Die Geburt Die Geburt
Geschrieben von SunshineMummy am 07.07.2017, 10:56 Uhrzurück

Panische Angst vor der Geburt

Hey, noch-Schwangere und schon-Mummys :)


das Thema ist ja so was von eingefahren und häufig vertreten, aber ich muss es trotzdem loswerden, weil es meistens jemanden gibt, der einem mit seinen Erfahrungen auf dem Gebiet die Angst nehmen kann :/

Ich bin heute bei 38+3 und habe ein etwas schweres Kind laut FÄ, geschätzt wird sie auf 3600g aktuell und soll, falls nicht eher kommt, an die 4 kg kommen. Laut der FÄ ist es ein Normalgewicht, mir traut sie es aber nicht zu und würde am ET auf jeden Fall einleiten lassen.
Ich muss dazu sagen, dass ich von Natur aus ein etwas breiteres Becken habe und so auch nicht ganz zierlich bin. Ich bin 173 cm und habe vor der SS 70kg gewogen, also würde ich auf den ersten Blick kein Problem darin sehen.

Leider bin ich sehr empfindlich untenrum, sodass das Abtasten oder andere vaginale Untersuchungen mir ziemliche Schmerzen bereiten. Ich bin keinesfalls überempfindlich oder nicht in der Lage mich zusammenzureißen für die Geburt, aber ich habe so eine Angst davor stark zu reißen :/ oder geschnitten werden zu müssen.
Man liest teilweise so schlimme Geschichten und Frauen berichten von psychischen und körperlichen Traumen, die sich so grausam anhören.

Ich meine, verhindern kann ich es eh nicht, wenn es dazu kommt, aber ist es wirklich so häufig vertreten?

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht und wie lange verheilte es bei euch?

 
Beitrag beantworten
Zurück ins Forum
*23 Antworten:

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von Ira86 am 07.07.2017, 11:59 Uhr

Liebe Sunshine-Mummi,

ich hoffe dir etwas Angst nehmen zu können. Bin selbst eher klein und zierlich ( 1,62m und 54kg, schmales Becken) und ebenfalls sehr empfindlich im Intimbereich. Selbst den Abstrich zur Krebsvorsorge beim FA empfinde ich als schmerzhaft. Als ich mit meinem 2. Kind ins KH zur Einleitung bin, hat mich eine Hebamme vaginal untersucht. Dies empfand ich als so schmerzhaft, dass sie nur meinte: "Sie arme Puppe!"
Doch als mein Sohn dann geboren war, dachte ich: " war ja gar nicht so schlimm!"
Jede Frau und jede Geburt ist nunmal anders. Genauso das Empfinden von Wehen. Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich die Eröffnungswehen als ziemlich schmerzhaft wahrgenommen habe. Andere haben da stärkere Rückenschmerzen und empfinden diesen Abschnitt der Geburt als nicht sooo schlimm. Für mich waren die Presswehen viel besser zu ertragen. Natürlich war das Herauspressen des Kindes nicht angenehm, aber so schlimm auch nicht. Da ist es ja auch fast geschafft.

Wichtig ist, dass du versuchst da möglichst gelassen rein zu gehen. Eine Geburt ist nun mal etwas sehr natürliches und der Körper weiß, was er tut. Jede Wehe bringt dich deinem Kind näher. Wenn eine hinter dir liegt, entspanne dich so gut du kannst.

Wegen dem Gewicht würde ich mir gar nicht sooo große Sorgen machen. Die entscheidende Größe ist der Umfang des Köpfchens. Wenn das geschafft ist, ist das etwas mehr Babyspeck auch kein Problem

Bin bei beiden Geburten ein wenig gerissen, was auch genäht wurde. Das hat die erste Zeit schon weh getan, aber der Hormonrausch nach der Geburt und beim Stillen hilft ungemein!

Alles Gute für die Geburt! Glaube an die Fähigkeitrn deines Körpers!

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von SunshineMummy am 07.07.2017, 12:09 Uhr

Hey!

Vielen lieben Dank für deine Antwort!
Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass jemand der so empfindlich ist wie ich die Geburt nicht so schlimm empfand, wie man es sich dann vorstellt :)
Ich sage mir auch immer "hat bis jetzt jede geschafft, keiner ist dort drin geblieben :)", aber die Nervosität ist natürlich immer da.

