Gemeinsames Basteln fördert Motorik, Kreativität und Ausdauer

Gemeinsames Basteln fördert Motorik, Kreativität und Ausdauer

Basteln - für einige Eltern ein rotes Tuch. Fürchten sie doch die eingetretene Knete im Teppich, die Fingerfarben an den Wänden und Kleber in den Haaren. Doch mit guter Vorbereitung ist Basteln ohne Nebenwirkungen möglich. Und es wäre schön, wenn Sie sich dazu entschließen könnten, denn Basteln fördert Kinder auf verschiedenen Ebenen!

Die Grundlage für eine saubere und ordentliche Schrift beispielsweise ist eine gute feinmotorische Entwicklung. Diese beginnt bereits im Babyalter, wenn das Kind den so genannten Pinzettengriff lernt. Mit der Zeit und vor allem mit viel Übung kann es seine Hand und seine Finger immer gezielter einsetzen und selbst knifflige Aufgaben wie Ausschneiden, Einfädeln, Zusammenstecken oder Auf- und Zuschrauben bewältigen. Werden solche Tätigkeiten selten geübt, fehlen später wichtige Fähigkeiten. Fingerspiele sind ebenso wichtig, wie Teig mit den Händen kneten, basteln, schneiden, falten und sortieren.

Verwenden Sie, was gerade da ist!

Neben der (Fein)Motorik werden auch Ausdauer, Kreativität und kommunikative Fähigkeiten geschult. Prinzipiell eignet sich zum Basteln alles, was für das Kind nicht gefährlich ist, also etwa scharfkantig, giftig oder leicht zerbrechlich. Das können Alltagsgegenstände wie Verpackungen, Wäscheklammern oder Korken sein, aber auch Naturmaterialien wie Steine, Blätter, Schneckenhäuser oder Moos. In Kaufhäusern oder speziellen Geschäften finden Sie eine beinahe unüberschaubare Anzahl an Bastelmaterialien: spezielle Papiere, Filz, Moosgummi, Knetmassen, Perlen aus Glas, Holz oder Kunststoff usw.

Das Fühlen unterschiedlicher Materialien regt die Kreativität an und fördert die Entwicklung des Gehirns. Eine einfache Möglichkeit mit Kindern zu basteln, ist z.B. Malen mit Murmeln. In Deck- oder Acrylfarbe getunkte Murmeln werden über Papier oder eine Leinwand gerollt, so dass ein farbenfrohes Linienwirrwarr entsteht. Das macht auch Kindern Spaß, die sonst wenig Freude am Malen haben. Wird das Bild dann auch noch in der Wohnung aufgehängt, sorgt das für Stolz. Komplexere Basteleien wie Origami oder Laubsägearbeiten sind für ältere Kinder geeignet, deren Motorik schon weit genug entwickelt ist und die über genug Geduld verfügen.

Gute Vorbereitung ist Alles

Um das Basteln auch für Sie entspannt zu gestalten, sollten Sie allerdings einige Vorbereitungen treffen. Suchen Sie sich einen geeigneten Platz und "sichern" Sie umliegende Bereiche oder Böden mit Plastikfolie oder Zeitungen. Die Kinder ziehen am besten alte Kleidung an oder eine Schürze, die ruhig Farbe und Klebstoff abbekommen darf. Stellen Sie alle Utensilien bereit, damit Sie nicht mittendrin mit farbigen Fingern die Schere aus der Küchenschublade kramen müssen.

Im Anschluss wird natürlich auch gemeinsam aufgeräumt - das müssen Kinder ebenfalls lernen. Eine Motivation dafür könnte sein, dass es auf dem aufgeräumten Tisch bei Kerzenschein dann Kakao, Lebkuchen und Mandarinen geben wird.

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