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Beitrag aus dem Forum:     Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Als Mutter zu Anhänglich?

Frage von bauki  -  22.04.2013
Lieber Herr Dr Posth!Ich war mir bis jetzt sicher, dass ich "alles richtig mache" solange ich meinem Bauchgefühl vertraue. Ich stille meine Tochter (4 M voll u nach Bedarf, sie schläft bei uns im Bett, ich trage sie viel, etc.) Seit einem Gespräch mit m. Schwester bin ich mir bei einer Sache nicht mehr sicher.Ich will die Nähe die meine Tochter braucht erwidern. Aber auch mein eigenes Bedürfnis nach Nähe.Ich habe sie bis jetzt noch nie bei jm. gelassen (außer z. Duschen etc.). Eigentlich denke ich, dass ich mich ja auch selbst wohl fühlen muss dabei. Wenn sie bei wem anderes im Arm zu weinen beginnt nimm ich sie sofort wieder (weil sie sich bei mir beruhigt). Ich ernte damit aber auch Unverständnis. Für andere mag es normal sein ein so kl. Baby schon z.b. bei der Oma zu lassen u einkaufen zu gehen. Ich würde mich dabei aber nicht wohl fühlen. Ich hoffe ich binde sie mit meinem Verhalten nicht "zu stark" an mich. Aber ich denke alles zu seiner Zeit!? Danke

Als Mutter zu Anhänglich?

Antwort von Dr. Posth  -  26.04.2013
Hallo, das Verständnisproblem zwischen Ihnen und Ihren Bekannten liegt darin, dass Sie den wichtigen Bindungsprozess verstehen und innerlich spüren. Sie sind junge Mutter und empfinden die ganze Hilflosigkeit, Verletzlichkeit und Bedürftigkeit Ihrer Tochter am eigene Leib. Und Sie haben die nötige Bereitschaft, diese Lebenslage Ihrer Tochter mit Liebe und Beschützerinstinkt gegen jede Bedrohung der Alltagswelt abzusichern und zu verteidigen. Das ist neben der prompten Bedürfnisbefriedigung des Babys das, was seinerzeit M. Ainsworth mit Feinfühligkeit bezeichnet hatte. Aus dieser inneren Zwiesprache zwischen Mutter und Kind entsteht die Bindung. Die Wissenschaft meint zu wissen, dass an diesem Prozess sogar ein Hormon mitwirkt, das Oxytocin genannt wird. Dieses Hormon haben aber nur sie und wahrscheinlich auch die Väter, wenn sie bei der Geburt mit dabei waren. Die andere Leute haben das nicht und sie verstehen auch nicht odernicht genug, was primäre Bindung heißt. Davon sollten Sie sich aber nicht verunsichern lassen. Sie empfinden ganz richtig und verhalten sich auch richtig. Die Entstehung einer sicheren Bindung ist in Zukunft ihr Lohn dafür. Viele Grüße



     
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