß dauernd hat?

Dann: wenn totales Chaos herrschen sollte - bevor das nicht beseitigt ist, gibts keine Freizeitaktivitäten, also Fernsehen, Computer, Freunde, Bad fahren usw. Es kann auch mal passieren, dass sich unser Großer dann aus Frust in sein Bett legt und liest - naja, dann gibts eben nicht eher essen ...

Mein Mann achtet zum Glück sehr auf Ordnung (bei uns sieht es lange nicht aus wie im Museum, ganz im Gegenteil ...), da sind wir uns einig.

Wenn ich Schuhe wild durcheinander finde, dann fliegen die im hohen Bogen vor den Schuhschrank und dann wird aufgeräumt.
Am Wochenende Papierkörbe rausbringen. Täglich die schmutzige Wäsche wegräumen (wenn sie das nicht machen, dann würd ich ihnen mal die Müffelsocken auf den Schreibplatz legen ...)

Es kann durchaus auch mal sein, dass mich die Wut packt. War vor ca. sechs Wochen so - im ganzen EG lag Zeug von den Kindern versteut und sie waren unerlaubter Weise zu Nachbarskindern ausgebüchst. Ich habe den Abendbrottisch wieder abgedeckt - es gab kein Essen mehr - und ich habe sämtliche Sachen von ihnen im hohen Bogen raus auf die Wiese geschmissen. Sie durften dann jeden Stift, Radiergummi, Klassenarbeit, Schuhe, Spielkarten von der Wiese sammeln.
Sowas hinterlässt Eindruck und bis jetzt ist dieser Zustand nicht wieder eingetreten.
Oder: wenn ich nach vielen Ermahnungen immer noch totales Chaos auf dem Schreibtisch finden sollte - dann räume ich den gesamten Schreibtisch ab und trage alles! nach draußen auf den Flur. Nun darf derjenige sein Zeug fein säuberlich wieder aufräumen. Und da er eh alles anfassen muss, wird er sich gut überlegen, ob er es wieder auf den Schreibtisch klatscht - das hätte zur Folge, dass es am nächsten Tag wieder vor der Tür läge ...
Genauso mit den Klamotten. Unser Großer hatte es nicht nötig, seine sauberen Sachen nach Sorte einzuräumen - Shirts, Schlüpfer, Schlafi-Oberteil alles bei den T-Shirts rein, Tür zu und fertig. Aber da hatte er falsch gerechnet - ich hab alles aus dem Schrank gekehrt, hab bissel beim Zusammenlegen der Shirts geholfen und den Rest durfte er alleine machen. Dann noch ein bissel Bügelarbeit als Strafe (d. h. Mutter hatte mehr Zeitaufwand, den musste er ersetzen) - sowas zieht.
Aber ihr müsst euch wirklich einig sein!!
Nicht immer klappt alles, man muss sich auch gut überlegen, was für Konsequenzen man androht - diese sollten immer im Bezug zum Vergehen stehen, ansonsten empfinden die Kinder das berechtigterweise als reine Willkür und Machtausübung der Eltern.
Also, z. B. nicht aufgeräumt, dann nicht sagen: naja, gibts zwei Tage Fernsehverbot - sondern: es tut mir leid, aber wenn du noch keine Zeit hattest, dein Zimmer (Schreibtisch ...) in Ordnung zu halten, dann kannst du auch kein Fernsehen gucken, die Ordnung geht vor (als Beispiel - es muss nicht unbedingt Fernsehen sein).

Bei uns ist samstags vormittags immer der Hausputz für alle dran - die Kinder haben max. 30 min Arbeit (jeder). Sie wissen - wenn der Hausputz nicht fertig ist, krieg ich kein Mittag. Naja, es gab auch schon erst um 14.30 Uhr Mittag für manches Kind ... aber so oft machen die das dann nicht.

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was vergessen

Antwort von sechsfachmama am 30.06.2006, 21:05 Uhr

hilfreich ist es auch, mit den Kindern drüber zu reden - ihnen zu verklickern, dass das ein Problem ist, was doch abgestellt werden sollte.
Dann einen Punkteplan machen (z. B. 50 Punkte - jeder Tag ein Punkt) und für jeden Tag, an dem es geklappt hat, gibt es einen Belohnungspunkt. Am Schluss dann eine Belohnung für denjenigen (Eisessen, Döner, Schwimmen gehen ....). Das motiviert die Kinder - egal zu welchem Problem oder Aufgabe man sie überzeugen will.

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Re: was vergessen

Antwort von meine_lieblinge am 30.06.2006, 23:08 Uhr

Ich finde Deine Vorgehensweise echt cool.
Da kann ich noch viel lernen.
Das sind doch so einige Tipps zum Ausprobieren.
LG Gabi

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