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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Loslösung

Frage von Sabtor  -  30.08.2004
Hallo!
Mein Sohn (18 Monate) löst sich, seit dem er richtig Laufen kann ( seit 2 Monaten), zunehmend von mir. Vorher klammerte er nur an meinem Bein und wollte zu keinem anderen- nicht mal zu seinem Vater. Mittlerweile hat sich da viel getan: er erkundigt sich immer nach seinem Vater, wenn er arbeiten ist und wenn er da ist, kann er nun genauso mit ihm spielen, schmusen etc. wie ich. Er kann auch problemlos mit ihm alleine weggehen und wenn ich mal gehe, ist es auch gar kein Problem mehr. Das selbe gilt auch zunehmend für die Omas und Opas und er lächelt sogar Fremde an. Aber: wenn er abends ins Bett soll, hat er anscheinend schlimme Trennungsangst. Er würde nie in seinem Bett und schon gar nicht ohne einen von uns (mein Mann oder mir) einschlafen. Wir müssen ihn jeden Mittag und Abend auf dem Arm halten und schmusen, bis er die Augen zumacht. Wenn er dann halbwegs schläft, läßt er sich auch bereitwillig in sein Bett legen. Wenn ich morgens wach werde, liegt er immer neben mir. Er kommt irgendwann in der Nacht zu uns ins Bett gekrabbelt, ohne daß wir es bemerken. Dort schläft er dann wohl auch sofort weiter, ohne uns zu berühren (sonst wäre ich sofort wach). Ist es richtig, daß ich ihn noch auf dem Arm einschlafen lasse oder muß er schon lernen alleine einzuschlafen? Ich habe schon von viele Einschlaftipps von Christiane Schuster ausprobiert, aber immer wenn ich ihn alleine in sein Bett setze, kommt er sofort wieder heraus, klettert auf meinen Schoß und klammert sich richtig fest. Ist das noch normal oder stimmt etwas nicht in der Loslösungsphase?
Ich möchte ihn auch nicht ganz durcheinander bringen mit so vielen Einschlaftipps, da er bald auch ein Geschwisterchen bekommt und dann sowieso vieles anders wird.
Vielen Dank schon mal für Ihre Antwort.

Viele Grüße
Sabine+ Dominik
Sabine+ Dominik

Loslösung

Antwort von Dr. Posth  -  01.09.2004
Liebe sabine, wie Sie wahrscheinlich längst wissen, vertrete ich hierzu eine andere Meinung. Kein Kind unter 3-4 Jahre möchte unbedingt gerne allein einschlafen, warum auch? Die einen tun es, weil sie genügsam und einfach gute Schläfer (s. vorige Antwort), aber nicht, weil sie damit das Normale vorgeben. Das Normale ist eher das andere, nämlich das elementare Bedürfnis, auch nachts und im Schlaf in der sicheren Nähe seiner Eltern zu sein. Daran ändert auch die Loslösung noch nichts. Loslösung heißt ja nur Befreiung aus der Mutter-Kind-Dyade als Ausdruck der eingegangenen primären Bindung. Dafür kommt aber die Mutter-Vater-Kind-Trade (s. mein Langtext über das emotionale Bewußtsein, link oben rechts) und erst dann geht es in das Selbstbewußtsein.
Aber das Aufgeben der Dyade oder leichter dann der Triade ist mit Ängst und -sagen wir- seelischen Nöten verbunden (wie jedes Verlassen von etwas Vertrautem). Trennungsangst ist das noch nicht, könnte aber dazu werden, wenn man jetzt die Signale ignoriert. Ich behaupte, das Symptom Trennungsangst im späteren Kindesalter produzieren wir mit unseren "Erziehungsmethoden" alle selbst. Schlimm, wenn man sieht, was das im späteren Leben so alles für Auswirkungen hat.
Was Sie sich fragen können, ist ob Ihr Sohn noch einen Mittagsschlaf braucht. Oder ob es nicht auch noch ein günstigeres Einschlafritual gibt. Ob er auch seine Schlafbegleiter hat, etc. Sie brauchten ihn vielleicht auch nicht mehr herumzutragen (er wiegt ja schon einiges!), sondern es genügt, wenn Sie liebevoll und geduldig im Wechsel mit Ihrem Mann an seinem Bett sitzen bleiben und z.B. Schlaflieder singen. Aber im Prinzip machen Sie es richtig. Viele Grüße

Loslösung

Antwort von Dr. Posth  -  01.09.2004
Korr. Mutter-Vater-Kind-Triade



     
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