Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

untersuchung wärend der schwangerschaft

Frage: untersuchung wärend der schwangerschaft

Mitglied inaktiv

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ich bin in der 20 schwangerschaftswoche ist es üblich bis da hin nicht einmal die herztöne abgehört zu haben auch bei der letzten ultraschal untersuchung (19 woche)bekam ich zur antwort das man das geschlecht des kindes erst in der 27 woche erkennt und danach ist es angeblich schon wieder zu spät da dann das kind zu groß wäre wie ich danach gefragt habe jeder besuch bei meinen arzt dauert vielleicht 10 minuten samt ultraschal und alles drum und drann ich weiß nicht wie groß oder ob das kind überhaubt gesund ist und muß ich auch keine vitamintapletten zu mir nehmen und kann man unter der schwangerschaft den arzt wechseln ? lg Tira


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Tira, Sie können in den online abrufbaren Mutterschaftsrichtlinien nachlesen, was Gegenstand der Untersuchungen ist. Die Adresse ist http://www.medical-text.de/abrechnungebm/richtlinien/mutter/richmu01.htm Dazu gehört bei den Untersuchungsterminen der Nachweis der Herzaktionen; ob per Ultraschall, CTG-Gerät oder mit einem anderen Verfahren. Was die Nachweisbarkeit des Geschlechts angeht, so hängt dieses ganz sicher u.a. von den Ultraschallbedingungen, dem US-Gerät und der Erfahrung des Untersuchers ab, wann er/sie das Geschlecht einigermaßen sicher beurteilen kann. In einigen Fällen geht dieses schon vor der 20. SSW, manchmal aber eben erst später. In den wohl meisten Fällen ist das Geschlecht dann auch noch nach der 27. SSW zu erkennen. Wenn es um die Frage geht, was an Mineralstoffen und Vitaminen schon bei Kinderwunsch bzw. in der Schwangerschaft ratsam ist, so kann man sagen, dass in jedem Fall frühzeitig schon die Einnahme von Folsäure (0,4 mg/Tag) und Jodid (200 Mikrogramm/Tag - sofern keine Schilddrüsenerkrankung vorliegt), empfehlenswert ist. Liegt bei der Frau ein Risiko für eine Neuralrohrfehlbildung (familiäre Belastung und/oder Kind mit offenem Rücken/Lippen-Kiefer-Gaumenspalte) vor oder nimmt sie z.B. Medikamente gegen eine Epilepsie ein, sollten vorsorglich 5mg Folsäure pro Tag eingenommen werden. Außerdem hat sich die prophylaktische Einnahme von Magnesium als sinnvoll erwiesen. Es sind 300 mg/Tag bzw. 15 mmol/Tag zu empfehlen. In oraler Verabreichungsform kann dieses problemlos gesteigert werden, da die einzige Nebenwirkung bei zu hoher Dosierung der Durchfall ist. Die Erfahrung zeigt, dass in vielen Fällen diese empfohlene Tagesdosis auch über die Ernährung nicht erreicht wird und es deshalb in der Schwangerschaft mehr als ratsam ist, dieses zuzuführen. Die Folsäure sollte in jedem Fall in den ersten 3-4 Monaten der Schwangerschaft eingenommen werden. Neuere Untersuchungen stützen die Vermutung, dass eine gute Versorgung mit Folsäure in der Frühschwangerschaft das Risiko für Neuralrohrschäden, d. h. einen offenen Rücken des Kindes, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten und ähnliche Fehlbildungen mindert. Die offizielle Empfehlung, die auch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE: www.dge.de) herausgegeben wird, ist, dass die Frau (sofern keine Schilddrüsenerkrankung vorliegt) schon mit Kinderwunsch und natürlich während der Schwangerschaft und Stillzeit täglich 200 Mikrogramm Jodid zusätzlich substituiert, unabhängig von der Ernährung oder Einnahme von jodiertem Salz. Die Vorteile für das Kind liegen hier wissenschaftlich in vielen Studien erwiesen eindeutig auf der Hand. Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Jod. Ein Jodmangel kann sich nicht nur an einer Vergrößerung der Schilddrüse zeigen, sondern hat für Schwangere noch schwerwiegendere Folgen. Ein Jodmangel des ungeborenen Kindes beeinträchtigt seine Entwicklung weitreichend. Die Neugeborenen zeigen eine verlängerte Neugeborenengelbsucht, sind trinkfaul und bewegungsarm. Wenn die Diagnose nicht frühzeitig gestellt wird, kann sich das Vollbild des Kretinismus (dysproportionierter Zwergwuchs mit Intelligenzeinschränkung) entwickeln. Darüber hinaus zeigt sich in der Schwangerschaft durch Ernährungsdefizite häufig eine Eisenmangelanämie, die sich nach der Geburt durch größere Blutverluste und auch fehlende Prävention und Therapie dieser Blutverluste bei Geburt verstärken kann. Die WHO definiert eine Anämie beim Vorliegen eines Hämoglobinwertes unter 11 g/dl in der Schwangerschaft und unter 10 g/dl in der Wochenbett-Periode. Es ist gesichert, dass niedrige Hämoglobinwerte in der Schwangerschaft und im Wochenbett - insbesondere Werte unter 9 g/dl Negativauswirkungen auf den Schwangerschaftsverlauf und die kindliche Entwicklung haben. Als negative Auswirkungen einer Anämie stehen bei der Mutter gehäufte Infektionen und Frühgeburtlichkeit im Vordergrund. Beim Ungeborenen stehen die Wachstumsminderung mit Mangelentwicklung und Frühgeburtlichkeit im Vordergrund. Als Prophylaxe ist zunächst der Genuss eisenreicher Nahrung zu empfehlen: Der größte Eisenlieferant ist Fleisch, vor allem Rindfleisch. Das tierische Eisen ist für unseren Organismus besser zu verarbeiten als das pflanzliche. Darüber sollten reichlich Vollkornprodukte und dunkles Gemüse verzehrt werden. Kaffee und Tee hemmen die Eisenaufnahme; Vitamin C erleichtert sie. Wer also zum Essen Orangensaft trinkt oder in die Salatsoße etwas Zitronensaft gibt, verbessert damit seine Eisenbilanz. Bei Vorliegen einer Anämie ist in jedem Fall die Verabreichung eines Eisenpräparates zu empfehlen. Das Eisenpräparat kann bei entsprechenden Nebenwirkungen ausnahmsweise auch mal nicht auf nüchternen Magen und vielleicht am Abend eingenommen werden, da dann die Nebenwirkungen überschlafen werden. Ansonsten sollte es eben besser auf nüchternen Magen und morgens eingenommen werden. VB VB