Vielen lieben Dank und dir auch alles Gute!
LG

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von danarama am 07.07.2017, 13:36 Uhr

Hallo!
Noch ergänzend als Tip:dammmassage,himmbeerblätter,heublumen...beugen geburtsverletzungen vor oder lassen Sie geringer ausfallen!
....entscheidend ist eine gute Versorgung danach,dann hast hinterher keine Probleme!....
Alles gute für die Geburt!
Lg 38+5

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von Bubenmama1417 am 07.07.2017, 14:10 Uhr

Die Gewichtsschätzung halte ich ja für Kaffeesatzleserei. Mein erster Sohn war angeblich RIESIG.... Mein zweiter angeblich SEHR ZART.... und beide wogen dann ca. 3400 g.

Ich bin bei beiden Geburten gerissen (bei der ersten auch ziemlich stark) und musste genäht werden. Selbstverständlich hatte ich auch danach noch eine Weile Schmerzen z.b. Beim längeren Sitzen, aber es ist beide Male vollständig verheilt.

Vertrau darauf, dass du das schaffen kannst!

Alles Gute!

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von Ottilie2 am 07.07.2017, 18:01 Uhr

Ich hatte auch solche Panik. Und zwar vor meiner 3. Entbindung. Kind wurde groß geschätzt und die ganze Schwangerschaft war einfach nur zum Kotzen (sorry). Und einen Mann hatte ich auch nicht.
Und dann... war es das wunderbarste Erlebnis, das ich je hatte. Bin nur noch nicht dazu gekommen, den Geburtsbericht hier rein zu stellen.
Ich kann dir folgende Tipps ans Herz legen: Himbeerblättertee, geburtsvorbereitende Akupunktur, Dammmassage, Heublumendampfsitzbad.
Und: Ruhe im Kreißsaal! Jegliche Hektik, viel Personal, helles Licht vermeiden, geduldig sein, es dauert wie es dauert.
Und dass deine Ärztin "dir die Geburt nicht zutraut"... was soll das denn sein?!? Sowas entmutigendes! Das kann die doch gar nicht beurteilen. Das so einfach mal daherzusagen, finde ich völlig daneben. Die Gewichtsschätzungen sind immer so unzuverlässig - meine Kinder wurden immer falsch geschätzt (einmal größer, einmal kleiner). Und bedenke: Ein kräftiges Baby kann vielleicht auch besser "mitarbeiten". Ich glaube nach 3 Geburten, dass es viel damit zu tun hat, wie sich das Kind ins Becken wurschtelt. Und das kann vorher keiner sagen. Die Angst ist kontraproduktiv, denn Stresshormone wirken wehenhemmend.
Aber zum Trost: Ich war ja auch voller Angst und dachte, es wird schrecklich. Mit dem Blasensprung zu Hause war ich plötzlich ein anderer Mensch, vollkommen ruhig. Keine Spur Panik. Ich war absolut konzentriert und die Angst war weg.

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von ginger1987 am 07.07.2017, 19:59 Uhr

Hallo, mag auch mal meinen Senf dazu geben. ;-)
Vor meiner 1. SS damals hatte ich eine konisation und bin vor schmerz fast umgekippt.auch abtasten und Abstriche empfinde ich als mega unangenehm und schmerzhaft.bin also ein echtes sensibelchen.außerdem hab ich trotz Übergewicht ein schmales Becken.
Der große wurde damals auf 3900 gr geschätzt und hatte grenzwertig wenig fruchtwasser wieso ich am Termin eingeleitet wurde.
Ich hatte erst wie so Regel schmerzen. Die dann in den rücken strahlten.das ging noch gut abzuhalten.
Die presswehen empfand ich auch als Wohltat.
Ich hatte halt ein paar Probleme den kopf herauszupressen.da hat die Ärztin mit auf den bauch drücken nachgeholfen.auch das empfand ich nicht als schlimm.
Obwohl der kopf 36 cm hatte bin ich nicht gerissen. Ich hatte am nächsten Tag lediglich wahnsinnig muskelkater am poloch.
Gewogen hat er dann 3660 gr auf 54 cm. Also lang und relativ schlank.
Worte der Hebamme am nächsten Tag. Ihnen sieht man ja gar nicht an das sie vor 24 h entbunden haben. Fühlte mich auch echt fit.

