Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Neugeborenengelbsucht

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Bei einer Neugeborenengelbsucht (Hyperbilirubinämie) sind 2 gesichtspunkte zu berücksichtigen:

1. Ab einem - von den Gesamtumständen abhängigen - Wert droht eine Schädigung des Hirn (genau genommen der sogenannten Hirnstammkerne). Diese Gefahr schätzen wir aber in den letzten Jahren eher als geringer ein.

2. Eine Gelbsucht kann (das einzige!) Symptom einer behandlungsbedürftigen Krankheit sein. Die drei wichtigsten sind:

1. Schilddrüsenunterfunktion (=> Blut auf Schildrüsenhormone untersuchen!)
2. Infektion (Blut auf Infektion untersuchen!)
3. Blutgruppenunverträglichgekit mit der Mutter (Blutgruppen und Blutgruppenverträglichkeit untersuchen!)

Wenn krankheiten ausgeschlossen sind, senkt den Bilirubinspiegel:

Viel trinken (regt Stuhlgang an)
Stuhlgang anregen(Bilirubinausscheidung)
Viel Tageslicht (Baut Bilirubin in der Haut ab)

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 21.06.2002

 
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