Mitglied inaktiv
Hallo Biggi! Ich hatte vor ein paar Tagen geschrieben das ich meinen 3 Wochen alten Sohn nicht bzw. nur mit Stillhütchen an die Brust bekomme. Ich wollte auch Deine Tipps gleich in die Tat umsetzten nur ist es etwas anders gekommen als gedacht. Kurz und gut! Ich wollte am nächsten Tag beginnen und dachte mir, da Du ja geschrieben hattest das Stillhütchen überhaupt nicht gut sind, tu ich mir das Geschrei nochmal an und probier es ohne Hilfsmittel. Und es hat geklappt, Timo hat zwar kurz gemeckert, ist dann aber an die Brust und hat schön getrunken! Seit dem gibt es keine Probleme mehr mit dem stillen. Ich freu mich total,denn ich hätte nicht gedacht das es nochmal klappt! Aber jetzt sind nochmal ein paar Fragen aufgekommen. Timo trinkt zwar, aber nur etwa 10 Minuten (ganz selten länger) und nur immer an einer Seite pro Mahlzeit! Ich habe sehr viel Milch und dachte mir das er vielleicht genug bekommt, aber dem scheint nicht ganz so zu sein denn er kommt oft in Abständen von einer halben Stunde oder Stunde und will nochmal trinken. Dann trinkt er nur etwa 5 Minuten und will dann nicht mehr, alle Anbietungsversuche sind dann vergebens - er macht den Mund nicht mehr auf. Was kann ich denn dagegen tun? Dazu muß ich sagen das meine Brustwarzen schon wund sind und das tut höllisch weh - und das er so oft trinken will macht das ganze nicht besser. Vielleicht weißt Du auch ein Mittel gegen wunde Brustwarzen, das wäre super. Ich weiß das hört sich schon recht perplex an, erst wein ich halb weil er nicht trinken will und jetzt wein ich weil er zuoft an den Busen will. Aber ich hoffe Du verstehst mich ein wenig und kannst mir vielleicht helfen! Vielen dank im vorraus... viele Grüße Micha
? Liebe Micha, zunächst einmal ist es ein großer Erfolg, dass ihr von den Stillhütchen weg seid. Herzlichen Glückwunsch dazu. Es hat wenig Sinn dir jetzt ein Mittel gegen wunde Brustwarzen zu empfehlen, denn sämtliche Salben, Tinkturen oder sonstigen Mittelchen beheben nicht die Ursache der wunden Brustwarzen, sondern doktern nur an den Symptomen herum. Am besten wendest Du dich an eine Stillberaterin in deiner Nähe die sich einmal anschauen kann, wie Du anlegst und wie dein Baby trinkt. Das kann auch einseitig verschieden sein. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Bis Du eine Stillberaterin vor Ort erreichen kannst, hier schon einmal eine Beschreibung des korrekten Anlegens: Beim korrekten Anlegen wartest Du, bis das Babys seinen Mund weit öffnet - wie zum Gähnen. Dann ziehst Du es rasch an die Brust. Der Mund des Babys sollte mindestens zweieinhalb Zentimeter des Brustwarzenhofes bedecken. Das Kinn und die Nasenspitze des Babys berühren die Brust während der Stillmahlzeit. Die Lippen des Babys sind „aufgeschürzt" und entspannt. Die Zunge des Babys liegt unter der Brust. Schläfen und Ohren des Babys bewegen sich während des Saugens. Dein Baby liegt mit dir Bauch an Bauch. Es liegt auf der Seite, so dass sein ganzer Körper Dir zugewandt ist. Sein Kopf ruht in Deiner Ellenbeuge, sein Rücken wird von Deinem Unterarm gestützt und Du hältst seinen Po oder Oberschenkel mit Deiner Hand. Ohr, Schulter und Hüfte des Babys bilden eine Linie. Der Kopf sollte gerade liegen und nicht zurückgebogen oder zur Seite gedreht sein. Natürlich sind auch andere Haltungen möglich, solange das Kind die Brust richtig fasst und seinen Kopf und Körper nicht verdrehen