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Geschrieben von Henni am 27.01.2011, 20:00 Uhr

Beerdigungsfrage

Hallo

ich bräuchte mal euren Rat: ganz überraschend ist der Vater eines meiner Schüler gestorben. Ich kannte den Vater gar nciht, den Sohn habe cih aber seit 4 Jahren in meiner Klasse, die Mutter war 2 Jahre Elternsprecherin und ist total nett. Ich bin natürlich echt erschrocken und traurig, der SOhn war heute natürlich auch nciht in der Schule. Wie reagiert man da nun? Eine Beileidskarte? Zur Beerdigung gehen? Beides? Eine Karte auch von der Klasse? Sollten Schüler zur Beerdigung gehen? Und: sie war auch im Schulelternbeirat..sollte die Schule auch eine Karte schicken? Wir sind hier ein 5000 Einwohner Ort..aber wie gesagt: IHN hat man in der Schule nie gesehen,,sie war sehr aktiv...was meint ihr?

Mich gruselts so...der war nur 5-8 Jahre älter als ich...schrecklich...

LGH HEnni

 
23 Antworten:

Re: Beerdigungsfrage

Antwort von Juli2010 am 27.01.2011, 20:05 Uhr

Ich würde im Namen der Klasse und ihnen einen Karte schicken und im Namen der Schule bzw des Beirates.
Lg

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Re: Beerdigungsfrage

Antwort von Loeni am 27.01.2011, 20:25 Uhr

Hallo,

wenn ich Du wäre, würde ich zur Beerdigung gehen, weil Du ja die Frau recht gut kennst und der Junge in Deiner Klasse ist. Die Kinder würde ich eine Karte für den Jungen schreiben lassen. Zur Beerdigung sollten die Schüler nicht gehen finde ich.

Eine Beileidskarte dann von der Schule, bzw dem Elternbeirat.

LG
Loeni

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Re: Beerdigungsfrage

Antwort von Booki am 27.01.2011, 20:29 Uhr

Hallo,

im Prinzip ist es völlig egal, ob ihr den Mann kennt oder nicht- ihr kennt die Hinterbliebene und SIE ist jetzt ganz enorm wichtig. Von daher würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall zur Beerdigung gehen.

Von den Schülern würde ich nicht weiter "verlangen", aber von Seiten der Schule eine Karte übergeben.

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Re: Beerdigungsfrage

Antwort von Ceca2 am 27.01.2011, 20:44 Uhr

Ich würde auch zur Beerdigung gehen.

Ich denke, dass es auch deinem Schüler etwas bedeutet, wenn auch du kommst.

Lieben Gruss

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Re: Beerdigungsfrage

Antwort von perelin18 am 27.01.2011, 20:46 Uhr

Ich würde auch sagen, Karte(n) von Dir, Klasse + Schulleitung. Die Schüler würde ich nicht zur Beerdigung "schicken", vielleicht ist das für den Sohn ja zuviel, außer nat., sie entschließen sich selbst dazu (dann ist das aber Sache der Eltern), wenn Du da auftauchen würdest, fände ich das nicht schlecht.
Als bei uns im Kindergarten der Vater eines Kindes gestorben war, wurde außerdem gruppenübergreifend gesammelt, um der Familie/den Kindern eine Schwimmbadjahreskarte oder ähnliches zu kaufen (wurde aber erst einige Wochen nach der Beerdigung überreicht. Klingt vielleicht auf den ersten Blick eigenartig, aber der Gedanke war der, daß der "Rest" der Familie "trotzdem" Schönes machen soll, wenn das Leben weiter geht + natürlich, daß gezeigt wird, daß alle Anteil nehmen; als Geste fand ich das schön.)

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Mut!

Antwort von eumeline am 27.01.2011, 21:00 Uhr

Oh jeee...wir hatten im Sommer einen Todesfall in der Klasse meines Sohnes. Die Mutter seines Freundes ist verstorben.

