Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Zyklus/Fruchtbarkeit

Frage: Zyklus/Fruchtbarkeit

Mitglied inaktiv

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Hallo! Eigentlich geht es mir eher um Unfruchtbarkeit, da ich nach 3 Geburten in 3,5 Jahren beim besten Willen nicht wieder schwanger werden will :-) Ich habe einen ganz regelmäßigen 28-Tage-Zyklus, nach 14 Tagen einen typischen Eisprung-Mittelschmerz. Jetzt liest man aber vermehrt, daß nicht nur ein, sondern mehrere Eisprünge möglich sind. Gibt es Zeiten, z.B. kurz vor, während und kurz (wie kurz?) nach der Regelblutung, in denen ich garantiert nicht schwanger werden kann? Danke, Steffi


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Steffi, sofern die Frau jünger als 35 Jahre alt ist und die Zeit des Versuchens weniger als zwei Jahre beträgt, würde man ihr sicher erst mal raten, geduldig zu sein und abzuwarten, es sei denn, man hat schon vorab den Eindruck, dass, hormonelle oder organische Probleme vorliegen. Auch würde man mit einer Diagnostik nicht unbedingt vorher beginnen. Etwa 80% der Ehepaare mit Kinderwunsch erzielen im 1.Jahr eine Schwangerschaft, weitere 5% der Paare im 2.Jahr. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte ein Arzt /Ärztin aufgesucht werden, falls die Ehe kinderlos bleibt. Beim Alter der Frau über 35 Jahre, ist es angebracht, die Abklärungen bereits früher zu beginnen. Folgende Dinge sollten besprochen werden:  Besprechung des Kinderwunsches und der Krankengeschichte(durchgemachte Entzündungen und Operationen?)  Findet ein regelmäßiger Eisprung statt?  Wie steht es mit den wichtigsten Hormonen der Frau  Hat die Frau einen Eisprung? Sollte sie die Basaltemperatur messen? Das so genannte fertile Fenster, die Zeit, in der die Frau schwanger werden kann ist nach neuesten Erkenntnissen offensichtlich größer, als erwartet. Dennoch ist die Zeit um den Eisprung herum, (9.-15. Zyklustag bei 28-tägigem Zyklus) schon sehr fruchtbar. Ansonsten ist der Eisprung in etwa 12-14 Tage vor dem Tag der zu erwartenden Blutung. Darüber hinaus ist die Messung der Basaltemperatur sicher interessant, hat aber dank den modernen Untersuchungsmethoden (Hormonbestimmung, Ultraschall) an Bedeutung verloren und belastet aus Erfahrung nur die Lebensqualität der Frau. Hier sind Hormonuntersuchungen zum Nachweis des Eisprungs an bestimmten Zyklustagen in Kombination mit der Ultraschallkontrolle der Gebärmutterschleimhaut und der Eierstöcke mit seinen heranreifenden Follikeln sicher viel aussagekräftiger, was die Aussagekraft zur Gelbkörperfunktion angeht. Wenn die Frau/das Paar hier das Bedürfnis hat, dieses genauer beurteilen zu lassen, sollte vielleicht mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin über ein Zyklusmonitoring sprechen, um die Abläufe besser eingrenzen zu können. Gleichzeitig sollte auch über negative Einflüsse auf die Fruchtbarkeit: Alkohol, Nikotin, Stress (bei beiden) und einem eventuellen Übergewicht bei der Frau gesprochen werden. VB


Mitglied inaktiv

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Hallo! Da Sie noch nicht geantwortet haben, kann ich ja direkt noch eine Frage nachschieben. Nach der letzten Geburt vor gut 10 Monaten, hatte ich anfänglich eine sehr starke Regelblutung, letzten Monat eine sehr schwache und heute, am ersten Tag, nur eine dunkelbraune Schmierblutung. Ist das normal? (Damit meine ich: Gibt es das öfter oder muß ich zum Arzt - da war ich nämlich eigentlich gestern schon zur Beckenbodenkontrolle und da war alles ok, aber die Blutung hatte auch noch nicht eingesetzt.) Vor den Geburten hatte ich eigentlich immer eine gleichmäßig recht leichte Blutung. Danke, Steffi


Mitglied inaktiv

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