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Man sagte uns in der 21.SSW das Geschlecht unseres Babys (Feindiagnostik). Vor kurzem waren wir zum Tag d. offenen Tür im Krankenhaus, dort wurde u.a. die 3D- und 4D-Ultraschalltechnik vorgeführt, Geschlecht wurde uns bestätigt (in der 35.SSW). Es war eine Frau vor uns, 20.Woche - auch hier war das Geschlecht eindeutig zu erkennen. Arztwechsel habe ich auch gemacht - in der 26.SSW ohne Probleme. MfG


Mitglied inaktiv

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Wir haben das Geschlecht in der 15. SSW gesagt bekommen, und es hat sich auch bestätigt *g* In einer späteren Woche erkennt man dies aber auch noch - je nach Lage des Babys. Die Herztöne des Kleinen wurden bei mir nie abgehört, die kann der Doc auch auf dem Ultraschall sehen... Später wird ja auch das CTG gemacht. Einen Arztwechsel hatte ich ohne weiteres in der Schwangerschaft vorgenommen, da ich mich bei meinem alten einfach nicht genug aufgehoben gefühlt hatte. Wenn Du also so ein Gefühl hast, kannst Du auch woanders hingehen, man ist da nicht gebunden. Was die Vitamintabletten angeht. Du musstest doch sicher schonmal Blut abgeben oder? Wenn Du einen Mangel hättest, hätte der FA dies bestimmt mitgeteilt.. sollte das nicht so sein, würde ich auch wechseln :-) Alles Gute...


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