Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

9 Monate alter Sohn wacht mehrmals nachts auf u ab 4 Uhr ist er "wach"

Frage: 9 Monate alter Sohn wacht mehrmals nachts auf u ab 4 Uhr ist er "wach"

Anna080489

Beitrag melden

Mein knapp 9 Monate alter Sohn hat folgende Schlafgewohnheiten: Wir bringen ihn zwischen 18 und 18:30 ins Bett, meistens ist er aber schon so müde,dass es eher 18 Uhr wird...ich singe ihm dann ein Lied (manchmal stille ich ihn noch,je nachdem wie gut er Abendbrei gegessen hat),gebe ihm einen Kuss u gehe aus dem Zimmer.Meistens ist er dann noch so 5-10 Min wach,meckert ab u zu auch mal noch u schläft dann aber immer ohne unser Zutun ein.Im besten Fall schläft er dann bis ca 23:00 od 23:30 Uhr.Dann stille ich ihn kurz u er schläft sofort weiter.Habe auch versucht ihn nicht zu stillen...aber er lässt sich anderweitig von mir nicht beruhigen...meistens habe ich aber nach 15 Min auch aufgegeben u habe kurz gestillt.Zwischen 2:00 u 2:30 Uhr ist er wieder wach u ich stille kurz u er schläft sofort weiter.Um 4:00 Uhr ist er meistens wieder wach,aber stillen bringt dann nichts zum weiterschlafen...er reibt sich permanent die Augen,gähnt ständig,aber lässt sich nicht wieder zum Einschlafen bringen.Ich stehe dann aber nicht mit ihm auf,sondern frühestens 5:45 Uhr,weil das eine Aufstehzeit ist mit der ich leben könnte.Nehme ihn dann um 4 ab u zu mit zu uns ins Schlafzimmer ins Bett,in der Hoffnung,unsere Nähe beruhigt ihn,aber er turnt dann nur herum bei uns im Bett,wenn er nicht gerade gähnt oder sich die Augen reibt...Ich habe das Gefühl,dass er noch richtig doll müde ist.Wenn wir dann gg 5:45 aufstehen,ist es aber so,dass er spätestens zwischen 7:30 u 8:30 wieder so doll müde u quenglig ist,dass er ein Schläfchen braucht.Meistens macht er dass dann beim Spaziergang in der Trage.Er schläft dann immer so um die 30 Min. Früh u vormittags stille ich ihn noch.Meistens 1x so in der Zeit von 7-8 Uhr,ab u zu dann gg 10 nochmal,manchmal aber auch nicht.MIttagessen bekommt er dann gg halb 12,weil er schon wieder fix u fertig ist,sich die Augen reibt,gähnt,quenglig ist...Mittagsschlaf macht er meistens so 1,5 -2 Stunden (12-13:30/14:00).Er ist dann spätestens 16 Uhr wieder doll müde,aber schläft nicht nochmal,auch wenn ich ihn 1,5 h im Kinderwagen umher fahre oder in der Trage trage,gähnt er zwar,reibt sich auch die Augen u sieht furchtbar müde aus,schläft aber nur ganz ganz selten mal ein.Deswegen geht er dann meistens zw 18 u 18:30 ins Bett.Eine halbe Std eher oder später ändern an seinem Schlafverhalten rein gar nichts,auch wenn er nachmittags mal schläft,sind die Zeiten nachts u früh nicht anders.Manchmal schläft er abends auch nur von 18 Uhr bis 21:30 u ich stille ihn da schon... Alles in allem bin ich furchtbar müde,hauptsächlich aber nicht wegen der nächtlichen Stillunterbrechungen (klar das kommt noch hinzu...),sondern wegen seiner Aufwachzeit gg 4 Uhr.Ich bin den ganzen Tag so sehr müde u es zerrt an meinen Nerven immer wieder auf die Uhr zu schauen u festzustellen,dass es 4 Uhr ist.... Und was ich noch schlimmer finde als meine Müdigkeit ist die Müdigkeit von meinem Sohn,der augenscheinlich auch nie richtig ausgeruht ist oder deute ich die Signale (Augen reiben,Gähnen) falsch?? Haben Sie vielleicht irgendeinen Tipp für mich was ich ändern könnte,damit wir alle ausgeruhter sind?Abstillen u Flasche geben,wäre ja aber noch aufwendiger u würde doch sicher das Problem nicht beheben,oder? Viele Grüße Anna