Nummer 2 wurde auf nur 3700 gr geschätzt. Da ich wegen ischias schmerzen kaum noch laufen konnte , wurde auf mein drängen hin bei et +4 eingeleitet. Schlussendlich kam er dann 41+0 mit stolzen 4134 gr auf 53 cm und 36,5 cm kopfumfang.
Auch da hatte ich keinerlei Verletzungen. Und das trotz der kompakten Maße.

Du siehst also. Versuch dich nicht verrückt zu machen. Und dieses ganze ausgemesse ist zum großen Teil mumpitz.und auch große Kinder können durch schmale Becken.

Ich hatte dammöl nur draufgeschmiert, da ich die Massage wahnsinnig unangenehm fand.ich habe aber himbeerblättertee getrunken. Vielleicht hat das auch bissel geholfen um geburtsVerletzungen vorzubeugen.

Sei positiv. Trau es dir und deinem Kind zu.ihr schafft den gemeinsamen weg.

LG und alles gute

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von samoe am 08.07.2017, 10:06 Uhr

Die Aussage von deiner Ärztin ist ja mehr als kontraproduktiv.

Ich denke, es ist normal, dass man Angst vor der Geburt hat. Man weiß ja nie, wie sie wird, selbst wenn man schon Kinder bekommen hat.
Sobald du Wehen hast, wirst du dich da gar nicht mehr drauf konzentrieren können und dein Körper wuppt das schon!
Außerdem gibt es im KH doch immer Hilfe, falls etwas nicht ganz rund läuft.

Die Gewichtsangaben sind meist sehr schwammig. Da würde ich gar nix drauf geben.

Du schaffst das schon!

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von Hubbeldubbel am 08.07.2017, 11:02 Uhr

Unser Sternenguckerbaby steckte sehr lange fest (ca 4 1/2 Stunden), dennoch haben wir viel gelacht und es war keineswegs dramatisch. Dadurch das der Kopf so eine ungünstige Position hatte, wurde geschnitten und die OÄ drückte dann von oben. Ein kurzer Moment den man vergisst. Alles halb so wild.

Ich habe an sich eine sehr schlechte Wundheilung aber das ging ganz prima und ruck zuck :-) Keinerlei Probleme hinterher.

Bzgl. Gewicht ubd Größe kann man auch einen Wahrsager fragen, der hat keine schlechtere Trefferquote :-D

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von Krümelratte am 08.07.2017, 23:13 Uhr

Ich ergänze nur etwas kleines, da hier schon Viel wichtiges kam. In meinem Geburtsvorbereitungskurs wurde uns erklärt, dass der Körper der Frau bei einer Geburt körpereigene Schmerzmittel ausschüttet, immer im nötigen Maß. Das bedeutet, dass bis auf ganz seltene Ausnahmen (also Frauen, die ein tatsächliches körperliches Defizit haben und die Hormonausschüttung nicht funktioniert) jede Frau immer in der Lage ist, den Geburtsschmerz auszuhalten. Je lockerer du in eine Geburt gehst, desto besser geht es. Verkrampft sorgt natürlich für mehr Schmerz. Und du solltest dich am Entbindungsort richtig wohl und wie zu Hause fühlen und eine sehr gut Bindung zur Hebamme haben.
Viel Erfolg und eine tolle Geburt

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von Lou_84 am 09.07.2017, 0:20 Uhr

Mein Baby hatte bei der Geburt 3200g, wurde vorher 500g schwerer eingeschätzt.
Hatte eine Steißgeburt und bin gar nicht gerissen.
Bin nicht wirklich gebärfreudig gebaut, hatte vor der Schwangerschaft Hosenweite 26.
Ich fand den Schmerz unter der Geburt schlimm, aber sobald das Baby draußen war, war er auch vorbei!
Mir hat gegen die Nervösität vor der Geburt z.B. geholfen, mir positive Geburtsberichte im Internet durchzulesen.

