Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Stimmt es das mein Kind wegen dem stillen nicht durchschläft ?

Frage: Stimmt es das mein Kind wegen dem stillen nicht durchschläft ?

BegümQ

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Hallo liebe Biggi, Ich habe mir schon viele Antworten von dir durchgelesen die mich auch sehr in meiner Situation ermuntert haben. Vielen Dank schon einmal für die tolle indirekte Beratung :D Mein Sohn ist 13 Monate alt. Von Geburt an habe ich ihn 6 Monte VOLL gestillt - nochmal Wasser. Schnuller habe ich ihm nicht angewöhnen wollen und jetzt nimmt er ihn nicht zur Beruhigung. Ich weiß halt nicht ob ich es bereuen soll wegen dem Schnuller oder nicht? Denn mein kleiner ist nur am dauernuckeln von meiner Brust. Als er auf der Welt war musste ich ihn ungelogen wenn es nach ihm ging jede Stunde stillen. Im Krankenhaus war mir schon bewusst das er extrem DAUERHAFT meine Nähe haben möchte. Die nächste waren natürlich auch nicht ruhig- bis heute immer noch. Das bedeutet seid 1 1/2 Jahren KEIN durchschlafen , sondern jede max. 2 Stunden aufgestanden. (bei Wachstumsschüben sogar fast jede halbe Stunde - sobald er sich von meiner Brust löst geweint) Vor kurzem habe ich leider weil ich nachts an meinen Grenzen war die Wein Methode versucht :( nachts (wie jetzt im Moment ) wenn er aufwacht nehme ich ihn zu mir weil mein Mann streickt er will schlafen und ihn ungern weinen lässt. Aber immerhin wenn ich ihn um 8 hinlege habe ich 2/3 Stunden DURCHGEHEND Zeit für mich zum abschalten. Mein Mann hat mich schon verrückt gemacht seid der kleine auf der Welt ist, dass er "drohte" er wird die Flasche mit Milchpulvern geben ( Was ich selbstverständlich bis heute nicht tat). Er sagt seine ganzen CousinS und bekannten haben Flasche mit Milchpulver gegeben und das Kind schläft wunderbar so gut wie durch und unser Kind würde WEGEN dem stillen 1. dran gewöhnt sein an der Brust zu schlafen und 2. keinen Tiefschlaf bekommen und deswegen nach dem schlafen "legen/ stillen" dauernd aufstehen und 3. weil er bestimmt Hunger hat sehr er nachts so oft auch. Und das ist meine Frage : STIMMT das ?? Er " meint schon er wird beim zweiten Kind direkt Flasche geben und gibt halt mir die Schuld und ich müsse da jetzt durch Also selbstverständlich unterstützte mich mein Mann immer aber das sind immer so die Momente wo wir dann beide fertig sind mit den Nerven sind und eine Diskussion entsteht. Er weiß und schätzt es natürlich das ich unserem Sohn das gesündeste gegeben habe Aber das bleibt halt trotzdem hängen .. Mein kleiner hat leider auch so ziemlich seid nach der Geburt immer rote Augen. Also unten am wimpernkranz sind sie immer rot. Und ich habe Angst das wegen dem "nicht durchschlafen" er seinen gesunden tiefen Schlaf nicht bekommt und deswegen er immer rote Augen hat. .. Die 3 frage weiß ich - wegen dem "Hunger ". Sein Gewicht hat immer gestimmt bis jetzt. Er war immer perfekt und ist es immernoch. Also ist es dann eher doch eine Angewohnheit ? Jetzt gebe ich ihm vor dem schlafen gehen Milch. Mittags und Abends. Natürlich trunkener wenn überhaupt 20mg Mittags lege ich ihn aber auch immmmmer stillend hin ... Und das BLÖDE DUMME Ist... ich habe leider ab dem 7/8 Monat wo er alt war wieder angefangen zu rauchen. (Nicht in der Schwangerschaft.) leider hat die Schlaflosigkeit meine Nerven so zerstört das ich wieder zu diesem Zeug greife :(( am Tag ca. 10 Stück sind es leider geworden. ich habe Angst das er durch das Nikotin oder rauchen irgendwie nervlich beeinflusst wird oder wurde. ? Kann das passieren ? Und von einem Kinderarzt habe ich halt auch gesagt bekommen das es für ein Kind für die Entwicklung nicht mehr gesund und gut ist ihn stillend zum schlafen zu bringen. Ich würde eher damit Schaden. Er meinte aber "wenn ich Türgriffen bin damit und glücklich kann ich es gerne machen da sagt keiner was aber wenn nicht (was ja eine Zeit lang der Fall war ) dann muss ich ihn einfach weinen lassen Tut mir leid war jetzt doch seeeeehr lang - wollte eigentlich nur 1 -2 Sätze schreiben Ich danke aber schon einmal im Voraus. Und freudig gespannt auf die Antwort. LG Begüm


