Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Verkürzung des Gebärmutterhalses

Frage: Verkürzung des Gebärmutterhalses

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Befinde mich in der 21. Schwangerschaftswoche.Ich war am 24.07.06 wegen starken Schmerzen in der rechten Seite unter dem Bauch beim Frauenarzt.Mein Arzt hat festgestellt das sich mein Gebärmutterhals verkürzt hat. Daraufhin hat er mich zur Intensivschwangerschaftsberatung ins Krankenhaus geschickt.Diese haben festgestellt das mein Gebärmutterhals jetzt 34mm lang ist und ich wahrscheinlich Wehen gehabt habe. Ich wurde daraufhin jetzt krank geschieben und mir wurde gesagt das ich viel Ruhe brauche und viel liegen soll und wahrscheinlich bis zum Ende der Schwangerschaft krank geschieben bin. Meine Frage steht es wirklich so schlimm und wie lang ist ein Gebärmutterhals normal?Was muss ich sonst noch so beachten damit nichts passiert? Danke für Ihre Antwort.


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, physiologischerweise verkürzt sich der Gebärmutterhals gegen Ende der Schwangerschaft immer, was ein Zeichen dafür ist, dass sich die Gebärmutter auf die Geburt vorbereitet. Kommt es jedoch früh zu einer Verkürzung deutlich vor der 34. SSW, dann bedeutet dieses, je nach Ausprägung eine Risikoerhöhung für eine Frühgeburt. Diese Verkürzung wird durch eine vorzeitige Wehentätigkeit hervorgerufen, wobei die genauen Entstehungsmechanismen bis heute nicht eindeutig geklärt sind. Eine bakterielle Besiedlung ist sicher nur eine Erklärung. Die Länge alleine lässt keine Rückschlüsse zu, außer, dass man sagen kann, dass eine Länge von weniger als 2,5 cm mit einem erhöhten Risiko der Frühgeburt einhergeht und deshalb entsprechende Empfehlungen und Maßnahmen ausgesprochen werden. Wichtig ist es, hier immer den Gesamtzusammenhang zu sehen: Sehr hilfreich ist es, wenn bekannt ist, ob Beschwerden, wie Kontraktionen oder vorzeitige Wehen vorliegen oder es Hinweise für eine Entzündung im Bereich der Scheide gibt. Eine solche Entzündung mit Bakterien kann hier der Auslöser sein. Besonders bedeutsam ist, inwiefern sich im vaginalen Ultraschall Hinweise auf eine bedeutende Verkürzung des Gebärmutterhalses, ggf. verbunden mit einer Trichterbildung finden. In einigen Fällen hilft die körperliche Schonung mit Verzicht auf Sport und Verkehr und die prophylaktische Einnahme von Magnesium. Dieses beruhigt die Gebärmutter. In anderen Fällen reichen diese Maßnahmen alleine aber nicht aus. Manchmal ist dann auch eine stationäre Behandlung notwendig. Wie hier für Ihre persönliche Situation das sinnvollste Vorgehen aussehen sollte, kann sicher Ihre behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt im Rahmen der Untersuchung beurteilen. Gegebenenfalls wird hier zur Entscheidungsfindung auch die Klinik mit einbezogen. VB


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