Auch habe ich mich viel damit auseinandersetzt, wie die Geburt funktioniert, welche Phasen man durchläuft etc.. Das war dann spätestens in der Übergangsphase auch völlig egal (ab da war ich völlig neben der Spur), hat mir aber vorher das Gefühl gegeben, wenigstens die Landkarte auswendig zu kennen, während ich völlig fremdes Terrain betrete.

A propos neben der Spur: man wächst in der Geburt über sich hinaus und fällt in einen archaischen Zustand. Das hat mir rückblickend sehr geholfen, das durchzustehen, ich war wie in Trance und habe einfach gemacht. (wie sich das evtl. unter Einfluss einer PDA ändert kann ich nicht beurteilen)
Auch die Wehenatmung (das langsame Ausatmen, nicht das Hecheln) hilft übrigens (immer, nicht nur im Kreißsaal) gut gegen Angst, davon entspannt man.
Auch auf die Hormone kannst du dich verlassen, kurz vor der Geburt wirst du ganz ruhig und gelassen.
Alles Gute dir!

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von Foxi23 am 12.07.2017, 8:59 Uhr

Ich hatte auch Angst vor einem Dammschnitt, aber nicht sooo schlimm. War ja eh zu spät, raus würde es irgendwie kommen müssen.

Letztendlich kam Zwerg knapp 5 Wochen zu früh und sehr spontan, die Ärztin im KH sagte noch, bei so Frühen schneidet sie, um das Köpfchen zu schonen, und sie wird das während der nächsten Wehe machen. Puh. Ich mich aufs Schrecklichste gefasst gemacht und gespürt habe ich rein überhaupt gar nichts. Ich hab den Schnitt nur gehört. Ne Bekannte hatte mir erzählt, das würde sich anhören, als schneidet man ein dickes Stück Pappe mit ner stumpfen Schere durch. Kann ich genau so unterschreiben. Habs gehört, nichts gespürt und fertig war es.

Viel schlimmer fand ich das Nähen, zuvor schon das Desinfizieren. Uah, ich hab jede Naht gespürt.

Hinterher hatte ich ein wenig Probleme, weil die Naht an der einen Stelle etwas aufgegangen war. Die Hebamme hat das zuhause beim ersten Nachsorgetermin zusammen mit meinem Freund wieder halbwegs hingekriegt, ich musste dann noch ne Weile Sitzbäder machen. Konnte eine ganze Zeit nicht gerade aufrecht sitzen, also halt nicht so, wo man direkt auf dieser Stelle belastet. Ich weiß gar nicht mehr, wie lange das gedauert hat, da ich zusätzlich eine Steißprellung hatte und von daher noch monatelang Schmerzen beim gerade Sitzen hatte.

Wann die Naht verheilt war ... puh ... keine Ahnung. Ich hab mich geweigert, mir diese mit dem Spiegel anzuschauen, wie von meiner Hebamme vorgeschlagen. Hab halt immer mal vorsichtig gefühlt, aber ich kanns echt nicht sagen. Den ersten Sex hatten wir ca. 3 Monate nach der Geburt, da hatte ich jedenfalls keine Probleme. Psychisch belastet mich das auch überhaupt nicht.

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von sgae am 16.07.2017, 0:53 Uhr

Ich habe vor meiner SS auch so gedacht wie du: Vollnarkose, Kaiserschnitt, etc. Dann durch den Vorbereitungskurs und meine Schwangerschaft war klar, ich mag das Kind spontan bekommen. Ich wollte unter keine Umstände eine PDA, ich habe starke Nadelphobie und kippe immer beim Blutabnehmen um, mir darf keine was von medizinischen Dingen erzählen, da wird mir schon anders. Also die Geburt meines Sohnes ist dann so abgelaufen, dass ich 19 Std. Wehen hatte, die sehr gut auszuhalten waren, nur die letzten 3 Stunden waren schmerzhaft, aber zu vergleichen mit einer Nierenbeckenentzündung die ich schon 2 mal hatte. Ich hatte nur 3 Presswehen, dann war der Kleine da – und nach der Geburt habe ich gefragt, obs das schon war. Ich habe keine Schmerzmittel bekommen, gar nichts! Hatte auch einen Dammschnitt und das merkt man gar nicht. Lass dich nicht verrückt machen, jede Geburt ist anders, meine Nächste kann auch total anders sein! Wenn du die Schmerzen nicht aushältst, bekommst du eine PDA, wenn du das möchtest, das soll auch helfen. Da ich keine hatte, kann ich dazu nichts sagen aber lass dir das Erlebnis der Geburt nicht durch einen Kaiserschnitt und dann noch Vollnarkose, denn unter Vollnarkose kannst du dein Kind nicht direkt sehen, du bekommst nichts mit und eine Freundin von mir hatte lange starke Bindungsprobleme durch diesen Kaiserschnitt! Trau dir was zu! Du bist unter einer Geburt sehr stark und schaffst Dinge, die du dir sonst nicht zutraust und dann kannst du sehr stolz sein auf dich und dein Kleines! Alles Gute!

