Mitglied inaktiv
Hallo, meine Sohnemann ist nun 10 Tage alt, habe leider erst nach dem 5 Tag den Milcheinschuß bekommen, nun sind wir schon von a-z dran, meinen Frechdachs an die Brust zugewöhnen, dieses klappt nicht...er weigert sich mich Händen und Füßen....Brusthütchen...Milch abpumpen etc. es macht mich schon alles langsam krank...ist es schlimm ihn von Anfang an Pre-Nahrung zufüttern...hab ja Milch aber mir geht der Atem langsam aus...sobald er in die Nähe von meiner Brust kommt...schreit er wie am Spieß... naja er weiß halt das er es mit der Flasche einfacher hat....Was soll ich bloß tun?????????? Liebe Grüsse Andrea
? Liebe Andrea, ich kann verstehen, dass Sie verzweifelt und erschöpft sind. Die Entscheidung, ob Sie jetzt abstillen oder weiterstillen, kann ich Ihnen jedoch nicht abnehmen. Ihr Sohn ist saugverwirrt, etwas was leider nicht selten bei so kleinen Babys vorkommt, wenn sie eine Flasche bekommen. Er muss erst lernen, wie er an der Brust trinken muss, denn die Techniken an Brust und Flasche unterscheiden sich ganz grundlegend (es ist an der Flasche nicht leichter, sondern anders). Eine Saugverwirrung ist für alle Beteiligten belastend und zerrt an den Nerven. Sie kann aber mit viel Geduld und der richtigen Anleitung überwunden werden. Ein Baby, das mit der Flasche gefüttert wurde, hat einen sofort einsetzenden, gleichmäßigen Milchfluss kennengelernt. An der Brust reagiert es dann frustriert, weil nicht der von ihm erwartete, sofortige und stetige Milchfluss einsetzt. Es ist daher wichtig, dass Sie Ihre Milch bereits vor dem Anlegen zum Fließen bringen. Versuchen Sie, den Milchspendereflex durch Ausstreichen, Brustmassage und Wärmeanwendung oder eventuell mit einer Pumpe auszulösen ehe Sie ihren Sohn anlegen. Warten Sie nicht, bis Ihr Sohn sehr hungrig ist. Ein aufgeregtes, hungriges Baby ist nicht unbedingt bereit, etwas Neues (also das korrekte Trinken an der Brust) zu lernen. Wählen Sie eine bequeme Stillhaltung, um möglichst entspannt zu sein und achten Sie auf eine korrekte Anlegetechnik (eine gute Beschreibung der Anlegetechnik finden Sie in dem Info-Blatt „Stilltechniken, die funktionieren", das Sie bei der La Leche Liga Deutschland und jeder LLL-Stillberaterin (auch bei uns) bestellen können. Das Stillen im Rückengriff (auch Unter-dem-Arm-Haltung genannt, in dieser Position ruht der Kopf des Kindes in Ihrer Hand und seine Beine liegen seitlich neben Ihrem Körper und zeigen nach hinten) eignet sich gut, weil Sie in dieser Haltung den Kopf Ihres Sohnes gut kontrollieren können und genau sehen, was er macht. Vermeiden Sie es, Ihren Sohn am Gesicht oder seitlich am Kopf oder mit geringem Fingerdruck am Hinterkopf zu berühren. Derartige Berührungen können dazu führen, dass der Suchreflex beim Baby ausgelöst wird und es seinen Kopf in Richtung der Berührung dreht. Fester, gleichmäßiger Druck auf den Hinterkopf bedeutet normalerweise kein Problem für das Baby. Wenn Sie im Rückengriff stillen, können Sie eine Windel zwischen Ihre Hand und den Kopf Ihres Sohnes legen oder ihn fest in eine Decke einwickeln, deren obere Ecke Sie unter seinen Kopf legen. Stützen Sie den Kopf und den Nacken Ihres Babys in Höhe der Ohren mit Ihrer Hand. Will Ihr Sohn nicht an der Brust bleiben, nachdem er sie zunächst erfasst hat, können Sie während des Stillens etwas zuvor ausgestrichene Milch auf die Stelle tropfen, an der seine Lippen Ihre Brust berühren. Er wird die Milch schlucken und dabei seine Zunge abflachen, so dass er die Brust richtig fassen kann. Um ein Wundwerden (bzw. eine Verschlimmerung des Wundseins) ihrer Brustwarzen zu verhindern, müssen Sie darauf achten, dass Ihr Sohn die Brust richtig erfasst und korrekt saugt. Es wäre günstig, wenn Sie sich an eine Stillberaterin vor Ort wenden würden, die Ihnen im direkten Gespräch Tipps geben kann und eventuell auch sieht, wie Ihr Sohn an der Brust trinkt. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Falls Sie sich zum Abstillen entschließen, kann Ihnen eine Stillberaterin auch hierzu gezielte Tipps geben. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Liebe Andrea, überleg Dir gut ob Du abstillen willst, den Vorgang kann man nicht mehr Rückgängig machen. Ich hab bei meinem ersten Sohn aus fast den gleichen Gründen zu früh resigniert. Versuch einfach Ruhe zu bekommen, mach dich nicht verrückt. Guck ihm lieber in seine kleine Äuglein, und verlieb Dich ständig aufs neue in sie. Paß auf, normalerweise sollte, wenn er anfängt zu quängeln die Milch schon anfangen von alleine zu laufen, dann ist die richtige Zeit, ihn in Ruhe anzulegen und mit viel Liebe und RUHE zum trinken zu bringen. Laß Dich nie hetzen, ich hab zeitweise BH und Stilleinlagen weggelassen um zu sehen wenn die Milch läuft. Heb vorm Stillen mal die Arme, oder einen warmen Waschlappen auf die Brust, auch das bringt die Milch allein zum fließen, und ist meiner Meinung nach viel angenehmer als ausstreichen oder anpumpen. Und selbst wenn du ganz auf Flasche umsteigst, niemals ein schlechtes Gewissen haben. Dein schlechtes Gewissen im Moment ist mit Sicherheit auch ein Grund, warum das Trinken nicht richtig klappt, denn dadurch bist Du nervös, und der kleine auch. Wenn du Pre Nahrung zufütterst kommt der Milchfluß nicht richtig und in ausreichender Menge in Gang, von daher würde ich lieber abpumpen, wenn ich mal gar keinen Nerv mehr hätte. Laß Dir und Deinem Sohn Zeit das Stillen zu lernen, dann geht es bald von ganz alleine. Hat bei meinem kleinen Sohn (jetzt 9 Wochen) dann endlich auch funktioniert. Gruß Hydra
Mitglied inaktiv
Hallo, das war bei mir ähnlich. Jakob war eine Frühgeburt und hat sich mit der Brust sehr schwer getan. Ich habe 1 Monat abgepumpt, bevor er das Brusttrinken gelernt hat. Wir haben einfach tägöich geübt, wenn ich die Nerven dazu hatte, und das war nicht jede Mahlzeit. Mamchmal hat er auch Fläschchen mit Muttermilch bekommen. Aber der Aufwand war es wert, weil es dann nachher viel weniger aufwändig war. Sobald er das mit dem Stillen begriffen hatte. Er ist jetzt 13 Monate und terinkt immer ncoh ein bisschen von der Brust, dabei hatte ich nie so lange geplant, wollte gerade mal 4 Monate oder so und habe dann immer verlängert, weil es so super ging. Also lass dich noch nicht entmutigen und versuch erst ein paar der Tipps von Biggi, das hat bei mir auch geholfen. Alles Liebe, Christine
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