Prof. Dr. med. Ulrich Wahn

Vorgehen nach Zeckenstich mit infizierter Zecke

Antwort von Prof. Dr. med. Ulrich Wahn

Frage:

Sehr geehrte Herren,

ich weiß nicht, ob ihr Fachgebiet, zu dem Sie hier Fragen beantworten, betroffen ist, bitte Sie aber dennoch um eine Antwort.

Mein Sohn, 5 Jahre alt, wurde am vergangenen Samstag von zwei Zecken gestochen. Die Zecken können maximal 4 Stunden lang gesaugt haben. Gegen FSME ist mein Sohn geimpft.

Eine Untersuchung der Zecken ergab, dass diese mit Borrelia burgdorferi afzelii infiziert waren, und zwar 399 Keime pro Zecke.

Eine Wanderröte oder andere Symptome sind bislang nicht zu beobachten.

In dieser konkreten Situation (positiver Borreliennachweis in der Zecke, noch keine Krankheitssymptome) werden teilweise ja folgende Maßnahmen empfohlen:

a) Serologie, um in einigen Wochen eine serologische Verlaufskontrolle vornehmen zu können,

b) vorbeugende Gabe von hoch dosierten Antibiotika über 3 Tage (vor allem um später eine langfristige Gabe zu vermeiden, wenn sich Symptome zeigen).

Würden Sie zu a) oder b), beidem oder keinem von beidem raten?

Vielen Dank.

von Uschi23 am 18.06.2013, 20:54 Uhr

 

Antwort auf:

Vorgehen nach Zeckenstich mit infizierter Zecke

In der Tat bin ich nicht der ausgewiesene Experte auf diesem Sektor, daher meine subjektive Empfehlung (würde ich so bei meinem eigenen Kind machen):
1. Serologie, ggflls. mit später abgenommener 2. Titerbestimmung.
2. Sofortige antibiotische Behandlung (die Therapie mit Penicillin wird in aller Regel sehr gut vertragen) nach Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt.
Freundliche Grüße, Ulrich Wahn

von Prof. Dr. med. Ulrich Wahn am 19.06.2013

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