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Geschrieben von Sonnenblume20 am 15.09.2020, 10:20 Uhr

8-Jähriger steht manchmal neben sich

Ja, ganz genau, Cube, das ist genau mein Dilemma!

Vielen Dank, Jorinde, für deine Tipps! Das mit der Trennung ist bei uns eher "untypisch" verlaufen. Es gab eigentlich keinen Streit, wir haben uns auseinander, bzw. nebeneinanderher gelebt und die Entscheidung auszuziehen, fand mein Großer von Anfang an super, zumal sein Vater um die Ecke wohnt und er jederzeit hin kann. Wir sind auch oft zusammen dort. Sicher spürte unser Sohn schon länger, dass da keine Liebe mehr ist zwischen seinen Eltern, aber gegenseitige Achtung und Anstand wurde von uns beiden immer sehr hochgehalten.

Das mit dem Gefühle spiegeln werde ich ab sofort noch bewusster machen! Abends über den Tag reden, das machen wir schon seit Langem, er fordert das auch ein. Jeder beantwortet drei Fragen: 1. Was hat dich heute belastet?, 2. Wofür bist du dankbar?, 3. Was wünschst du dir? Er erzählt auch eigentlich gern über seine Erlebnisse, er liebt auch Gesprächskreise/ Morgenkreis in Schule und Hort und hat keine Probleme vor der Klasse zu reden.

Ich habe vor Kurzem zwei Bücher von dem Kinder- und Gesellschaftspsychologen Michael Winterhoff gelesen. Kennt ihr den?
Da fand ich vieles sehr einleuchtend, gerade weil es bei ihm nicht um ERziehung geht, sondern um die BEziehung zwischen Eltern und Kind. Er plädiert z.B. für ein abgegrenztes, in sich ruhendes erwachsenes Gegenüber (ich interpretiere das so, dass man ruhig bleibt, sich nicht provozieren lässt, nicht mit Strafen droht und das alles auch nicht persönlich nimmt, sich also nicht angegriffen fühlt). Dieses sieht er als Voraussetzung für ein intuitives Handeln (also angemessenes Eingehen auf das Verhalten des Kindes, intuitiv spüren was es gerade braucht...?). Außerdem betont er wie wichtig es für die kindliche Entwicklung ist, es von den "Problemen der Erwachsenenwelt" abzuschirmen oder z.B. ständig Entscheidungen von ihm abzuverlangen, die es überfordern!

Das mit der eignen Abgrenzung finde ich logisch und wenn man es ein bisschen übt, entlastet es auch irgendwie. (Winterhoff sagt sogar, das mit dem in der Pädagogik ständig diskutierten "Grenzen setzen" für Kinder sei hinfällig, in einer gesunden Beziehung zu einem in sich ruhenden, abgegrenzten Erwachsenen würde das Kind diese Grenzen ganz von selbst zu spüren bekommen).

Das Ganze hilft mir aber nicht bei der Frage, wie viel ich trotz allem von ihm EINFORDERN darf/soll/kann!? Wie Cube schon sagte, Kinder müssen ja trotzdem lernen, ihre Unlust zu überwinden und auch eine gewisse Frustrationstoleranz! Soll ich dann nachgeben und es sein lassen, wenn er Frust schiebt, oder doch noch fordern, dass er das Verlangte beendet (z.B. wenigstens 1 Aufgabe, oder das Lied noch 1x durchspielen)??

Mein Sohn kann z.B. auch nicht verlieren und rastet dann oft komplett aus und sagt "das ist ungerecht!", obwohl er doch kognitiv bereits versteht, wie ein einfaches Regelspiel wie Mensch-ärgere-dich-nicht funktioniert! Was mache ich dann? Einfach nur sagen "ja, ich kann verstehen, dass du wütend bist. Jeder möchte gern gewinnen...", also doch irgendwie trösten?? Oder auch mein Gefühl benennen und sagen, dass es mich stört, dass er sich jedes Mal so aufregt und MIR das dann auch keinen Spaß mehr macht!?

 
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