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Liebe Begüm, es schadet deinem Baby NICHT, dass du ihn noch stillst, und es liegt auch nicht am Stillen, wenn der rote Augen hat (was sagt der Kinderarzt DAZU?), oder er das Stillen so sehr braucht. Er IST ein bedürftigeres Baby als die anderen, und er kann sich glücklich schätzen, wenn ihr Eltern ihn akzeptiert, wie er ist. Ja, manche Babys SIND anstrengend, aber das wird nicht besser wenn wir versuchen, sie zu etwas zu zwingen, für das sie einfach noch nicht reif genug sind. Ihn abzustillen ist (leider) keine Garantie für ruhigere Zeiten!! Der Gedanke an die Flasche mag in dieser Stresssituation verlockend sein, aber künstliche Säuglingsnahrung ist absolut keine Gewähr dafür, dass die Abstände länger werden und Du mehr Ruhe bekommst. Wichtiger wäre also, dass du Ruhe findest - und Entlastung. Gibt es jemanden in deinem Umfeld, der dich mal entlasten kann, etwa indem er/sie mit dem Baby einen schönen langen Spaziergang macht? Eine Oma, Tante, deine beste Freundin oder der Papa? So, dass du dich in der Zeit zurückziehen kannst, zum Schlafen oder Ausruhen? Sprich auch mal mit deinem Hausarzt. Wenn du gesetzlich versichert bist, kann er dir eine Haushaltshilfe auf Rezept verschreiben (du musst erklären, dass weder Mann noch Oma den ganzen - oder halben - Tag frei nehmen können um dir zuhause zur Seite zu stehen, das lässt sich meist schaffen!). Solch eine Hilfe kannst du nach Absprache auch nur stundenweise, dafür aber über längere Zeit hinweg, einsetzen, und allein schon die Tatsache, dass du nicht waschen, putzen, bügeln, kochen musst ist eine riesige Erleichterung. Beschränke einfach so viel wie möglich auf das absolut Notwendige, so dass Du auf diese Weise mehr Zeit für dich bekommst. Diese „gewonnene" Zeit kannst Du dann dazu nutzen, dich wieder zu erholen, neue Energie zu tanken und auch zu einem ruhigen Gespräch und Nähe mit deinem Mann. Vergiss dich selbst nicht: Gönne dir etwas Gutes, dann lassen sich so anstrengende Phasen leichter überstehen. Das Baby schreien zu lassen - ohne es dabei liebevoll zu begleiten, ist grausam und wird heute von den meisten Psychologen nicht mehr gut geheißen (und auch nicht von Herrn Ferber, der die "Methode" mal entwickelt hat, als es darum ging zu vermeiden, dass Eltern ihren Säuglingen Gewalt antun!!). Solche Methoden sind schädlich, weil sie das Urvertrauen des Babys kaputt machen und dem Kind das Gefühl geben, dass sowieso niemand kommt, wenn es in Not ist. Dies ist übrigens der Grund, warum diese Trainings auch "funktionieren": Weil das Baby jede Hoffnung verliert und resigniert. Und das ist sicher nicht das, was wir unseren Kleinen als Botschaft mit auf den Lebensweg geben wollen, oder? Sehr ans Herz legen mag ich euch ein Tragetuch. Denn getragene Säuglinge sind meist pflegeleichtere Säugling, weil sie durch den intensiven Körperkontakt eines ihrer Grundbedürfnisse auf wunderbare Weise befriedigen können. Ein weiterer Vorteil: Auch der Papa kann sich das Baby an den Körper binden und mit ihm schöne lange Spaziergänge machen, während denen das Kleine an seinen Körper gekuschelt schlafen wird. Dies stärkt auch die Bindung zwischen Vater und Kind auf besondere Weise! Wie so ein Tuch optimal gebunden wird können dir die meisten Stillberaterinnen zeigen, darum macht es allein deshalb schon Sinn, mal zu schauen, ob es jemanden in Eurer Nähe gibt! Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest du, wenn du hier schaust: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Rauchen ist natürlich nicht super, dennoch sind die Experten der Meinung, es ist immer noch besser zu stillen als nicht zu stillen. Im Idealfall rauchst du nicht direkt vor dem Stillen, sondern eher danach, ok. Und versuchst es ein wenig zu reduzieren? Ich hoffe, das hilft schon mal weiter. Lieben Gruß, Kristina


zweizwerge

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Hallo Begüm, es kann sein, dass Dein Kind es langsam lernen kann, nachts weniger zu trinken - vielleicht wartest Du aber auch noch einen Monat oder zwei, wenn Du das Gefühl hast, Dein sohn braucht die Milch noch sehr. Hier im Forum wird das nachts abstillen bei entsprechendem Leidensdruck ab ca. 14 Monaten empfohlen. Wenn Du Dein Kind aber weinen läßt, dass solltest Du es immer begleiten... such mal hier im Forum nach der Radioweckermethode (ob man unbedingt wecken muss, lass ich mal dahingestellt, wenn man einfach das Aufwachen danach nimmt, geht es mE auch. Vielleicht planst Du es ja, wenn Du Dich dafür entscheidest, so, dass es in die Weihnachtsferien oder so fällt, denn es werden schon am Anfang unruhige Nächte. P.S. Hut ab, übrigens! Ich weiß, wie anstrengend das ist, und ich hab mich meistens auch schon mit den Kindern zum Schlafen hingelegt für die 2-3 Stunden durchgehenden Schlaf am Anfang :-).


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