Mitglied inaktiv
Hallo Biggi! Ich hatte Dir gestern schon wegen meinem leukämiekranken Sohn und dem vielen stillen geschrieben. Danke für Deine Antwort! Hab aber noch eine Frage. Mir geht es ja ger nicht darum ihn jetzt ganz abzustillen oder so, das wäre je super gemein von mir. Ich würde es nur gerne etwas einschrenken. Ich habe schon ganz wunde Brustwarzen, weil er immer wenn er am Tropf hängt auch bei mir an der Brust hängt und das sind teilweise mehrere Stunden oder ganze Nächte. Ich glaube lange halte ich das nicht mehr aus und es wird immer schlimer. Gibt es keinen trick ihn einzuschränken, ohne ihm dabei wehzutun? Er müßte mit seinen 16 Monaten ja auch schon einiges verstehen. Und wie ist das wenn wir dann demnächst zu hause sind und er immer noch nicht essen will? Wie lange kann ein Kind in dem Alter nur von Mumi leben ohne das er irgendwelche Entzugserscheinungen hat oder so was? Hier im Krankenhaus sagen sie zwar, dass ich ihn ruhig viel stillen soll und es bestimmt nicht schaden kann, aber sie sagen auch, dass er auch andere Sachen brauch, die er eben im Moment durch den Tropf bekommt, weil er sonst nichts ißt. Ich bin da wirklich total unsicher und habe jetzt schon über eine Woche vorher total die Panik. Danke für die Hilfe! Dani
? Liebe Dani, dein Kind ist schwer krank und noch sehr klein. In dieser Situation kannst Du kein Verständnis und auch keine Geduld von ihm erwarten. Schau, dein Kleiner muss jetzt so viel ertragen: Chemotherapie (mit allen Konsequenzen und Nebenwirkungen), Narkosen, Lumbalpunktionen, ständiges Pieksen durch Spritzen oder das Legen von Venenzugängen, eventuell Bestrahlung ... Was soll der kleine Mann denn tun, außer sich an dich und auch an deine Brust zu klammern. Ständig kommen neue Menschen, die ihn anfassen, ihm weh tun. Immer wieder ist ihm übel, tut ihm etwas weh, muss er Prozeduren über sich ergehen lassen, deren Sinn er nicht versteht, die aber unangenehm bis schmerzhaft für ihn sind. Deine Milch ist für ihn Nahrung (nebenbei bemerkt eine sehr hochwertige Nahrung, von der er durchaus über einen sehr langen Zeitraum leben kann, ohne dass es zu Mangelerscheinungen kommt und die ihm, wie schon erwähnt, mit vielen Antikörpern und Immunstoffen versorgt) und das Stillen ist gleichzeitig sein Halt, bedeutet Sicherheit, Vertrautheit und Nähe. Erwachsene in dieser Situation bekommen immer das Angebot für eine psychische Unterstützung in Form verschiedenster Therapien. Dein Sohn ist zu klein, um seinen Verstand einzusetzen, er hat nur Angst, ist in Panik und braucht dich, deine Anwesenheit, deine Nähe und das Stillen. Sein Körper befindet sich in einem Krieg. Er braucht jetzt alles, was Du ihm geben kannst, um ihm zu helfen. Ich kann dir nur nochmals das Angebot machen, dich mit der Freundin meiner Kollegin auszutauschen, die in den gleichen Schuhen gelaufen ist, wie Du es jetzt tust. Ich bin sicher ein Gespräch mit einer Mutter, die all das, was ihr jetzt erlebt, selbst durchgemacht hat, würde dir wirklich weiterhelfen. Alles Gute und LLLiebe Grüße Biggi
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