Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Kaiserschnitt

Frage: Kaiserschnitt

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Hallo Dr. Bluni, ich bin jetzt in der 36 SSW (+4) und mein Frauenarzt meinte heute, dass ich ein ziemlich enges Becken habe u. mein Baby schon relativ gross ist. Nun meine Frage: wenn bei der Entbindung festgestellt würde, dass auf "normalem" Weg das Kind nicht geboren werden kann, sondern ein Kaiserschnitt gemacht werden muss, kann dies dann auch unter Teilnarkose geschehen oder wird dann meist eine Vollnarkose gemacht? Ich möchte mein Kind halt auf jeden Fall gleich an die Brust bekommen und bei Vollnarkose ist man doch erst mal ziemlich lange betäubt? Kann ich denn selber irgendwas tun für eine natürliche Geburt? Danke für Ihre Info.


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, sofern es kein akuter Notfall ist oder bestimmte Dinge dagegen sprechen, wird in aller REgel eine Peridural-oder Spinalanästhesie beim Kaiserschnitt durchgeführt. VB


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Hallo, wenn es dem Baby gutgeht, kann man auch den ungeplanten Kaiserschnitt mit Spinalanästhesie machen. Nur, wenn das Baby gestresst wirkt (Herztöne schlecht werden etc.) und es schnell gehen soll, greift man oft lieber zur Vollnarkose, weil dies weniger Vorbereitungszeit braucht - so ist es jedenfalls in meiner Klinik. Ich habe zwei Kaiserschnitte hinter mir, einen spontanen mit Vollnarkose (großes Kind, Herztöne schlechter), einen geplanten mit Spinaler (Querlage). Das erste Anlegen des Kindes geht bei beiden Methoden eigentlich gleich schnell. Denn was das Anlegen verzögert, ist ja nicht die Narkose. Sondern einfach, dass das Vernähen der Wunde nach der Entbindung etwa eine halbe Stunde dauert - egal mit welcher Betäubung. Das Baby wird ja schon nach drei Minuten geholt, das Zunähen der sieben durchtrennten Gewebeschichten dauert halt viel länger. Das Aufwachen geht schnell: Sobald das Narkosemittel abgesetzt wird, kommt man auch schon wieder zu sich (es dauert also allenfalls ein paar Minuten länger als die OP unter Spinaler). Ich habe meine Tochter damals nach der Narkose sofort nach dem Aufwachen angelegt. Die Milch schoss genauso schnell ein, wie bei Spontangebärenden und ich hatte eine wunderbare Stillzeit ohne größere Probleme als die üblichen (wunde Brustwarzen am Anfang, hier hilft Lanolin - von Anfang an konsequent aufgetragen - supergut. Z.B. Elanée Creme). Es ist wichtig, vorher nochmal zu sagen, dass man gleich nach dem Aufwachen anlegen möchte - manche Kliniken machen das noch nicht von selbst. Wenn sich ein Baby optimal ins Becken einstellt, passt übrigens auch ein dicker Brocken durch ein schmales Becken. Man kann höchstens sagen, dass bei schmalem Becken und großem Kind die KS-Wahrscheinlichkeit etwas erhöht ist. Einen Versuch ist aber eine spontane Entbindung immer wert. Meine Tochter hatte sich damals mit ihrem Kopf nicht gut ins Becken eingedreht, daher klappte es nicht (die Beckenöffnung ist oval, der Babykopf-Durchmesser auch - beide Ovale müssen sich decken, sonst geht es nicht). Liebe Grüße und geh erstmal von einer spontanen, normalen Geburt aus, huh? Astrid


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Liebe Astrid, vielen Dank für Deine ausführliche mail. Jetzt bin ich doch etwas beruhigter und verstehe das Ganze auch besser. Ich stelle mich auf jeden Fall auf eine normale Geburt ein, denn das ist es, was ich mir doch so sehr wünsche. Und wenn es eben anders kommen sollte, dann weiß ich jetzt zumindest, was zu tun ist. Danke nochmals !!!! Auch Dir alles Liebe u. Gute, Gerti


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