Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Plötzlich ständig Brustentzündungen seit Anfang 2025

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Frage: Plötzlich ständig Brustentzündungen seit Anfang 2025

Sophie94

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Hallo Biggi, ich hab keinen Säugling mehr, sondern ein 27 Monate altes Kleinkind, dass vor allem nachts sehr gern gestillt wird.  An und für sich wärs mir auch egal, nur hab ich seit Beginn dieses Jahres fast monatlich mit Brustentzündungen zu kämpfen. Und ich weiß eigentlich nicht warum, weil ich das vorher nie hatte. Es ist auch nie die selbe Stelle, sondern mal links, dann mal rechts und immer an unterschiedlicher Stelle. Und es kommt gefühlt von einer Minute auf die andere, dass meine Brust plötzlich schmerzt und dann kann ich die Minuten zählen bis ich Fieber bekomm und sämtliche andere Beschwerden. Natürlich muss ich dann jedes Mal Antibiotikum nehmen, weil das ja bakteriell ist. Jetzt hab ich natürlich schon mal versucht meinen Sohn abzustillen, aber das endete im stundenlangen Geschrei nachts und da ich noch ein 4 jähriges Mädel daheim hab , hab ichs noch nie durchgezogen und er tat mir auch immer so leid. Jetzt reicht es mir aber wirklich, weil ich seit heute Nacht schon wieder mit einer Brustentzündung flach liege und ich nicht gefühlt jeden Monat Antibiotikum nehmen möchte. meine Frage wäre ob man während einer Brustentzündung abstillen kann? Wenn man regelmäßig stattdessen abpumpt bis die Entzündung abgeklungen müsste das ja funktionieren oder? Hab jetzt nur etwas Eile, weil bei uns in 3 Wochen die Eingewöhnung beginnt und das nicht unbedingt zusammenfallen soll mit dem Abstillen.  Und haben Sie eine Idee warum man plötzlich nach so langer Stillkarriere ständig mit Brustentzündungen zu kämpfen hat? Danke schon mal :)   lg


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Sophie94, ich würde trotzdem jetzt eher langsam abstillen, denn deinem Kind stehen jetzt viele Veränderung bevor und auch die Brust braucht Zeit für die Umstellung und keine Pumpe der Welt saugt so gut wie ein Kind. Ich würde eher nach der Ursache forschen, wenn die behoben ist, hast du einfach Zeit und auch keinen Druck. Immer wiederkehrende Milchstaus können oft ein Hilferuf sein, denn der Körper reagiert an seinem schwächsten Punkt und der ist bei einer stillenden Frau häufig die Brust. Es muss noch nicht einmal so sein, dass die Mutter den Stress, der auf ihr lastet als solchen wahrnimmt, aber er kann dennoch existieren. Deshalb könnte es auch dir helfen einen Gang zurückschalten, in dich hinein hören, wie man sich fühlt und ob einen etwas belastet oder bedrückt. Und ganz wichtig: regelmäßig etwas für sich selbst tun, Möglichkeiten der Erholung finden und nicht vergessen, dass eine Mutter auch ein MENSCH ist. :-). Es gibt Frauen mit immer wiederkehrenden Milchstaus oder Brustentzündungen, bei denen es hilft, wenn sie ihre Ernährung umstellen und auf gesättigte Fettsäuren so weit wie möglich verzichten und stattdessen auf (mehrfach) ungesättigte Fettsäuren achten. Zusätzlich kann die Einnahme von flüssigem Lecithin und Vitamin C helfen. Außerdem ist es wichtig auf die allerersten Anzeichen eines Staus zu achten und gleich zu handeln. Du kannst die gestaute (ev. schmerzende) Stelle vor dem Stillen wärmen (z.B. in einer Schüssel mit warmen Wasser oder in der Badewanne). Du kannst auch ein warmes feuchtes Tuch um die Brust legen. Manche Frauen empfinden es als angenehm, wenn sie zwischen den Stillmahlzeiten ein Heizkissen oder eine Wärmflasche über die Brüste legen. Andere wiederum finden Quarkwickel (bitte die Brustwarze und den Warzenhof aussparen und nicht bei bekannter Allergie gegen Kuhmilch anwenden) als hilfreich. Um die gestaute Stelle zu entleeren, solltest Du jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Du solltest alle eineinhalb bis zwei Stunden anlegen und dabei das Baby so halten, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Probiere es einmal mit dem Lecithin, ich kenne so viele Mütter, denen es sofort (und langanhaltend) geholfen hat. Wenn du das nicht magst, achte bitte auf die Brust und pumpe regelmäßig ab! Lieben Gruß Biggi


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