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von yamster am 21.09.2017, 19:29 Uhr

Naja, ich finde nicht, dass 3600 g so viel sind. Gibt hier auch Frauen, die weitaus größere und schwerere Babys ohne Probleme spontan entbunden haben. Außerdem kann es ja auch sein, dass sich dein Arzt vermessen hat. Meine Maus wurde zwar sehr genau geschätzt (Abweichung von 100 g und 1 cm), aber ich wurde auch einen halben Tag lang ständig und von mehreren Ärzten untersucht damals. Es wurde sehr oft, lange und ausführlich gemessen. Dann ist es auch hauptsächlich ausschlaggebend, wie groß das Köpfchen ist und wie breit dein Becken ist. Es gibt Frauen mit sehr schmalem Becken, bei denen es schon sein kann, dass es knapp wird. Das sieht der Arzt aber auch sehr gut auf dem US, wie groß der Kopf ist und ob er durchs Becken passt. Und wie eine Frau gebaut ist, hat auch nicht unbedingt viel mit der Breite ihres Beckens zu tun. Es gibt sehr dünne Frauen mit breitem Becken, und es gibt dicke Frauen mit sehr engem Becken. Dein Arzt wird schon wissen, was er macht. Und wenn du ihm nicht traust, dann hole dir doch noch eine zweite Meinung von einem anderen Arzt ein. Bzw. konfrontiere deinen Arzt mit deinen Bedenken.

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von dominus am 14.11.2017, 18:35 Uhr

Also das einzige, wovor ich Angst hätte, wäre die Zeit nach der Geburt, das nicht Ausschlafen etc. Ich persönlich finde Geburten einfach toll und ehrlich - am liebsten würde ich noch Kind Nr. vier bekommen, um dieses einzigartige Erlebnis noch einmal zu haben...Bin bei Nr. 1 aber auch von Anfang an recht entspannt an die Sache gegangen und es hat super geklappt. Bei Nummer zwei habe ich mich dann regelrecht auf die Geburt gefreut, weil man da ja schon wusste, wie es geht und damit auch bewusster umgehen konnte - ist aber leider ein Not-KS geworden. Aber die dritte Geburt habe ich wirklich richtig intensiv erlebt. Und es ist so einmalig...Schmerzen sind relativ, zur Not gibt es dagegen auch Mittel. Hör auf deinen Körper, gehe mit den Wehen mit und arbeite nicht dagegen - jede Wehe bringt dich deinem Baby ein Stückchen näher. Ich wünsch dir alles Gute

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von skyrim am 18.11.2017, 0:09 Uhr

