Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

VU heute! Leider Lang!

Frage: VU heute! Leider Lang!

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Lieber Dr. Bluni, Hatte heute meine 3. VU. Bin in der 16. SSW und es ist meine 2.SS. Damals wohnte ich woanders und hatte folglich auch eine andere FÄ. Meine jetzige wie auch die damalige SS verläuft gut, keine Beschwerden,und ich fühle mich wohl! Was mich beschäftigt, daß mir kein Blut abgenommen wird,ich muß mich nicht wiegen, lediglich mein Blutdruck wird gemessen. Sie machte bis jetzt jedesmal US,aber sind die anderen Dinge nicht auch wichtig! Die biometrischen Daten werden auch nicht in meinen MP eingetragen. In der Spalte mit dem Hb-Wert stehen folgende Kürzel:AFP KI.BB. Was bedeutet das? Für mich ist wichtig, ob das ausreichend ist, kenne es anders von meiner 1. SS! Der nächste VU Termin ist auch erst am 11.01.2005! Sollte ich in der Zwischenzeit Probleme bekommen, soll ich mich an ein KH wenden. Bin nun doch etwas unsicher!Vielen Dank im Voraus! Silke Vie


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

Beitrag melden

hallo, wenn hier Unsicherheit entsteht, über das, was gemacht oder nicht gemacht wird, sollte sicher das Gespräch mit der Frauenärztin gesucht werden, um Missverständnisse aus dem WEg zu räumen. Sicher gibt es entsprechend der Mutterschaftsrichtlinien Vorgaben,was wann untersucht wird. die Bestimmung des Alpha-Fetoproteins im Rahmen der Pränataldiagnostik mit konsekutiver Risikoberatung bezüglich des Vorliegens einer Neuralrohrfehlbildung ist eine Leistung, die zu einer vorher durchgeführten Aufklärung verpflichtet. Durch Bestimmung des AFP (=Alpha-Feto-Protein) im mütterlichen Blut lässt sich bei erhöhten Werten ein Hinweis auf Neuralrohr-Missbildungen (Spina bifida, "offener Rücken") beim Kind ableiten. Da der Wert im mütterlichen Blut durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird, bedeutet ein erhöhter Wert keinesfalls, dass eine Missbildung vorliegt. Hier kann die Bestimmung des Alpa-fetoproteins per Fruchtwasserpunktion Klarheit bringen und das Kind zudem mittels Ultraschall genau auf Organmissbildungen untersucht werden. Diese sollte dann durch einen dafür entsprechend qualifizierten Untersucher(in) erfolgen. Eine wiederholte Messung ist meines Wissens wenig sinnvoll oder hilfreich! Deutlich erniedrigte Werte werden hingegen mit Erbgutschäden in Verbindung gebracht. Sie könen aber auch auf Grund eines falsch eingeschätzten Schwangerschaftsalters (tatsächlich jünger als ursprünglich gedacht) zu Stande kommen. Der Wert selbst ist abhängig von der Schwangerschaftswoche, dem Gewicht der Schwangeren, und der Frage ob Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft. VB


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.