Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Keime

Frage: Keime

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo Dr. Bluni, ich habe ja diese Streptokokken B, die auch nach zweimaliger Antibiotikagabe nicht weg sind. Ich hatte das letzte mal auch noch E-Coli. und Klebsiellen drin. Die E-Coli sind weg. Gegen die Streptokokken vorzugehen ist doch auch müßig. Und wegen der Klebsiellen sollte ich jetzt erst schon wieder Antibiotika nehmen. Schon das dritte. Das letzte ist gerade mal 3 Wochen her. Ich frage mich ob das Antibiotikum überhaupt wirkt. Obwohl sie jedesmal im Labor ein Antibiogramm machen. Wie kann das denn sein das man die immer wieder hat? Ich brauche jetzt aber erstmal keins nehmen und muß erstmal was gegen meinen Pilz machen. Sind die Klebsiellen gefährlich? Was machen die? Und kann man das mit dem Antibiotikum nicht auch lassen, wenn man keine richtige Entzündung oder vorzeitige Wehen hat? Bitte um ihren Rat mir ist nicht so wohl dabei so viel Antibiotikum zu nehmen. Vor allem wenn die sowieso nicht weggehen oder wegbleiben! Demnach könnte ich dann wahrscheinlich die ganze Schwangerschaft über was nehmen. Das kann es doch nicht sein. Vielen Dank und LG Pinski Bin 31.ssw.


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

Beitrag melden

Hallo, 1. Untersuchungen zufolge finden sich diese Bakterien (ß-hämolysierende Streptokokkender Gruppe B) bei etwa 10 bis 30 Prozent aller Schwangeren. Sie werden aber bekanntermaßen nicht bei allen symptomatisch und auch nicht bei allen haben sie eine klinische Bedeutung. So können sie vorzeitige Wehen und einen vorzeitigen Blasensprung begünstigen. Unter der Geburt können diese Keime bei den Neugeborenen zu schweren und gefürchteten Infektionen mit einer Lungenentzündung führen. Bei Nachweis solcher Keime in der Scheide wird deshalb unter der Geburt eine Behandlung mit Antibiotika durchgeführt. Hierdurch kann das Risiko einer Lungenentzündung beim Neugeborenen deutlich gesenkt werden. Die Leitlinien sehen bei fehlendem Risiko (vorzeitige Wehen, vorzeitiger Blasensprung, belastete Vorgeschichte) erst eine antibiotische Behandlung unter der Geburt vor. 2. die Klebsiellen stehen zumindest im Verdacht, auch vorzeitige Wehen zu fördern. Insofern ist eine entsprechende Therapie (nach Antibiogramm und REsistenzbestimmung) schon sinnvoll. 3. die Therapie wird in aller Rege mit einem Antibiotikum durchgeführt, für das bisher keine negativen Auswirkungen bekannt sind. VB


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.