Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Anliegen

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Liebe Frau Neumann,

auf welche Lebensmitteln sollten Kleinkinder verzichten und welche so wenig wie möglich angeboten bekommen? Meine Tochter ist 19 Monate alt. Ich dachte ab 12 Monate bis auf rohes Fleisch, roher Fisch, rohe Eier darf man ihnen alles geben. Nun habe ich gelesen, dass Kiwi, Babybel auch nicht geeignet sind oder in Kitas nicht gern gesehen werden. Welche LMs noch??
Meine Tochter isst seit Monaten täglich ein Babybel.... Schlecht?
Warum ist hart gekochtes Ei zum Frühstück wenn man das 5 mal die Woche macht nicht gut?

Momentan liebe ich ein Thunfisch Salat aus der Dose der Marke followfish (laut Verpackung Thunfisch von Hand geangelt mit Bio Zutaten), da hat sie gestern eine Portion mitgegessen. Darf sie ab und an das mitessen, oder sollte sie lieber gar nicht sehen, dass ich das esse? General keine Konserven??

Täglich getrocknete Rosinen snacken gut? Über weitere Snack-Vorschläge bin ich dankbar.

Beste Grüße und bleiben Sie gesund.

von Loredana2018_ am 14.05.2020, 03:49 Uhr

 

Antwort auf:

Anliegen

Hallo Loredana2018
In der Kleinkinderkost gelten, um es grob zu beschreiben, ähnliche Empfehlungen wie für die Personengruppe Baby und Schwangere, Stillende etc.in bezug auf rohe Speisen und Co. Kleinkinder sind diesbezüglich aufgrund ihres noch unreifen Immunsystems besonders empfindlich.
Die Kost muss immer zum Entwicklungsstand (Gebiss, Motorik) deines Kindes passen. Es gilt im Wesentlichen das Gleiche wie für Babys: gefahrenfreie Schluckbarkeit!
= verantwortungsbewusste Speisenauswahl, keine Nüsse etc Es gilt hier im Prinzip das Gleiche wie auch für die Beikostzeit – Vorsicht vor harten und insbesondere kleinen Lebensmitteln wie Nüssen und Co.
Thunfisch gilt wegen der doch i.d.R. sehr viel höheren Schadstoffbelastung (Quecksilber etc) als nicht ganz optimal geeignet für Kleinkinder. Diesbezügliche Angaben (Tests) zum von dir genannten Fischproduzenten müsstest du dir ggf einmal ansehen. Unabhängig der Testergebnisse (insofern diese Ergebnisse auf alle Produkte der Marke übertragbar wären) müsstest du deinen Thnfisch in Zukunft natürlich nicht heimlich essen. An sich ist es doch ganz wunderbar, wenn deine Tochter mit isst. Es macht doch schließlich auch einen Unterschied ob du dein Kind bspw von (d)einer Thunfischpizza abbeißen lässt oder deinem Kind wöchentlich eine eigene Tunfischpizza oder ein Nudelgericht mit Thunfischtomatensosse als Hauptgericht servierst.
Das bedeutet: kleine Probiermengen Thunfisch im Rahmen der üblichen Familienkost zum Probieren, selten mal eine kleine Menge, das wäre schon drin.
Kiwi, Babybel und Honig sind jetzt erlaubt. Warum Babybel in der KiTa nicht gerne gesehen wird, das kann ich dir nicht sagen.
Eine ausführlichere Liste kannst du hier nachlesen:
https://www.rund-ums-baby.de/experten/kochen-fuer-kinder/Ernaehrung-mit-16-Monaten_47246.htm
https://www.rund-ums-baby.de/experten/kochen-fuer-kinder/Fragen-an-Frau-Neumann_48211.htm
Deine Tochter darf aber im Prinzip fast alles - schließlich geht es auch darum, dass du eurer Tochter ein positives Gefühl beim Essen vermittelst. Alles was deiner Tochter nicht direkt schadet, das darf sie probieren. Weiterhin entscheidest du darüber, was wie oft auf den Tisch kommt.
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 15.05.2020

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