Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Tiefe Plazenta, retroplazentare Hämatome

Frage: Tiefe Plazenta, retroplazentare Hämatome

Lavendel15

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Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, Sie haben diese Frage wahrscheinlich schon unzählige Male beantwortet. Dennoch brauche ich eine weitere Meinung. Vor 6 Tagen bei 10+6 SSW bin ich nachts durch schmerzlose wasserfallartige Blutungen aufgewacht. Wir sind daraufhin sofort in die Notaufnahme des Krankenhauses gefahren. Die Blutungen wurden immer heftiger. Bei der folgenden Ultraschalluntersuchung ging es unserem Baby wie durch ein Wunder gut. Die Ärztin vermutete eine nah am Muttermund sitzende Plazenta. Ich wurde zur weiteren Kontrolle stationär aufgenommen. Durfte aber noch am selben Nachmittag bei leicht rückläufiger Blutung das KH verlassen. In den folgenden Tagen hörten die Blutungen so gut wie vollständig auf, nur 2mal kamen sie abends leicht zurück. Ich schone mich seit dem KH sehr und liege viel. Gestern bei 11+3 war ich zur Kontrolle bei meinem FA. Dieser bestätigte die sehr weit ausgebreitete und tief liegende Plazenta, zeigte sich aber optimistisch. Gestern Abend ging es mit den Blutungen wieder los, diese hielten auch bis heute morgen an. Ich war sofort wieder beim FA. Der Befund hat sich leider zu gestern verschlechtert. Plazenta ragt wohl über den Muttermund und es haben sich 2 Hämatome dahinter gebildet. Die Größe nannte er nicht. Er sagte nur, dass er nicht mehr so positiv wie am Vortag ist. Er verordnete mehr Magnesium, Progesteron und Bettruhe. Er stellte mir frei, ob ich stationär ins KH möchte oder nicht. Im Moment habe ich mich dagegen entschieden. Meine Sorgen sind nun grenzenlos was alles passieren kann. Muss ich zwingend ins KH? Ist das Risiko für unser Kind wirklich so hoch? Was kann ich zur Besserung tun? Ich danke Ihnen vielmals!


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, in aller Regel werden wir den Verlauf so früh gar nicht beeinflussen können. Deshalb werden wir vornehmlich körperliche Schonung mit Verzicht auf Sport, Verkehr u. anstrengende Tätigkeiten und die Substitution von Magnesium (ca. 300 mg pro Tag) empfehlen. Weder wird Progesteron noch Bettruhe das Fehlgeburtsrisiko weiter reduzieren können. Das individuelle Vorgehen stimmen Sie aber bitte mit Ihrer Frauenärztin/Frauenarzt ab, denn das kann kein Arzt über das Internet entscheiden. Liebe Grüße VB


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