Dr. med. Ludger Nohr

Beziehung vor dem Aus

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

Antwort:

Beziehung vor dem Aus

Liebe Karla,
es wird Sie vielleicht überraschen, aber aus Sicht des Kindes ist die beste Lösung die, wenn die Eltern für sich eine gute Form finden. Es hilft dem Kind nichts, wenn sie z.B. zusammenleben, aber die Atmosphäre belastet oder gespannt ist. Probleme entstehen meist dann, wenn Dritte dazu kommen und die Beziehung unsymmetrisch wird.
Übernachtungs- und Umgangsregeln hängen sehr viel mit den bisherigen Beziehungen und Erfahrungen zusammen (und ist deshalb aus der Ferne schwer zu beantworten). Wie nah sind sich Vater und Tochter, kann sie bei ihm schon jetzt gut einschlafen, ist er eine primäre Bezugsperson im Alltag? Das sind wichtige Fragen, die bei der Klärung helfen. Da sich die Situation auch immer wieder ändern wird, könnte eine externe Beratung (ProFamilia, Familienbertung) sinnvoll sein, mit der dann die jeweilige Situation besprochen werden könnte. Aber auch wenn Sie ohne diese Hilfe in gutem Austausch miteinander sind, kann so ein guter Weg gefunden werden.
Die Literatur über Trennungskinder ist schwer überschaubar . Aus meiner Erfahrung ist der wichtigste Punkt, wenn die Eltern dem Kind sowohl ein gutes Vaterbild, als auch ein gutes Mutterbild lassen können, nicht in Konkurrenz treten und in Auseinandersetzungen auch den Blickwinkel des Kindes einnehmen können.
Dies zu erreichen wünsche ich Ihnen in dieser für alle schwierigen Phase.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 15.10.2019

 
Unten die bisherigen Antworten. Sie befinden sich in dem Beitrag mit dem grünen Pfeil.
Die letzten 10 Fragen an Dr. med. Ludger Nohr
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.