Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Vormlich normal in 2. Zyklushälfte

Frage: Vormlich normal in 2. Zyklushälfte

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Lieber Herr Dr. Bluni, ich befinde mich nun wieder im 1. Zyklus nach meiner Schwangerschaft.Hatte auch bereits wieder einen eisprung. Nun hab ich gestern festgestellt das meine Brüste wieder diese sogenannte vormilch produzieren ist das normal in der zweiten Zyklushälfte? Hab nämlich seit wochen eigentlich schon keinen Milchfluß mehr gehabt. Wurde mit tabletten abgestillt. LG dani


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo Dani, ein Austritt von klarer oder milchiger Flüssigkeit kann gelegentlich, auch unabhängig von einer vorherigen Entbindung, vorkommen. Nach der Geburt kann es manchmal bis zu etwa einem Jahr noch zu einem Austritt geringer Mengen an Milch/Flüssikgeit kommen, ohne, dass dieses gleiche eine klinische Bedeutung haben muss. Er hat zunächst keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit In einigen Fällen kommt es zum spontanen Austritt von Flüssigkeit aus der einen oder beiden Brustwarzen. In anderen Fällen lässt sich dieses nur durch Druck auf die Brust provozieren. Es handelt sich meist um ein klares Sekret oder eine milchige Flüssigkeit. Allerdings kann das Sekret auch anders gefärbt sein. Es kommen hier u.a. hormonelle Veränderungen (milchbildendes Hormon & Schilddrüse), verschiedenste Medikamente und auch Veränderungen in den Milchgängen als Ursache in Frage. Diagnostisch ist neben dem Labor, der klinischen Untersuchung der Brustdrüsen und der Lymphabflusswege eventuell ein Abstrich auf Bakterien sinnvoll. Darüber hinaus können der Ultraschall der Brust und ggf. die Mammographie weiterhelfen. Bei Anhalten des Flüssigkeitsaustritts kann ggf. auch eine Röntgendarstellung der Milchgänge zeigen, ob hier Veränderungen vorhanden sind, die man in der Mammographie eben nicht erkennen kann. Was hier im Einzelfall die sinnvollste Diagnostik ist, wird am besten der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin entscheiden können. In der genannten Situation ist es aber häufig so, dass man keine hormonelle oder organische Ursache findet und demzufolge auch nichts weiter machen würde, als zuzuwarten. VB


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