Das ist in den Ferien passiert, der Vater hat uns persönlich informiert (wg. der Jungs eben). Er hat der Lehrerin ebenfalls eine Information zukommen lassen.

Wir haben das wie folgt geregelt:

1. Beileidskarte von Elternvertetern und Lehrerin (nicht von der gesamten Elternschaft. Wir haben das auch nicht großartig erzählt und angesprochen...)

2. Die Lehrerin hat sich Rat beim Familienpsychologen geholt (hier lag ein Sonderfall vor, die Familie wurde psychologisch betreut). Das Ergebnis war so, daß der Junge sich in der Schule "sicher" und "geborgen" fühlte. Dort war alles wie immer - in seiner Familie hingegen überhaupt nicht. Daher wollte die Lehrerin die Situation in der Schule nicht damit belasten, daß es auch dort nur um den Tod seiner Mutter geht. Es wurde "ganz normal" zur Tagesordnung übergegangen - was ich als Außenstehende doch gewöhnungsbedürftig fand. Aber für den Jungen war es wohl genau richtig so.

Zur Beerdigung ist die Lehrerin (und auch ich als Mutter des Freundes) nicht gegangen. Dafür kannten wir sie doch zu wenig. Allerdings hätte man auch hingehen können und einfach nur Präsenz zeigen und spontan entscheiden, ob man konduliert oder mehrere Worte verliert o.ä. Es tut mir eigentlich immer noch ein bißchen leid, nicht dagewesen zu sein.

Genau genommen war für den Vater wichtig (das sagte er mir auch später nochmal), daß man überhaupt Anteil gezeigt hat. Frag mal, wie sehr ich Angst vor dem Anruf dort hatte um zu erfahren, was überhaupt passiert ist....Ich habe nach zwei Stunden händeringender Suche nach den passenden Worten einfach den Hörer genommen und ihm dann auch gesagt, daß ich überhaupt nicht weiß, was ich sagen soll, aber ich wollte signalisieren, daß wir die Information erhalten haben und es mir sehr sehr leid tut. Wir haben gemeinsam geweint und es war wirklich nicht sooo schlimm...

Manchmal muss man den Kopf abschalten um das richtige zu tun...Nur Mut!

Übrigens: Du sagtest, daß er nie zu sehen war...Ich würde wohl nicht so einen riesigen Aufwand betreiben, jetzt sämtliche Register zu ziehen (also Beirat etc. würde ich außen vor lassen). An Deiner Stelle würde ich vorrangig als Lehrerin agieren und die restlichen "Ämter" zwar informieren aber nichts mehr initiieren. Das wäre vielleicht zuviel des Guten...Es geht ja eigentlich dann auch darum, IHR und dem Sohn Euer Mitgefühl auszudrücken.

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Re: wir haben

Antwort von Bengelengelmama am 27.01.2011, 21:21 Uhr

damals als mein Sohn gestorben ist, ein Blumenherz vom Kiga bekommen, das fanden wir schön, aber dass jemand bei der Beerdigung dabei ist hätten wir nicht gewollt....
Einen Kranz oder Gesteck mit Schleife reicht....

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ihr würdet hingehen?

Antwort von Bengelengelmama am 27.01.2011, 21:24 Uhr

woher wisst ihr dass die Familie das möchte? Oder entscheidet einfach ihr es einfach über ihren Kopf hinweg.....

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@Bengelmama

Antwort von Booki am 27.01.2011, 21:40 Uhr

Hallo,

ja, ich würde hingehen. Ich gehe davon aus, dass die Trauerfeier per Anzeige bekannt gegeben wird. Steht dort natürlich drin, dass im engsten Familienkreis Abschied genommen wird, dann bleibe ich selbstverständlich fern.

Mein Vater ist im vorigen Jahr (recht jung) gestorben. Meiner Mutter hat es schon gut getan, dass einige Menschen von ihm "Abschied" genommen haben....