Ich kann dich so gut verstehen! Vor meiner ersten Geburt vor 4 Jahren hatte ich gegen Ende der SS genau so viel Angst und sogar richtige Panikattaken! Zum Glück ging es bei mir bereits in der 38. SSW los so dass ich mich nicht mehr ganz so sehr reinsteigern konnte. Aber du wirst lachen, als ich dann eine Nacht Wehen bekam, war meine Angst wie weg geblasen. Ich habe überhaupt nicht mehr daran gedacht Angst zu haben, komisch, ich weiß auch nicht wieso. Ich war dann eben nur noch mit den Wehen beschäftigt, welche ich plötzlich als ganz natürlich empfand. Ein wenig Angst bekam ich dann noch mal ganz kurz, als ich schon so 2-mal gepresst hatte und die Hebi die Handschuhe anzog und unter mir Handtücher und Folie ausbreitete. Da wurde mir noch mal kurz bewusst, dass da gleich noch das Köpfchen durch muss und dann mein Baby wirklich da ist! Aber dann musste ich auch schon wieder pressen und schwups, war das Köpfchen und gleich danach meine Tochter da! Das war schön und schon in der gleiche Sekunde spürst du nicht mehr die Spur an Schmerzen und hast alle was vorher war sofort vergessen! So ganz wohl bei dem Gedanken an diese Geburt ist mir dieses Mal auch nicht, aber ich habe eine ganz liebe Hebi, welche mir Mut macht und eine gute Einstellung zum Thema Geburt hat. Ich sage mir immer, was soll ich mich nun noch verrückt machen, irgendwie kommen sie alle raus und ändern kann ich nun eh nichts mehr. Versuche immer nur an dein Baby zu denken und nicht an alles andere drum herum! Du wirst das schaffen, so wie tausende andere Frauen vor dir auch. Liebe Grüße

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von nesty92 am 20.11.2017, 21:58 Uhr

Was die Geburt betrifft, kann ich dich verstehen...ich hab schon 2 Kinder. Die erste Geburt war eine Einleitung...3 Tage ein Trip durch die Hölle...Die zweite Geburt war rein objektiv betrachtet eine Bilderbuchgeburt. Trotzdem war sie ein brutales, heftiges Erlebnis, wie halt eine Geburt so ist. Ich hab zwar die Schmerzen vergessen, aber ich werde nie meine Gedanken vergessen, die ich in den Momenten während der Geburt hatte. Und dann denk ich mir immer wieder, was muss passieren, dass ich sowas denke? Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Ich will dir keine Angst machen oder so, ich bin nur ehrlich und sage dir, ich bekomme im Mai mein 3. Kind und hab totale Angst vor der Geburt... wie beim letzten Mal...Panik...ich kann nicht genau definieren, wovor, vielleicht vor dem Ungewissen, nicht wissen, wie es genau abläuft. Was ich dir raten kann und was ich auch wieder machen werde, ist Akkupunktur. Damit hab ich echt gute Erfahrungen gemacht bei meiner 2.Geburt. Kurz und gut sag ich dir aber, trau dich! Bei aller Angst und auch den Schmerzen, es lohnt sich allemal!

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von Gawanna am 23.11.2017, 22:45 Uhr

Hallo, ich freue mich für jeden bei dem die Geburt ohne Probleme verlief und es keine allzu großen Beschwerden gab. Zum Glück ist das der Normalfall. Aber es treten durchaus Komplikationen auf und anstatt stolz zu sein, dass alles gut ging finde ich man sollte eher dankbar dafür sein, dass man eine doch recht gute, komplikationsfreie Geburt erleben durfte, egal ob mit oder ohne PDA und M E nach egal wie lange die Wehen waren. Zu Deiner Frage: entscheide selber, ich hatte in einem Krankenhaus entbunden, keine PDA, keine Schmerzmittel, also völlig natürlich, dafür durfte ich die Komplikationen auch recht ungefiltert miterleben, natürlich auch meine Panik, dies hat meinen tollen Eindruck einer absolut natürlichen Geburt recht stark getrübt, so dass ich sage, wenn es das nächste mal sich auch nur andeutet genauso zu laufen, dann werde ich im Vorfeld schon einen Termin für einen KS machen. Entscheide selber, überlege Dir was Dir wichtig ist, kein noch so natürliches Geburtserlebnis ist es wert, wenn Du mittendrin wirklich Angst hast um Dein Kindchen, man sollte sich währenddessen in gewissem Maße geborgen, bzw., gut aufgehoben und sicher fühlen. LG

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von tambov am 28.11.2017, 22:41 Uhr

