Mitglied inaktiv
Hallo ich habe vor 3 Monaten meinen Sohn per Kaiserschnitt zur Welt bringen müssen.Ich habe bis heute noch starke Probleme mit meiner Narbe.Sie ist nicht ganz gechlossen und ich muß schon ewig mit Wasserstoffperoxid spülen.Nu habe ich auch schon eine Tochter mit 2,5 Jahren.Bei ihrer Entbindung blieb ein Teil der Plazenta drinne u.ich mußte ausgeschabt werden und davor hatte ich eine Fehlgeburt auch mit Ausscharbung.Nun ist meine Gebärmutter ja dadurch ganz schön vernarbt, wäre jede weitere SS jetzt riskant oder ist es schon Ok wenn genug Zeit dazwischen ist? Würde es automatisch auf einem Kaiserschnitt hinauslaufen? Ich möchte schon gerne noch ein Kind bekommen aber die Ärzte im Krankenhaus rieten mir ab, mag mich damit aber nicht wirklich abfinden! Vielen Dank Mandy
Liebe Mandy, 1. die Wartezeit nach Kaiserschnitt sollte in jedem Fall ein Jahr, besser sind sogar zwei Jahre, betragen. Es sind hier vor allem die schwangerschaftstypischen Probleme wie Blutungen, vorzeitige Wehen, Probleme unter der Geburt,u.a. Sicher ist auch das Risiko für eine noch nicht ausgeheilte Naht an der Gebärmutter zu nennen, was dann Probleme unter der Geburt/Wehen oder schon vorher mit sich bringen kann. 2. per Definition ist eine Schwangerschaft nach einem Kaiserschnitt immer als Risikoschwangerschaft anzusehen. 3. hier gibt es keine zahlenmäßige Obergrenze; das muss man immer im Einzelfall entscheiden Ob der Frau im Einzelfall noch zu einer weiteren Schwangerschaft geraten werden kann, wird am besten der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin und die Entbindungsklinik entscheiden, aber es ist nicht grundsätzlich so, dass man der Frau wegen zweier oder mehr Kaiserschnitten von einer Folgeschwangerschaft abgeraten werden müsste. Mit jedem weiteren Kaiserschnitt steigen aber auch die operativen und geburtshilflichen Risiken für Mutter und Kind. 4. zu beantworten sind bei der Frage, ob bei einer Folgeschwangerschaft erneut ein Kaiserschnitt erfolgt, die folgenden Fragen: 1.warum wurde der Kaiserschnitt gemacht? Wie war der Geburts-und Wehenverlauf? 2. Gibt es bei der folgenden Schwangerschaft besondere, geburtshilfliche Risiken bei der Frau und während der Schwangerschaft? 3. Wie schwer ist das folgende Kind ungefähr bei Geburt? Dieses sollte um die 36. SSW durch Untersuchung und US abgeschätzt werden. 4. Wie sind die Bedürfnisse der Eltern hinsichtlich des Entbindungsmodus? 5. Was empfehlen Frauenarzt/ärztin und die Entbindungsklinik den Eltern? Generell ist es wohl sicher den meisten Fällen möglich, eine vaginale Entbindung spontan, per Saugglocke oder Zange auch nach einem Kaiserschnitt durchzuführen, ohne, dass hier Probleme entstehen. Einen Automatismus: "einmal Kaiserschnitt immer Kaiserschnitt" gibt es nicht. Dieses sollte aber in Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin und der Entbindungsklinik entschieden werden, wo die Frau sich eigentlich immer vor der Geburt vorstellen sollte und nach einem Kaiserschnitt vielleicht noch mehr, um über die Vor-und Nachteile und auch die möglichen Risiken des ein oder anderen Vorgehens zu sprechen. VB
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