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Re: wir haben

Antwort von Schreckschraube am 27.01.2011, 21:44 Uhr

Ich denke, wenn sie nicht so viele Leute dabei haben möchten, schreiben sie in die Traueranzeige, dass die Beerdigung im Familienkreis stattfindet.
Ich habe es beim Begräbnis meines Bruders sehr tröstlich empfunden, dass so viele Menschen da waren! Wir haben zusammen Tischtennis gespielt und es waren bestimmt 30 Tischtennisspieler da, das fand ich klasse.
Hier gab es letztes Jahr einen fiesen Verkehrsunfall, bei dem Geschwister unserer Schüler gestorben sind. Die Klassen der Geschwister sind komplett zur Beerdigung gegangen.

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Re: Beerdigungsfrage

Antwort von Carmar am 27.01.2011, 21:48 Uhr

Eine Beileidskarte?
Ja.

Zur Beerdigung gehen?
Meiner Meinung nach geht man sozusagen für die Hinterbliebenen zur Beerdigung. Da du die Frau kanntest, könntest du also zur Beerdigung gehen. Du solltst dich aber nicht dazu verpflichtet fühlen.

Eine Karte auch von der Klasse?
Ja, aber nicht von allen Kindern unterschrieben (und schon gar nicht bunt und "tanzend" wie auf einer Geburtstagskarte) sondern nur schlicht mit "Klasse xy der abc-Schule".

Sollten Schüler zur Beerdigung gehen?
Nein. (Es sein denn privat geregelt Freunde des Jungen).

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Re: Beerdigungsfrage

Antwort von desireekk am 27.01.2011, 22:27 Uhr

Hallo,

doch, ich finde schon, dass jeder der Klasse eine gemeinsame Beileidskarte unterscheiben sollte.

Insbesondere ist sie ja für den Buben aus der klasse.
Die Mädels sollten halt Herzchen statt i-Punkte etc. vermeiden und der Stifft muss ja nauch nicht gerade pink-Glitzer sein, etc.

Ichhabe keine Ahnung, ob et da etwas passendes Gibt: evtl. ein Buch über Trauer oder einer passenden Geschichten für den Buben?
Was hat denn die Klasse für Ideen?

MACHEN würde ich auf jeden Fall etwas.
NICHTS ist schlimmer als "nichts", weil man auch Unsicherheit nicht wusste was (exakt) passend wäre.

Das können hier auch die Klassenkameraden lernen.

Viele Grüße

Désirée

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Nichts ist schlimmer als Nichts!.

Antwort von Petra Sch. am 28.01.2011, 8:23 Uhr

Sehr treffend formuliert, das ist genau der Punkt.

LG Petra

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Re: ihr würdet hingehen?

Antwort von waschbaer am 28.01.2011, 8:32 Uhr

Letztes Jahr hat sich in der Klasse meiner Tochter der Vater ihrer Freundin erhängt .
Das Mädchen war 2 wochen nicht in der Schule .Und meine Tochter war auch fix und fertig ....
Es waren einige Eltern und Schulkameraden auf der Beerdigung . Meine Tochter auch mit 2 Freundinnen
ICh nicht kannte den Mann nicht und habe noch jüngere Kinder zuhause.

Ehrlich meine Tochter wäre lieber zuhause geblieben hat sie mir danach gesagt ,.

ICh habe meine Tochter nur gelassen weil sie es wollte und sie so damit abschliessen konnte

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Re: Beerdigungsfrage

Antwort von IngeA am 28.01.2011, 8:42 Uhr

Hallo,

ich würde zur Beerdigung gehen und es wär auch ganz wichtig, dass die Schüler auf die Beerdigung gehen. Wie verloren muss sich der Junge in seinem Schmerz unter lauter Erwachsenen fühlen, wenn kein Gleichaltriger Anteil nimmt?