Wenn Du Dich so in diese Ängste reinsteigerst, wird es auch nicht besser. Sehe doch erstmal die positiven Sachen: Nach der Geburt hältst Du Dein Kind in den Armen, das Kind, auf das Du so lange warten musstest. 40 Wochen sind endlich rum, freue Dich auf das schönste Gefühl der Welt, sauge diesen Augenblick auf, es ist Wahnsinn, was da passiert. Natürlich kann ich Deine Angst verstehen, Angst vor den Schmerzen, Angst vor der Situation, die man nicht mehr kontrollieren kann. Aber glaube mir, verlass Dich auf Dich, habe keine Hemmungen, den Schmerz zuzulassen, schreie, wenn Dir danach ist. Aber mache Dir auch klar: mit jeder Wehe kommt Dir Dein Kind ein Stück näher, mit jeder Wehe zeigst Du dem Kind den Weg, unterstütze das Kind auf dem Weg ins Leben. Und wenn alles vorbei ist, kannst Du irgendwann mal über Deine Ängste lächeln. Alles Gute für euch

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von frig am 04.12.2017, 19:51 Uhr

Also als ich meine PDA bekam, war mir alles egal... Da habe ich auch den Pieks nicht gemerkt. Such dir eine Hebamme und besprich deine Sorgen mit ihr. Vielleicht kann sie dir helfen.
Ansonsten hat die Mama neben mir mit ihrem Kaiserschnitt ganz schön gejammert. Noch dazu bekam sie von Montag bis Freitag noch täglich eine Thrombosespritze...Ich war nicht so schnell fit nach meiner natürlichen Geburt, weil ich einen Kreislaufkollaps danach hatte, aber so gelitten wie die Mama neben mir, habe ich nicht. Ansonsten gibt es hier Geburtsberichte, vielleicht magst du da einfach lesen. Am Ende ist es aber sowieso ganz anders.

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von Druda789 am 08.12.2017, 19:51 Uhr

Hallo, du brauchst wirklich keine Angst zu haben. Wir Frauen sind dafür gemacht Kinder zu bekommen :-) Vertraue deinem Körper! Ich kann ehrlich sagen, dass meine Wehen nicht schlimmer waren als leichte Magenkrämpfe. Bei meiner 1.Tochter bin ich erst nach dem Blasensprung ins KH, weil ich keine Schmerzen hatte, sondern nur ein bisschen Bauchziehen (das waren die Wehen). Dort hatte ich direkt Presswehen, die dann 1,5 Stunden dauerten, weil der Damm zu fest war. Nach einem Dammschnitt (den ich nicht gespürt hab) war meine Maus dann da. Die Presswehen waren sehr anstrengend und schmerzhaft und ich war danach völlig erschöpft. Trotzdem hab ich mich auf meine 2.Geburt gefreut. Und bei meiner 2.Tochter hatte ich dann 6 Std lang ebensolches leichtes Ziehen (meine Wehen), wie ich es schon kannte, dann hatte ich 2 Presswehen, einen Dammschnitt und meine Kleine war da! Das war die absolute Traumgeburt und ich würde sofort noch ein Baby kriegen :-) Eine Geburt ist einfach das Allerschönste, das man sich vorstellen kann und du kannst dich darauf freuen. Klar kann auch alles anders laufen, aber am Ende hast du dein Baby und DU hast es geschafft!

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von 1stDrive am 12.12.2017, 1:25 Uhr

Der schlimmste Fehler ist mit Angst in die Geburt zu starten! Angst führt zu Anspannung und zum Verkrampfen... und DAS macht dann die schlimmsten Schmerzen! Du musst deinen Kopf frei kriegen und es auf dich zukommen lassen. Vielleicht hilft es dir eine Visualisierung zu finden, mit der du unter den Wehen am besten durch den Schmerz kommst... wie eine Surferin die immer höher auf die Welle steigt und sie schließlich hinab saust... oder eine Rosenblüte, die sich öffnet... Atmen und ruhig bleiben ist die halbe Miete, der Schmerz öffnet dich für dein Kind. Das ist ein wundervoller Gedanke an den man sich klammern kann! Mit PDA habe ich keine Erfahrungen, aber das Reißen oder Schneiden spürst du nicht als Schmerz, wenn überhaupt. Das Nähen ist unangenehm, aber wenn die Mäuse erstmal in deinen Armen liegen ist dir das Schnuppe. Das steht man auch noch den Moment durch. Ob man sich an der eigenen Mutter orientieren kann... kommt drauf an, wie ähnlich ihr gebaut und konstituiert seid. Meine hat beim 1. Kind 2h gebraucht von der ersten Wehe bis zum Schrei - ich 14,5h... ich bin aber auch kleiner und ganz anders gebaut als sie. Dafür hat meine 2. Geburt dann auch nur 2h gedauert. Meine Mutter wiederum war deutlich schneller als bei den Geburten ihrer eigenen Mutter... also ich würde sagen, nein, man kann sich nicht zwangsläufig an der eigenen Mutter orientieren. Ich wünsche dir alles Gute und kann nur sagen, ich bekomme nun das 3. und freue mich darauf! Die Schmerzen werden wieder ätzend sein, aber sie sind auszuhalten und das Gefühl, wenn man es geschafft hat. Es gibt nichts Schöneres!

