Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, wieder mal ich mit gleich ein paar Fragen :-) Meine Knutschkugel ist nun fast 7 Wochen alt und wiegt nun 5780 g bei 57 cm –kolossal, nicht wahr? Hat alleine diese Woche 380 g zugenommen (wurde wegen Verdachtes auf Magenpförtnerkrampf überprüft, weil sie oft schwallartig erbricht, aber Ultraschall war jetzt auch o.k.). Aber das tut nix zur Sache. Also: 1.) Maike hat die ganze Zeit pro Mahlzeit immer nur eine Brust genommen, 5-10 minuten, und fertig. Die zweite (auch mit einfach weiterschieben oder Wickelpause) will sie nicht. O.K., scheint ja zu reichen. Sie trinkt links allerdings länger (oder nuckelt länger) als rechts. Meine wohl eher dumme Frage, interessiert mich aber: Wird dann links mehr Milch produziert, oder regt das Saugen die Milchproduktion beider Brüste an? Sollte ich ihr gelegentlich doch wieder die zweite anbieten (was ich in letzter Zeit gelassen habe)? 2.) Sie nuckelt seit neustem öfter mal zum Einschlafen, dann hängt sie im Halbschlaf oder Schlaf schon mal länger an der Brust. Heute Abend (sie hat von 20 bis 1.45 Uhr geschrien, ich war also echt fertig), habe ich sie, als ich sicher war, dass sie endlich schläft, nach einer halben Stunde von meiner Brust gelöst, damit ich noch mal hier ins Forum gucken konnte :-) Kann ich das, ohne ihr einen Schaden zuzufügen (wenn sie doch anscheinend noch nuckeln will?)? klingt vielleicht blöd, aber ich will ihr da nix „wegnehmen“, wenn sie es braucht – aber ich brauche halt auch mal was... 3.) Meine Brustwarzen sind nicht mehr entzündet, aber noch rissig. Da endlich der Wochenfluss aufgehört hat, freue ich mich schon auf mein erstes heißes Bad. Darf ich das mit den Brustwarzen, oder müssen die absolut abgeheilt sein? Muß ich irgendwas beachten? 4.) Maike schreit jeden Abend stundenlang (wie gesagt, heute Abend 6 Stunden). Sonst sind die Stillabstände 2 Std. am Tag und 3 Std. in der Nacht (plusminus 1), aber in dieser Schreiphase biete ich ihr die Brust öfter an, so alle 20-30 Minuten. Sie trinkt dann ein paar Schluck und fängt wieder das Brüllen an. Kann es sein, dass ich irh die Brust zu oft anbiete, oder würde sie, wenn sie nicht wollte, erst gar nicht rangehen? Trinkdauer ist dann so 1-3 Minuten. Bin für alle Tipps zur Beruhigung von einem Schreibaby dankbar :-( Sorry, dass es wieder so viel geworden ist – ich bin Dir für Deine Antworten wirklich sehr dankbar. Und wenn ich nicht permanent hier mitlesen würde, müsste ich noch viiiiiiiiiieeeeeeel mehr Fragen stellen *g* Also vielen Dank und Dir und Deiner Familie ein schönes Wochenende! Traube mit der nun friedlich im Schlaf glucksenden Maike (und das nach 6 Std. Gebrüll, Babys sind phänomenal!)
Liebe Traube, die Bevorzugung einer Brust ist ein häufig beobachtetes Phänomen. Wenn es jedoch plötzlich einsetzt, sollte nachgeschaut werden, ob nicht eventuell ein medizinisches Problem zugrunde liegt. So können Ohrenschmerzen dazu führen, dass das Baby nicht auf der betroffenen Seite liegen möchte. Lass deine Tochter deshalb vorsichtshalber vom Kinderarzt anschauen. Wenn keine medizinische Ursache vorliegt, dann hat deine Tochter - wie unzählige andere Babys auch - einfach eine Lieblingsseite. Das ist gar nicht ungewöhnlich. Normalerweise besteht kein Grund zur Sorge wegen dieser Unterschiede, sie sind ebenso normal, wie die Tatsache, dass es Menschen gibt, die Rechtshänder sind und andere, die die linke Hand bevorzugen. Manchmal geht die Bevorzugung sogar so weit, dass sie nur an einer Seite trinken. Die Milchmenge in der bevorzugten Brust wird dann mehr und nimmt auf der anderen Seite ab. Das macht überhaupt nichts, kann höchstens für die Mutter ein optisches Problem sein, da die bevorzugte Brust häufig größer ist. Nach dem Abstillen gleicht sich dieser Größenunterschied wieder aus. Du musst also nicht unbedingt die andere Seite anbieten, wenn Ihr so gut zurecht kommt. Du schreibst, dass Maike sehr lange geweint hat und machst dir Sorgen, ob sie einen Schaden nimmt. Ich halte es für wichtig, liebevoll auf ein Baby einzugehen und ihm so das Gefühl zu geben, dass es wichtig ist und ernst genommen wird. Die vertrauensvolle Beziehung, die sich dann zwischen Baby und Eltern aufbaut, ist von unschätzbarem Wert für beide Seiten. Es ist ein ganz gravierender Unterschied, ob ein Baby alleine daliegt und weint oder ob es geborgen in der körperlichen Nähe einer vertrauten Person weint. Wenn Maike dann schläft, kannst Du sie ganz sicher vorsichtig ablegen, denn auch DU brauchst Pausen und Erholung. Deine kleine