Eisenmangel - macht Kinder müde und infektanfällig

Eisenmangel - macht Kinder müde und infektanfällig

Im Winter jagt bei Kindern oft ein Infekt den anderen. Das ist zwar lästig aber völlig normal. Wenn Ihr Kind aber ständig krank ist und dazu noch auffallend blass und müde, wenn es keinen Antrieb hat, noch nicht mal Lust zum Spielen, oder sich in der Schule schlecht konzentrieren kann, dann sollten Sie hellhörig werden. Eventuell handelt es sich um einen Eisenmangel.

Eisen gehört zu den wichtigsten Spurenelementen in unserem Körper und wird sowohl für die Energiegewinnung wie auch für die Abwehrkräfte benötigt. Einen gewissen Mangel kann der Körper vorübergehend ausgleichen. Fehlt es aber zu weit, dann macht sich das ziemlich deutlich bemerkbar.

Eisen - wichtig für die Energieversorgung

Eisen ist der zentrale Baustein des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Es hat die Aufgabe, den Sauerstoff im Blut an sich zu binden und zu den Körperzellen weiter zu transportieren. Alle Körperzellen - genauer gesagt die Mitochondrien, die "Kraftwerke" der Zellen, - benötigen für ihre Arbeit Sauerstoff. Mangelt es an Eisen, mangelt es an Energie, die für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, aber auch für die Immunabwehr und das Wachstum benötigt wird. Deshalb hat Eisenmangel auch so weitreichende Folgen.

So erkennen Sie einen Eisenmangel

Weil Sauerstoff und damit eben Eisen für so viele Körperfunktionen unverzichtbar ist, macht sich ein Mangel auf sehr unterschiedliche Weise bemerkbar. Häufige Anzeichen sind Antriebs- und Energielosigkeit und bei größeren Kindern Lern- und Konzentrationsprobleme. Die Kinder sind oft schon morgens müde und lustlos, klagen über Kopfschmerzen oder haben keinen Appetit. Sie neigen zu häufigen und immer wiederkehrenden Infekten. Äußerliche Anzeichen können eine blasse Gesichtsfarbe, spröde und trockene Haut, eingerissene Mundwinkel, stumpfe Haare und brüchige Fingernägel sein.

Wie kommt es zu Eisenmangel bei Kindern?

Kinder haben oft recht einseitige Vorlieben und manche würden sich am liebsten nur von Pizza, Pasta und Weißbrot ernähren. Insbesondere wenn ein Kind überhaupt kein Fleisch oder Gemüse mag, kann das auf Dauer zu Mangelerscheinungen führen. Eisen steckt zwar in vielen Lebensmitteln, am besten verwertet der Körper aber das Eisen aus tierischen Produkten. Deshalb sind kleine Vegetarier, die kein Fleisch essen oder keines mögen, am ehesten betroffen. Aber auch wenn Kinder gerade einen ordentlichen Wachstumsschub durchmachen, verbrauchen sie viel Eisen und es kann zur vorübergehenden Mangelversorgung kommen. Dann sollten Sie gezielt darauf achten, dass die Eisenvorräte wieder gefüllt werden.

Wie gleicht man einen Eisenmangel aus?

  • Einen leichten Eisenmangel können Sie bei Ihrem Kind sehr gut über die Ernährung ausgleichen. Gute Eisenlieferanten sind Fleisch und Wurst und hier vor allem Innereien wie Leber oder Leberwurst. Außerdem Vollkornprodukte, grünes Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse.
  • Der Körper kann Eisen deutlich besser verwerten, wenn es gemeinsam mit Vitamin C aufgenommen wird. Am einfachsten geht das, wenn Sie Ihrem Kind zu einer eisenreichen Mahlzeit ein Glas Orangensaft oder naturtrüben Apfelsaft geben oder ins Vollkornmüsli ein paar Stücke Obst mischen. Alternativ können Sie auch ein vitamin-C-reiches Gemüse wie Brokkoli oder Paprika als Beilage servieren oder das Fleisch mit einem Spritzer Zitrone würzen.
  • Es gibt Speisen, die die Eisenaufnahme im Körper behindern können. Dazu gehört unter anderem Milch aufgrund des hohen Calcium-Gehalts. Grundsätzlich ist Calcium und deshalb auch Milch in gewissen Mengen für Ihr Kind zwar wichtig, sollte aber außer dem Becher Milch oder dem Müsli zum Frühstück nicht als Getränk zu den Mahlzeiten gegeben werden.

Wie es um die Eisenreserven Ihres Kindes steht, kann der Kinderarzt mit einem Bluttest nachweisen. Einen starken Eisenmangel kann man über die Nahrungsaufnahme allein nicht mehr ausgleichen. In diesem Fall wird der Arzt Ihrem Kind ein spezielles Eisenpräparat verschreiben, das die Speicher gezielt und rasch wieder auffüllt.

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