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von visio am 13.12.2017, 22:53 Uhr

Ich würde Dir schon empfehlen in Deine Geburtsklinik zu gehen und offen über Deine Ängste zu reden. So kann Dich Rücksicht genommen werden, wenn sie es nicht tun im Gespräch, ist es die falsche Klinik. Rede mit den Hebammen in der Klinik was immer dort angeboten wird. Eventuell hast du wenn es eine größere Klinik ist auch die Möglichkeit mit einem Psychologen zu reden, um zu erörtern wo diese ungewöhnlichen Ängste herkommen und was du dagegen tun kannst. Sprich das mit dem ersten Blick an, mit dem bonding dass Du brauchst. Auch wenn du per Kaiserschnitt entbindest, ist es Dein Körper Deine Geburt! Ich habe zwei eingeleitete Geburten die andere evtl als Horror bezeichnen würden, aber ich habe mich als Herrin der Lage gefühlt. Ich vermute genau dieses Gefühl geht dir durch den vorhergehenden Kaiserschnitten ab. Und genau deswegen musst du das Gespräch suchen. Ich wünsche Dir ein Geburtserlebnis, dass dich die Schrecken der ersten etwas verarbeiten lässt.

 

Re: Panische Angst vor der Geburt

Antwort von bander am 15.12.2017, 21:29 Uhr

Ich kann Deine Angst auch absolut nachvollziehen. Ich war überrascht, dass es mehr war, als ich es mir jeh vorstellen konnte: egal, was es rund um die Geburt war: Geburtsschmerzen, Glück, Unfassbarkeit über das kleine Wesen, das ich auf dem Bauch liegen hatte. Ich war schlicht und weg überwältigt. Das schloss auch die Wehen, besonders die Presswehen ein. Ich hätte nie gedacht, dass ein Mensch solche Schmerzen aushalten kann und bin mir nun im Zwiespalt: ebenso eine Höllenangst, wieder so viele, lange Schmerzzeiten erleben zu müssen und auf der anderen Seite zu wissen, das geht vorüber und ich habe endlich mein kleines Mädchen auf dem Bauch. Ich habe auch schon mit PDA oder Wassergeburt geliebäugelt, weil ich eine normale Geburt ohne Hilfsmittel eigentlich nicht nochmal mitmachen möchte und das nicht, weil ich ein Schmerz-Weichei bin, sondern die Geburt meines Sohnes als die Hölle erlebt habe und mir damals geschworen habe, nie wieder Kinder zu kriegen.
Ich versuche mir auch immer wieder einzureden, dass es nur ein paar Stunden ziemlich unangenehm wird. Bei meinem Sohn machte ich damals einen GVK, aber hatte vergessen, mir rechtzeitig eine Hebi zu besorgen. So ging ich eigentlich nur mit Sachwissen in die Geschichte rein, ohne dass mir jemand auch seelisch zur Seite stand und das will ich dieses Mal auch anders machen. Ich hoffe, es hilft mir, bei der bevorstehenden Geburt etwas lockerer zu werden und die Wehen als nichts Schreckliches in mich aufzunehmen. Ich wünsche Dir alles Gute für die restliche Ss und auch Hilfe, diese Ängste in den Griff zu kriegen!

Die letzten 10 Beiträge im Forum Die Geburt
Mobile Ansicht