Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

wie Gestose merken???

Frage: wie Gestose merken???

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Hallo Herr Dr. Bluni, ich bin nun in der 34+3 Woche und habe seit 5 Wochen starke Wassereinlagerungen in den Beinen und seit ein paar Tagen auch in den Händne, die teilweise auch taub werden. Mein Blutdruck ist so um 130/85 bis 145/98. Ausserdem habe ich SS-Diabetes. Meine FÄ meint das sei nicht bedenklich aber ich mache mir doch Sorgen, da ich letztes Jahr meine Tochter aufgrund einer Palzentalösung verloren habe(in der 22.SSW) Heute habe ich auch einen unangenehmen Druck um den Bauchnabel und Übelkeit. Wie kann ich eine Gestose bemerken und ab wann sollte ich ins Krankenhaus??? Vielen Dank Michaela


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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Liebe Michaela, wenn die Präeklampsie ("Gestose") sich auch durch Symptome wie Wassereinlagerungen, hohen Blutdruck, Flimmern vor den Augen etc. bemerkbar machen kann, so ist es in aller Regel für Sie nicht möglich, diese Diagnose zu stellen. 2. es wird angenommen, dass die Ödeme Ausdruck einer gestörten Nierenfunktion sind, in deren Folge es zur Ansammlung von Natrium kommt und somit zur Wassereinlagerung im Gewebe außerhalb der Zellen, was dann zur Gewichtszunahme führt. Wenn kein Bluthochdruck oder eine Eiweißausscheidung vorliegen, dann stellen die alleinigen Ödeme keinen Risikofaktor dar. Wechselduschen und Schwimmen sind hilfreich, da durch den hydrostatischen Druck des Wassers die Ödeme zurückgedrängt werden können. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass eine gute, ausgewogene Ernährung mit eiweißreicher, kalorienreicher und keineswegs salzarmer Kost, einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft hat und das Auftreten einer so genannten Gestose in vielen Fällen zu verhindern oder zu lindern hilft. Selbst bei schon bestehenden Beschwerden, vor allem Ödemen, können diese erheblich gemindert werden. Nicht unerwähnt bleiben, sollten Möglichkeiten der Akupunktur, mit der Ödeme auch behandelt werden können. 3. die Häufigkeit der vorzeitigen Lösung der normal angelegten Plazenta(=Abruptio placentae) wird in der Literatur zwischen 0,3 bis 1% angegeben. In der bayerischen Perinatalerhebung von 1996 betrug sie 0,5%. Sie ist eine gefährliche Komplikation sowohl für die Mutter als auch für das Kind. Ihre Ursache besteht am häufigsten in Gefäßveränderungen im Bereich der Insertionsstelle der Plazenta (Mutterkuchen), die im Rahmen einer EPH-Gestose auftreten. Im Bereich der Spiralarterien kommt es zur Gefäßruptur mit Bildung eines retroplazentaren Hämatoms (Bluterguss hinter dem Mutterkuchen). Wichtig in dem Zusammenhang ist der schon in den 80iger Jahren beschriebene Zusammenhang, dass Raucherinnen ein höheres Risiko für eine nicht reguläre Anlage der Plazenta (Plazenta praevia) haben und wenn Frauen mit dem Rauchen aufhören, haben sie ein um 23% niedrigeres Risiko für eine vorzeitige Plazentalösung und ein um über 30% niedrigeres Risiko für eine Plazenta praevia. Das Wiederholungsrisiko wird in der Literatur mit Werten zwischen 4,4 % und 12 % angegeben. Als assoziierte Risikofaktoren werden ein vorzeitiger Blasensprung, intrauerine Wachstumsretardierung (Wachstumsminderung) und ein schwangerschaftsbedingter hoher Blutdruck gesehen. Für eine erneute Schwangerschaft ist es wichtig, dass die Betreuung bei einem Frauenarzt und eine Mitbetreuung und ENTBINDUNG in einer Frauenklinik geschieht. Die individuelle Betreuung und weitere Einzelheiten sollen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Frauenarzt/ärztin besprechen. VB


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