Jeanex
Hallo! Ich habe folgendes Problem: Stillen war von Anfang an schwierig. Erst war es mit erheblichen Schmerzen verbunden (Wunde Brustwarzen- mit Belägen etc. obwohl sehr viele stillpositionen versucht wurden, Hebamme meinte das Kind sei sehr gut angelegt, war jedoch sehr gierig und hat stark gesogen..) das hat sich zum Glück gegeben.. dann Unruhe beim stillen: Baby hat sich immer verschluckt, Milch ausgespuckt, Brust angeschrien etc. jede Mahlzeit war/ist ein Kampf.. zu viel Milch und zu starker milchspendereflex.. auch "bergauf" stillen hat es nicht so wirklich gebracht (ich hab trotzdem weiter gemacht) Baby schafft an einem Tag no ch nicht mal eine Brust. Hinzu kommt das eine Brust viel mehr Milch gibt als die andere (meiner Meinung nach von Anfang an) also musste/muss ich verstärkt die Brust geben, da sie sehr groß und hart wird und sehr stark Schmerzt.. damit die andere Brust aber nicht versiegt gebe ich auch regelmäßig die, dann ist die "ergiebige Brust" aber seeehr groß und es kommt zum milchstau (öfter auch schon zu milchstau) Baby bekommt oft nur die vordermilch (grüner Stuhl mit Blähungen etc.) es ist sehr unzufrieden- trinkt aus Frust nichts oder nicht viel und ist immer (halb) hungrig und nie richtig satt... was soll ich blöd machen? Hebamme meint, wenn ich ausstreiche oder abpumpe wird die milchproduktion noch mehr angeregt.. das Baby Ist jetzt schon 10 Wochen alt aber ein einspielen des Stillens ist weit und breit nichts zu sehen... ich bin ziemlich verzweifelt, ich stecke meinem Kind sobald es Hunger anzeigt ein brust in den Mund um mich zu entlasten- dann rastet es regelmäßig komplett aus (Wutgeschrei bis fast zum hypervetilieren) ich sehne mich so nach friedlichem stillen aber es funktioniert einfach nicht (ich sehe wie die milch aus der Brust geschossen kommt.. auch nachdem ich schon den ersten Reflex (manchmal auch mehr..) in das Waschbecken fließen lasse.. die Milch Spritz dann oft dem Baby ins Gesicht, das macht es noch wütender und es wird überhaupt nichts mehr gegessen. Jedes Mal bevor ich anlege hab ich schon Angst davor.. manchmal wenn mein Sohn seeehr großen Hunger hat (wenn ich ihn 4 Std. Warten lassen hab - dann ist er aber schon sehr unzufrieden klappt das stillen erst ganz gut, aber wenn der milchfluss auch nach längerem und ergiebigem saugen nicht abschwächt wird er wieder sehr unruhig) ich überlege schon lange ob ich abstille aber eigentlich moechte ich so gerne das es mal doch irgendwann/ irgendwie klappt.. koennen sie mir weiterhelfen? Ist mit einem einpendeln der Milchproduktion noch zu rechnen? - manchmal isst mein Baby den ganzen Tag seeehr wenig und manchmal seeehr viel, das ist aber mittlerweile seltener geworden (das Baby hat Innerhalb der letzten Woche/n abgenommen- ich habe das Gefühl das es zwischenzeitlich mal besser funktioniert hat und jetzt gerade wieder Problematischer ist?)
Kyria
Liebe Jeanex, es tut mir so leid, dass bei euch das Stillen so ein K(r)ampf ist. Doch glaub mir, es kommt vor und lässt sich - bei adäquater Unterstützung - auch in den Griff bekommen. Zunächst einmal wäre es wichtig zu schauen, ob du in erreichbarer Nähe (1 Stunde Fahrt ist immer noch "erreichbar") eine Stillberaterin finden kannst. Schau doch mal unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Dann wäre es wichtig zu wissen, wie die Gewichtsentwicklung deines Kindes verlaufen ist. Kannst du mir dazu etwas schreiben (Datum + jeweiliges Gewicht, und ob es immer auf der gleichen Waage gemessen wurde). Warten lassen solltest du deinen Kleinen ebensowenig, wie ihm die Brust aufdrängen, wenn er sie gar nicht möchte. Erfahrungsgemäß kann es helfen, ihn eine Weile lang sehr intensiv zu tragen. In einem gut gebundenen oder einer GUTEN Tragehilfe geht das, ohne dich zu belasten. Der intensive Körperkontakt wirkt beruhigend, bindungsfördernd und fördert die neurologische Reifung, was sich alles auch aufs Stillen auswirkt. Hoffnung besteht immer, darum möchte ich dich gern ermutigen, die Flinte noch nicht ins Korn zu werfen. Gib bitte Bescheid, ob du eine Stillberaterin finden konntest (und scheue dich nicht, gleich anzurufen. Manchmal braucht es mehrere Anläufe...) Lieben Gruß, Kristina