Fidelia
Sehr geehrter Herr Dr. BLuni, ich bin zurzeit in der 31. SSW und war Anfang September für zwei Wochen in Frankreich, wo ich täglich französische Salami gegessen habe. Zuvor hatte ich mich beim Robert-Koch-Institut informiert, die auf ihrer Internetseite Salami als ausreichend sicher einstufen. Bei meinem folgenden Facharztbesuch war der Arzt davon aber nicht so überzeugt und schlug einen erneuten Toxoplasmosetest vor, der gestern gemacht werden sollte. Leider stand ich dann vor verschlossener Praxis wegen Urlaub. Nun frage ich mich, ob es in Ordnung ist, eine weitere Woche auf die Blutabnahme zu warten, da der Urlaub ja auch schon einen Monat her ist. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit durch die Salami infiziert worden zu sein? Und wie lange würde es dauern, bis sich das Kind ansteckt bzw. Schäden davon trägt? Eine Nachfrage im Vetretungskrankenhaus ergab, dass dieses nur im Notfall Blut abnehmen würde, wozu ein Toxoplasmosetest nicht zählt. Ich hoffe, Sie können mich beruhigen, denn ich habe Sorge, dass man im Falle eines positiven Tests zu spät handeln könnte. Vielen Dank für Ihre Antwort!
Hallo, 1. in aller Regel reicht ein derartiger Zeitraum aus, denn noch lange nicht wird es bedeuten, dass jede Schwangere, die jemals Salami gegessen hat nun eine Toxoplasmose bekommen wird. 2. Wir wissen von jährlich etwa 20 im Mutterleib erworbenen Infektionen mit Toxoplasmen, die gemeldet werden. Daraus können Sie folgern, dass bei 675.000 Geburten in 2008 die Wahrscheinlichkeit bei etwa 1:33.700 gelegen hat. Auch das Internet mit all seinen "Expertenseiten" hat aber leider dazu geführt, dass die Deutsche Schwangere eher meint, die Wahrscheinlichkeit liege bei 1:3. VB
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