Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Neue Schwanderschaft nach 2 vorzeitigen Plazentaablösungen während der Geburt

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Frage: Neue Schwanderschaft nach 2 vorzeitigen Plazentaablösungen während der Geburt

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Lieber Herr Dr. Bluni, nach einem positiven Schwangerschaftstest gestern bin ich unglaublich glücklich. Allerdings bereits vor dem Termin beim Frauenarzt nächste Woche mache ich mir Gedanken wie es bei der dritten Geburt sein wird. Mein erster Sohn erlitt während der Spontangeburt eine schwere Asphyxie und seine APGAR-Werte waren 2/5/7, die Töne waren weg und er wurde per Kristeller geholt. Einem Wunder und der Hingabe der Neonatologen zu verdanken ist es, dass er jetzt ein gesunder, kluger und geweckter Junge ist. Ich war damals so auf das Kind konzentriert, dass ich kein Gespräch mit der geburtleitenden Ärztin bezüglich der Ursache dieser Entwicklung geführt habe, um für eine nächste Schwangerschaft mit genügend Wissen vorbereitet zu sein. Das Geburtsteam hat mich auch nicht aufgesucht und als wir uns zufällig im Flur trafen, wo ich unterwegs zur Intensivstation war, meinten sie nur, es war alles wie im Bilderbuch und es sei unklar "was passiert ist" (ich nehme an sie wussten was, aber nicht warum). Meine Frauenärztin später hat mich auch nicht darauf angesprochen, also blieb ich in dem Unwissen schweben. Ich nahm einfach an, "manchmal passieren schlimme Dinge eben", das Gelesene danach hat mir auch nicht die Fragen richtig beantwortet. Die zweite Schwangerschaft (10 Monate nach der Geburt) verbrachte ich in einer anderen Stadt und hatte dementsprechend eine neue Frauenärztin, die sich von der vorhergegangenen Geburtsgeschichte nicht beeindrucken ließ und die Schwangerschaft als normal eingestuft hatte. Da löste sich aber "ein Stückchen" der Plazenta Praevia bereits im 5. Monat, sodass ich 2-3 Wochen liegen durfte. Dann war alles bis zur Geburt, da die Plazenta nach oben wanderte, OK. Eine starke Blutung während der Spontangeburt zeigte der Hebamme, dass die Plazenta sich wieder ablöst, doch der Kleine kam sehr schnell zur Welt und ohne jegliche Probleme (APGAR 10/10/10). Nach der Geburt aber sprach mich die Hebamme an und meinte, sie würde an meiner Stelle so eine zweite Spontangeburt nach der ersten nicht haben wollen (sie vorderte ja die Akte per Fax, als wir ins Krankenhaus kamen, teilte uns aber nicht was sie gelesen hatte und dass sie sich riesige Sorgen gemacht hatte wie das ganze enden wird), sie würde sich für Kaiserschnitt entscheiden, denn anscheinend ist auch bei der ersten Geburt ein Abruptio der Plazenta das Problem gewesen. So jetzt meine Fragen: 1. Wie wahrscheinlich ist es, dass ich das nochmal erleben muss (dass mein wieder Kind unter einer spontanen Geburt derselben Art leidet)? 2. Ist es möglich, dass es auch noch vor der Geburt passiert, falls man annimmt, dass die Placenta Praevia in der 2. Schwangerschaft für die Blutung im 5. Monat schuld war? Wird also die ganze Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft betrachtet? 3. Wird ein geplanter Kaiserschnitt in der Tat die bessere Option für mein Kind sein? Dazu möchte ich noch hinzufügen, ich rauche und trinke nicht, habe keinen erhöhten Bluthochdruck (auch in den Schwangerschaften nicht), habe keinen Diabetes (auch in den Schwangerschaften nicht). Miene Mutter hat 3 Spontangeburten ohne Komplikationen gehabt. Ich wollte immer zum Wohle der Kinder sie auf natürlicher Weise auf die Welt bringen und auch ohne Anästhesie... Bis jetzt hab ich es ja auch geschafft, aber im Moment weiss ich nicht, ob das beim dritten Baby auch funktionieren wird... Ich würde es gern natürlich gebähren, aber nur, wenn es sicher ist, dass es ihm gut gehen wird. Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort! Nuschi


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, 1. In dem dazu vorliegenden Informationstext in unserer Stichwortsuche unter der Adresse http://www.rund-ums-baby.de/schwangerschaftsberatung/plazentaloesung-vorzeitig.htm Können Sie nachlesen, dass das Wiederholungsrisiko etwa zwischen 4-12 % liegt. Sehr wahrscheinlich wird es nach mehrfacher vorzeitiger Lösung umso höher sein. Natürlich kann sich dieses auch in der noch laufenden Schwangerschaft ereignen. Prinzipiell wird jede weitere Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft klassifiziert werden. der wahrscheinlich wird der Kaiserschnitt dann eine sinnvolle Lösung sein. Bitte besprechen Sie jedoch die Situation mit der betreuenden Frauenärztin schrecklich Frauenarzt und der erfahrenen Fachärztin in der Klinik. VB


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