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Geschrieben von Bonnie am 19.03.2011, 11:24 Uhr

Als Mutter ist man manchmal aber auch nicht objektiv...

Hallo,

naja, als Mutter ist man natürlich auch nie besonders objektiv, sondern sieht den Fehler gern bei der Lehrerin oder den Mitschülern (geht mir auch manchmal so, das ist normal). Die meisten Mütter halten immer zu ihrem eigenen Kind, egal was passiert ist. Das ist einerseits gut und richtig. Andererseits will man manchmal vielleicht als Mutter nicht wahrhaben, dass nicht immer andere Leute Schuld sind oder lügen, wenn das eigene Kind etwas ausgefressen hat.

Ich glaube eigentlich nicht, dass die Lehrerin etwas gegen Deinen Sohn hat. Vielleicht benimmt er sich aber nicht immer so, wie Du glaubst, Du bist ja nicht dabei. Und was er erzählt, ist natürlich etwas einseitig. Jedes Kind erzählt die Dinge so, dass es selbst möglichst gut dabei wegkommt - und natürlich an allem völlig unschuldig ist. Oft leben wir Erwachsenen das ja sogar vor: auch wir suchen die Schuld immer viel lieber bei den Anderen, bei dem Umständen usw. - als bei uns selbst.

Die Wahrheit liegt vielleicht irgendwo in der Mitte: Dein Sohn benimmt sich nicht wirklich immer großartig, und die Lehrerin hat sich schon so oft darüber geärgert, dass sie ihn jetzt vielleicht tatsächlich auch manchmal falsch verdächtigt. Ich fände es trotzdem wichtig, dass Du Deinen Sohn nicht darin unterstützt, die Verantwortung für sein Verhalten abzuwälzen. Das wäre eine fatale Botschaft für sein weiteres Leben. Sondern ihm sagst, dass - wer sich gut benimmt - auch nicht so schnell in Verdacht gerät, etwas ausgefressen zu haben.

Was die Zeugnisnote angeht: Wenn er trotz einer Eins und einer Zwei eine Drei auf dem Zeugnis bekommen hat, dann war vielleicht die mündliche Mitarbeit sehr schwach - und die zählt ja heute fast die Hälfte. Die Zeugnisnoten vergibt die Lehrerin ja außerdem nicht allein, sondern sie werden auch in der Zeugniskonferenz nochmal besprochen. Ein absichtlicher Betrug von Seiten der Lehrerin ist hier kaum möglich, sie kann die Note sicher begründen.

Wie gesagt, ich will nicht allein die Partei der Lehrerin ergreifen, dies wäre sicher auch nicht gerecht. Und bestimmt machen auch Lehrerinnen manchmal Fehler. Ich glaube aber, Du solltest Deinem Sohn vermitteln, dass es zu einem großen Teil von ihm selbst abhängt, wie die Lehrerin ihn wahrnimmt. An seinem Sozialverhalten muss er vielleicht doch noch etwas arbeiten, und dazu solltest Du ihn ermutigen, gell.

LG

 
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