Beitrag melden

Liebe Anna, zunächst einmal wäre es nicht "schlimm", wenn er NICHT alleine einschlafen könnte abends. Die Erwartung, dass wir unser Baby allein im Zimmer lassen und es dann friedlich einschlafen sollte, hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun, und ein junger Mensch ist prinzipiell mal nicht dafür "programmiert" von seinen Instinkten her. Ebenso ist es ok, normal und gut, wenn er nachts stillen darf. Es IST ja auch die leichteste Methode, die Kleinen zum Schlafen zu bringen. Zu eurem konkreten Thema: Eine Alternative wäre, dass du mit deinem Kleinen auf einer Matraze auf dem Boden im Kinderzimmer schläfst und ein kleines Nachtlicht anhast. Wenn er dann wach wird und herumtollen möchte, dann kann er das alleine tun, während du wenigstens nebenbei dösen kannst in dem Wissen, dass alles um euch herum sicher ist und nichts gefährliches passieren kann. Übrigens, so paradox es klingen mag: Der scheinbare Rückschritt im Schlafverhalten ist eigentlich ein Fortschritt, denn er zeigt, dass die Entwicklung des Kindes voranschreitet. Vielleicht helfen dir auch diese Tipps: Wichtig ist, dass du weißt, dass dies zwar eine lange Phase ist, aber sie WIRD vorbei gehen! Bis dahin ist es meist einfacher, das Drumherum zu ändern, als das Baby. • Nimm ALLE Hilfe an, die du bekommen kannst. Erkundige dich mal, ob Du nicht eine Haushaltshilfe bekommen kannst (wegen absoluter und chronischer Erschöpfung). Möglicherweise kann dir auch deine Mutter, Schwiegermutter, Schwester oder eine Freundin (selbstverständlich auch das männliche Pendant dazu) etwas unter die Arme greifen. Das können ganz simple Dinge sein z.B. einmal alle Fenster putzen, deinen Bügelkorb leerbügeln, einige vorgekochte Mahlzeiten für deine Tiefkühltruhe, ein Nachmittag Babysitten (während du schläfst, in die Sauna gehst oder zur Massage, oder sonst etwas für dich tust). • Vielleicht findest du auch einen verantwortungsbewussten Teenager, der gegen geringes Entgelt bereit ist, mit deinem Kind zu spielen oder spazieren zu gehen. In dieser Zeit solltest du dann aber wirklich entweder schlafen (bzw. ruhen) oder DIR etwas Gutes tun. • Lass den Haushalt auf Sparflamme laufen. Nicht alles muss gebügelt werden. Wenn Handtücher nach dem Baden und Duschen wieder aufgehängt werden, statt auf dem Fußboden zu landen, können sie mehrmals benutzt werden, das spart Wäsche. Es ist nicht wesentlich mehr Arbeit die doppelte Menge Spaghettisoße zu kochen, aber du hast dann eine fast fertige Mahlzeit für die Tiefkühltruhe. Es schadet nicht der Gesundheit der Familie, wenn du die Fenster erst wieder im nächsten Jahr putzt. Du wirst sicher einiges finden, was im Haushalt nicht so perfekt gemacht werden muss. • Achte darauf, dass du genügend isst und trinkst. Du musst keine perfekten Menüs kochen und essen, einigermaßen ausgewogen reicht und es darf auch Tiefkühlgemüse statt frischem Gemüse sein (dann sparst du dir auch das Schälen und Putzen). Eine hungrige Mutter ist nicht so belastbar. LIeben Gruß, Kristina


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.