muss und die Mutter sich in bequemer Haltung befindet. Eine gute Beschreibung der korrekten Anlegetechnik findest Du in dem Infoblatt „Stilltechniken, die funktionieren", das Du bei jeder La Leche Liga-Stillberaterin beziehen kannst. Selbstverständlich sind auch andere Stillpositionen möglich, wichtig ist aber, dass das Kind immer genügend Brust in den Mund nimmt und den Kopf beim Trinken nicht drehen muss. Um die Heilung der verletzten Brustwarzen zu beschleunigen haben sich die folgenden Vorgehensweisen bewährt: • vor dem Stillen etwas Milch ausstreichen, um den Milchspendereflex auszulösen, bevor das Baby an die Brust anlegt wird. • an der weniger wunden Seite (so es eine gibt) zuerst anlegen • nach dem Stillen etwas Muttermilch ausstreichen und auf den Brustwarzen trocknen lassen (dies wird nicht empfohlen, wenn das Wundsein durch eine Soorinfektion verursacht wird, da Soor auf Milch gute Wachstumsbedingungen findet). • ausreichend hochgereinigtes Lanolin (unter den Handelsnamen Lansinoh, Purelan oder Lanosin erhätltich) auf die Brustwarze auftragen, um sie zwischen den Stillmahlzeiten feucht zu halten (aber nicht zu viel Lanolin verwenden, sonst wird die Brustwarze glitschig und das Baby kann beim Stillen abrutschen). Es hat sich herausgestellt, dass dadurch der Heilungsprozess bei wunden, offenen und blutenden Brustwarzen beschleunigt wird, wenn diese durch schlechte Stillhaltung, falsche Anlegetechnik oder Saugprobleme entstanden sind. • zwischen den Stillmahlzeiten Brustwarzenschoner mit großen Öffnungen und Löchern zur Luftzirkulation im Büstenhalter tragen, um die Brustwarzen zu schützen. Es können auch mehrere Einmalstilleinlagen aufeinandergeschichtet und in der Mitte ein Loch, das als Aussparung für die Brustwarze dient, hineingeschnitten werden. Es ist vollkommen normal, dass ein so kleines Baby häufig und in kurzen Abständen gestillt werden will und bei den hohen Temperaturen der letzten Tage haben auch Babys deutlich mehr Durst. Wichtig ist auch nicht, wie oft und wie lange dein Kind angelegt werden will, sondern dass es gut gedeiht. Das kannst Du an den folgenden Anzeichen erkennen: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Sind diese Punkte alle erfüllt? Wenn ja, bekommt dein Baby auch genügend Milch. Scheue dich wirklich nicht, dich an eine Stillberaterin vor Ort zu wenden. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Huhu Micha, kann es sein, dass es bei euch auch zur Zeit recht warm ist? Dann ist es nämlich DURST! Den stillen die Babys mit der durstlöschenden Vormilch, deshalb trinkt er so oft und kurz. Mach dir dann keinen Stress, Emily kam anfangs bei Hitze auch alle 30 Minuten, inzwischen ist das Minimum zwei Stunden, die KLeinen gewöhnen sich an die Temperaturen! LG von Jenny
Mitglied inaktiv
Hallo Jenny und Emily! Darüber habe ich auch schon nachgedacht! Aber ich finde es momentan bei uns gar nicht so heiß. (aber vielleicht meine ich das nur) Ich finde das ist ziemlich schwer zu beurteilen, da die Kleinen ja ein anderes Wärmeempfinden haben als wir. Aber was sollte es sonst sein, außer Durst?! Ich gebe es ihm ja wirklich von Herzen gerne, da er so lange gar nicht getrunken hat. Das einzige das mich etwas belastet sind die Schmerzen durch die wunden Brustwarzen - naja wie sagt man: Zähne zusammen beißen und durch! Vielen Dank für deine Antwort Micha
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