Tochter spürt und weiß, dass Du für sie da bist, wenn sie dich braucht! Wenn Du dich so auf ein Bad freust, dann genieße es von Herzen :-).Ich weiß noch, wie selig ich damals war. Vorsichtshalber kannst Du die Brust ja vor dem baden mit Lanosin- oder Purelansalbe einschmieren und vielleicht solltest Du auch nur wenig Badezusatz verwenden (z.b: Calendula) oder gar keinen. Babys in diesem Alter haben oft eine geradezu „klassische“ Unruhephase am Abend. Nicht immer ist Stillen dann die Lösung. Diese unruhige Zeit ist so verbreitet, dass es im englischen Sprachraum sogar einen Ausdruck dafür gibt: Omastunde , d.h. dass jetzt eine liebevolle Großmutter gebraucht wird, die nichts Dringenderes vorhat, als das Baby zu wiegen und im Arm zu halten, bis seine Unruhe vorbei ist. Leider ist so eine Großmutter nicht immer verfügbar und der Vater des Babys ist auch nicht unbedingt zu diesen Zeiten zuhause. Doch es kann für dich und das Baby eine große Erleichterung bedeuten, wenn jemand anderes dann einspringt. Der Wechsel in andere liebevolle Arme und eine andere liebevolle Stimme bewirken oft, dass sich ein aufgebrachtes Baby beruhigt. Vielleicht kannst Du dann in Ruhe unter die Dusche gehen, einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft machen oder sonst etwas für dich tun. Bei den meisten Babys legt sich dieses Verhalten Gott sei Dank, wenn sie etwa drei Monate alt sind. So schwer es auch fällt, es ist wichtig, in dieser Situation nicht in Hektik und Aufregung zu verfallen. Je mehr Du versuchst um das Kind zu beruhigen und je hektischer Du wirst, um so aufgedrehter kann auch das Baby werden und dann ist man schnell in einem Kreislauf, der nur mehr schwer zu durchbrechen ist. Weniger ist hier oft mehr. Der Punkt ist, dass der Fokus vom Kind genommen wird, dass sich nicht mehr alle Anspannung auf das Kind konzentriert und es so die Gelegenheit bekommt, sich wieder zu entspannen und zu beruhigen. Der Teufelskreis der Anspannung, die sich auch bei den Eltern aufbaut und so das Kind immer unruhiger werden lässt, muss durchbrochen werden. Das kann manchmal auch dadurch erfolgen, dass das Baby auf eine Decke gelegt wird und die Mutter oder der Vater es durch unaufgeregtes, leises Sprechen und sanftes Streicheln beruhigt. Manche Eltern setzen sich in dieser Situation sogar mit ihrem Kind ins Auto und fahren ein paar Kilometer :-). Wenn Du das Gefühl hast, dass dein Kind saugen möchte, aber keine Milch mehr mag, kannst Du entweder über einen längeren Zeitraum immer die gleiche Brust anbieten (aus der die Milch dann nicht so stark fließen wird) oder aber Du bietest ihm einen Finger (das muss nicht unbedingt dein Finger sein, Väter haben auch Finger und können Babys tragen) zum Saugen an. Solltest Du Zeit zum Lesen haben, so möchte ich dir das Buch „Das 24-Stunden-Baby“ von Dr. William Sears empfehlen. Dr. Sears gibt viele Anregungen wie Eltern mit ihrem besonders anstrengenden Baby (er nennt sie Babys mit erhöhten Bedürfnissen ) umgehen können. Das Buch ist im Buchhandel und bei jeder LLL-Stillberaterin (oder hier im Still-Shop) erhältlich . LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Liebe Traube Hast Du ein Tragetuch oder einen Tragesack? Damit lassen sich Schreistunden leichter er"tragen" und das Baby beruhigt sich oft erstaunlich schnell. Vielleicht kannst Du Deine Kleine auch tagsüber öfters mal tragen, vielleicht entsteht dann so eine unruhige Zeit gar nicht erst. Es gibt nämlich Untersuchungen, wonach Babys, die tagsüber zusätzlich 3 Stunden getragen werden, im Alter von 4 Wochen 45 % weniger schreien als Babys, die weniger getragen werden. Vielleicht kann Dir das auch helfen. Ich wünsche dir auf jeden Fall gute Nerven für diese anstrengnde Zeit. Ich habe sie bei meinen Zwillingen auch schon mitgemacht. Aber die Zeit geht schneller vorbei als man denkt. Liebe Grüße Susanne
Mitglied inaktiv
ja, ich trage sie sehr viel (auch wenn sie nicht schreit) im glückskäfer, denke nun auch über die anschaffung eines tuches nach... das hilft schon sehr, nur im moment habe ich sie ohne sack auf dem arm, daher das einfingertipp-system *g* ich habe aber das gefühl, dass sie schreien MUSS, denn ohne tragesack dauern die schreistunden abends von 20 bis 0 uhr, mit tragesack (in dem sie sogar einschläft)bis 2 uhr, denn wenn sie danach aufwacht, schreit sie eben danach noch ihre zeit, egal, ob sie gerade im saack sitzt oder nicht. aber danke dir - ich bewundere sowieso alle zwillingsmütter! liebe grüße traube
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