Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Senkwehen und Wasser

Frage: Senkwehen und Wasser

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Hallo Dr. Bluni, ich bin in der 36. SSW und es ist die 1. SS für mich. Bisher hatte ich immer starkes Ziehen im Unterbauch, so dass sich der Bauch total hart anfühlte sowohl in Stress-als auch in Ruhesituationen. Man sagte mir , es seien Übungswehen/Vorwehen, die Gebärmutter würde sich vorbereiten. Gestern hatte ich ein so starkes Ziehen im rechten Scheidenbereich, so dass ich nicht mehr gut laufen konnte.Waren das die besagten Senkwehen? Der Bauch ist aber noch ziemlich weit "oben". Kann das Kind nun eher kommen? oder habe ich noch 4 Wochen Zeit? Weitere Fragen: Macht man zum Ende der SS keine Ultraschall mehr, weil das Kind mittlerweile zu groß ist? Wie überwacht man weiter Größe und Gewichtszunahme? Nur durch Abtasten? Mein Gewicht kann ja nicht so aussagekräftig sein, da ich z.B in den letzten 2 Wochen knapp zwei kg zugenommen habe aufgrund von Wasseranlagerungen. Ich habe dickere Hände und Arme bekommen, so dass sie nachts nur noch "Kribbeln", weil es auf die Nerven geht. Wer hat noch Tipps, wie man wieder besser schlafen kann. Außer viel trinken kann man bei Wasser ja nicht viel machen, oder? Ich würde mich über schnelle Antworten freuen. Vieln Dank im Voraus Gruß Klara


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Klara, zunächst würde ich Sie bitten, die Anzahl der Fragen, die auf einmal gestellt werden, entweder zu begrenzen oder die Fragen jeweils einzeln ins Forum zu stellen. Dehalb hier meine Antwort auf Ihre ersten drei Fragen: 1. ob das Ziehen nun Senkwehen waren, was in der 36.SSW möglich ist, oder ob dieses andere Ursachen hat, wird sicher Ihre Frauenärztin/Frauenarzt beurteilen können. 2. die ersten Anzeichen der sich anbahnenden Geburt können sehr variabel und vor allem individuell sein. Dieses gilt auch für weitere Schwangerschaften. Und so ist es aus solchen Schilderungen ohne Untersuchungsbefund und CTG nicht ableitbar, ob dem hier nun auch so ist. Das bedeutet man kann für den Einzelfall nicht vorhersagen, ob dieses nun ein Heinweis ist, dass es losgehen wird oder ob das Kind früher als erwartet kommt. Dieses geht auch bei einem bestimmten geburtshilflichen Befund nicht, von dem man vielleicht annehmen würde, dass es für einen Geburtsbeginn reichen würde. Jeder erfahrene Geburtshilfer weiß, dass man hier immer wieder überrascht wird. Das hängt zum Teil von vielen Faktoren ab. Und auch, wenn hier z.B. schon regelmäßige Senkwehen verspürbar wären, kann es noch einige Tage dauern. Die Empfehlung wäre hier immer, sich an die Ratschläge der Hebamme oder des betreuenden Arztes zu halten und diese bei Unsicherheit zu konsultieren. 3. es wird angenommen, dass die Ödeme Ausdruck einer gestörten Nierenfunktion sind, in deren Folge es zur Ansammlung von Natrium kommt und somit zur Wassereinlagerung im Gewebe außerhalb der Zellen, was dann zur Gewichtszunahme führt. Wenn kein Bluthochdruck oder eine Eiweißausscheidung vorliegen, dann stellen die alleinigen Oedeme keinen Risikofaktor dar. Die Beine sollten möglichst -wenn möglich - häufig hochgelagert werden. Wechselduschen und Schwimmen sind hier sicher sinnvoll, da durch den hydrostatischen Druck des Wassers die Ödeme zurückgedrängt werden können. Die Erfahrungen haben gezeigt, daß eine gute, ausgewogene Ernährung mit eiweißreicher, kalorienreicher und keineswegs salzarmer Kost, einen positiven Einfluß auf den Verlauf der Schwangerschaft hat und das Auftreten einer Gestose in vielen Fällen zu verhindern oder zu lindern hilft. Selbst bei schon bestehenden Beschwerden, vor allem Ödemen, können diese erheblich gemindert werden. Nicht unerwähnt bleiben, sollten Möglichkeiten der Akupunktur, mit der man diese Oedeme sehr effektiv behandeln kann. Die bisher übliche Behandlung mit Reis-/Obsttagen, salzarmer und flüssigkeitsreduzierter Kost sollte von jeder werdenden Mutter strikt abgelehnt werden, da sie nicht hilft und die Erkrankung sogar noch verschlimmern kann. Entwässerungsmittel dürfen schon seit 1986 nicht mehr eingesetzt werden, auch pflanzliche Entwässerungsmittel, wie zum Beispiel Brennesseltee usw., sollten nicht statt dessen benutzt werden. VB


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