Mitglied inaktiv
Ich stille meine Tochter (18 Wochen) voll, da ich als Kind unter Neurodermitis litt und ihr das ersparen möchte. Ich hatte mir vorgenommen, mindestens 6 Monate durchzuhalten, aber ich verliere immer mehr an Gewicht, da Anna von sehr vielen Dingen Blähungen bekommt. Sie schreit tagsüber auch viel und nachts will sie 1-2 mal gestillt werden. Das alles ist sehr anstrengend für mich, da ich auch mit dem Abpumpen nicht zurecht komme. Jetzt sitze ich in einer echten Zwickmühle. Einerseits finde ich Stillen unheimlich schön und geniesse es, aber andererseits wiege ich nur noch 48 Kilo (1.66m) und bin von der Schreierei auch ganz schön geschafft. Gibt es irgentwelche Aufbaunahrung, die gesund ist oder wäre es besser Abzustillen (was ich eigentlich nicht möchte)? Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar
Liebe Sprotte, immer wieder kommt die Behauptung auf den Tisch, dass Stillen die Mutter auszehre und es für die Frau besser wäre, wenn sie abstillt. Doch es gibt keinen Beweis dafür. Außerdem würde die WHO zum Beispiel keine mindestens zweijährige Stillzeit empfehlen, wenn dies der Gesundheit der Mutter abträglich wäre, denn die WHO hat das Wohl aller Menschen und nicht nur der Kinder in Sinn. Es ist auch nicht so, dass das Stillen so anstrengend wäre, sondern die Versorgung eines Babys oder Kleinkindes ist eine der anstrengendsten Tätigkeiten die es gibt und das macht den Frauen zu schaffen. Das Abstillen wird Ihnen Ihre Arbeit nicht erleichtern (im Gegenteil, es kann Ihnen zusätzliche Arbeit verursachen). So lange Sie nicht abstillen möchten, besteht wirklich kein Grund dazu. Sie schreiben, dass Sie wegen der Blähungen Ihrer Tochter kaum etwas essen können. Immer wieder wird stillenden Frauen gesagt, dass es gaaaanz wichtig sei, auf die Ernährung zu achten, damit das Baby keine Blähungen bekomme. Doch der Einfluss der Ernährung wird ganz entschieden überschätzt. Darmgase entstehen bei der Verarbeitung von Faserstoffen (Ballaststoffen) durch die Darmbakterien im Verdauungstrakt. Weder Verdauungsgase noch Ballaststoffe gehen in die Muttermilch über, auch nicht, wenn die Mutter unter extremen Blähungen leidet. Genau so wenig verändern stark säurehaltige Nahrungsmittel den pH-Wert der Muttermilch. Deshalb gibt es auch kein Verbot für Orangensaft. Normalerweise können stillende Mütter alles essen, bei manchen Nahrungsmitteln ist es allerdings anzuraten, dass sie nicht im Übermaß genossen werden. Einige Babys sind leider sehr empfindlich, aber auch hier lässt sich nicht sagen „lass den Orangensaft weg", denn es gibt Babys, deren Mütter problemlos Orangensaft trinken können, aber wehe sie essen eine Banane. Ich habe schon Mütter erlebt, die sich ausschließlich von Reis und Wasser ernährt haben und die Babys hatten weiterhin übelste Blähungen. Letztendlich bleibt nicht anderes übrig, als auszuprobieren, ob ein Baby auf etwas reagiert oder nicht, denn das ist wirklich von Kind zu Kind unterschiedlich und deshalb gibt es auch keine Listen mit erlaubten oder verbotenen Nahrungsmitteln. Blähungen entstehen auch nicht von zu häufigem Stillen (was immer auch unter diesem Begriff „zu häufig" verstanden werden soll). Es ist ein Ammenmärchen, dass zwischen zwei Stillzeiten ein bestimmter Mindestabstand eingehalten werden müsste. Was allerdings Blähungen verursachen kann, ist eine ungünstige Stillhaltung und nicht korrektes Saugen. Ein Baby, das an der Brust viel Luft schluckt, hat mehr Probleme mit dem Bauch. Deshalb ist es extrem wichtig auf korrektes Anlegen und Ansaugen zu achten. Am besten lassen Sie sich einmal von einer Stillberaterin in Ihrer Nähe zeigen, wie ein Baby gut und richtig angelegt wird und woran Sie erkennen, ob es korrekt saugt. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Vielleicht verwöhnen Sie sich in den nächsten Tagen mit einigen Extrakalorien, z.B. Sahne zum Kaffee oder ein Stückchen Torte, ein schönes Eis, eine große Pizza. Auch Nüsse sind sehr nahrhaft und geben Ihnen einige Kalorien. Sollten Sie noch Fragen haben, bin ich gerne für Sie da. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Na so was, meine Tochter ist auch 18 Wochen alt. Ich habe auch das Problem, dass ich immer mehr an Gewicht verliere, bin jetzt bei 54kg bei 1,73m, vorher waren es 62 :-( Anfangs habe ich jede Woche 1 Kilo verloren... Ein Tipp meiner Hebamme war MALZBIER, seid dem trinke ich mind. 1l Malzbier am Tag und das Gewicht geht nicht mehr gaaanz so rasant runter. Mein Frauenarzt redete auch davon, dass es besser für mich sei, abzustillen, hab mir daraufhin einen neuen gesucht! So ein Spinner!!! Der neue findet das auch Quatsch! Fläschchen vorbereiten macht ja noch mehr arbeit!!! Versuchs doch mal mit dem Malzbier, LG von Jenny
Mitglied inaktiv
Kann es vielleicht sein, daß Du Dir unnötigerweise eine ganze Reihe von Nahrungsmitteln versagst und deswegen immer mehr abnimmst?
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