LG Inge

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Re: Beerdigungsfrage

Antwort von AllesOK am 28.01.2011, 9:55 Uhr

Ich würd auch sagen eine Beileidskarte von der ganzen Klasse unterschrieben.

LG

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Re: Beerdigungsfrage

Antwort von crisgon am 28.01.2011, 12:34 Uhr

Bei uns ist letztes Jahr die Mutter eines Kindes unserer Schule verstorben. Die Klassenlehrerin des Kindes sowie die Schuldirektorin sind zur Beerdigung gegangen. Und auch die Vorsitzende der Schulpflegschaft, quasi als Repräsentantin der Eltern. Es waren auch ein paar Kinder und andere Eltern da, aber nur weil sie privat mit der Famlie befreundet waren. Eine Karte wurde geschickt, die wurde vom gesamten Kollegium unterschrieben.
LG

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Re: Beerdigungsfrage

Antwort von paul+rike am 28.01.2011, 13:08 Uhr

es ist vor ein par jahre sowas Ähnliches in der Klasse meines Vaters geschehn. die ganze Klasse hat darüber gesprochen, und dann haben sie sich dafür entschieden zur Beerdigung zu gehn, um ihren Freund zu unterstürtzen. sie haben alle zusammen mit meinem Vater eine Beileidskarte geschrieben und Geld gesammelt, dazu gelegt
es ist aber eine sehr sehr komische und schreckliche Situation
viel Mut an euch Allen

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Hab´s heute angesprochen

Antwort von Henni am 28.01.2011, 13:51 Uhr

Hallo und danke!
ich hab glaube ich vergessen, dass cih eine Abschlussklasse habe, also 15/ 16 jährigen. In der regel werden hier wirklich die Beerdigungen groß inseriert und man geht auch natürlich dann hin. Ich habe die Mitschüler gefragt, sie waren echr alle sehr betroffen und vernünftigt. Es gehen die hin, die es möchten und ich gehe mit ihnen hin bzw. biete ihnen an, dass sie sich mit mir dort treffen können. Ich werde eine trauerkarte von mir und der Klasse schreiben ohne alle Unterschriften. Die Schule besorgt auch etwas.

Nun warten wir nur noch auf den Termin...gruselig das alles....

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Re: Hab´s heute angesprochen

Antwort von paul+rike am 28.01.2011, 14:07 Uhr

mein Vater war in Collège tätig also bis zum 9. Klasse, ich denke, ungefähr so alt wie deine in dem Fall.
eure Entscheidung ist vernünftig finde ich.
an euch Allen viel Kraft

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Ich finde die Entscheidung gut...

Antwort von Nathalie B. am 28.01.2011, 21:00 Uhr

...es hat einen ähnlichen Vorfall vor langer in meiner Schule (ich war noch Schülerin). und da sind schon die Kinder der betroffenen Klasse zur Beerdigung gegangen, die es wollten.

Und wenn die Mutti so engagiert an Eure CShule ist/war, ist es auch fast normal, dass man ihr in dieser Stunde besonders Mitgefühl und Anteilnahme. Also finde ich es gut, dass die Schule da etwas macht.

Ich wünsche Euch Kraft für diese Zeit.
VG

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Was möchte die Familie????

Antwort von TinaDA35 am 28.01.2011, 21:20 Uhr

Karte ja
Trauerfeier ja
Beerdigung/Beisetzung nur, wenn die Familie nichts in die Todesanzeige geschrieben haben und nur wenn ich die Familie näher kennen würde.

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genauso ist sehe ich das auch TinaDA35

Antwort von Bengelengelmama am 29.01.2011, 12:32 Uhr

und ich gehe noch weiter und sage auf einer Beerdigung haben nur Leute was zu suchen, die den Verstorbenen und die Fam. gekannt haben!
Traurig dass die Fam. in den seltensten Fällen gefragt werden...

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