Mami_seit_2015
Hallo liebes Team der Stillberatung, meine Tochter ist 18 Monate alt. Seit einem halben Jahr stillen wir morgens beim Aufwachen, nach dem Mittagsschlaf, zum Einschlafen am Abend und in der Nacht nach Bedarf. Seit ungefähr drei Wochen verlangt sie tagsüber wieder vermehrt und ziemlich deutlich nach der Brust. Anfänglich wollte ich konsequent bleiben. Mittlerweile - da dieser Zustand schon so lange andauert- gebe ich ab und zu mal nach. Ist das richtig so? Und woran kann es liegen, jetzt wieder öfter gestillt werden möchte? Liebe Grüße, Julia.
Liebe Julia, gerade WEIL deine Kleine so weit ist in der Entwicklung, scheint ihr das Stillen viel Rückhalt zu geben. Stillen ist viel, viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Es ist Trost, Geborgenheit, sicherer Hafen und ein Weg zur Ruhe zu kommen, wenn die Wellen des Alltags so hoch geschlagen sind, dass das Kind keinen Weg mehr weiß, um mit sich selbst und der Umgebung ins Reine zu kommen. Das Stillen bietet in dem Alter der ersten Ablösung wichtige emotionale Hilfe Dein Kind kann immer wieder den "Heimathafen" ansteuern, wenn etwas beängstigend ist. Du kannst diese Phase nun aussitzen oder aber tatsächlich weiterhin liebevoll konsequent bleiben. Vielleicht hört deine Kleine sogar von ganz alleine auf, wenn sie merkt, dass Du nichts dagegen hast ;-), wenn sie so oft kommt. Fünf Monate sind in diesem Alter eine kleine Ewigkeit und ich würde mir deshalb JETZT sicher noch keine Sorgen machen. LLLiebe Grüße Biggi
Mami_seit_2015
In fünf Monaten wird die Eingewöhnung im Kindergarten beginnen. Ich habe Sorge, dass dieses neue Bedürfnis dabei hinderlich sein könnte. Dass sich der Loslassprozess aktuell einen Rückschritt macht.