Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Gebärmutterhals verstrichen/30.SSW

Frage: Gebärmutterhals verstrichen/30.SSW

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Lieber Herr Dr. Bluni, zunächst herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort zum Thema Cerclage/Muttermundverschluss. Nach der heutigen Kontrolluntersuchung (SSW 29+6) hat sich der Befund erneut verschlechtert (äußerer MM gut fingerdurchgängig, innerer fingereinlegbar), Gebärmutterhals nun leider bereits komplett verstrichen (vor 10 Tagen noch 1/2!). CTG zeigt Kontraktionen in kurzen Abständen (die ich auch allesamt deutlich spüre...). Nun bekomme ich langsam Panik, bin blöderweise beim Doc sogar in Tränen ausgebrochen. Er sagt jedoch, eine gute Schwangerenbetreuung solle letztlich dazu führen, dass alles gut wird. Er ist schon klasse. Aber zu meinen Fragen: Heute und morgen wurde/wird Celestan zur Lungenreife gegeben, am Dienstag erneute MM-Kontrolle + CTG. Seit heute nun Partusisten-Tbl. im dreistündigen Abstand. Wegen unsere kleinen Tochter (3) ist eine stationäre Aufnahme im KH nicht möglich. Wenn das Partusisten die Kontraktionen nicht vermindert, soll doch noch genäht werden (mein Doc hält nix vom Ring). 1. Gibt es vielleicht Erfahrungswerte, wonach auch bei derartigem Befund noch annähernd termingerecht entbunden wurde? Oder müsste man nun davon ausgehen, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit einer Frühgeburt zu rechnen ist? 2. Was richten die Wehen an, wenn der Gebärmutterhals schon futsch ist - geht´s dann verstärkt an den Muttermund/die Fruchtblase? 3. Ich habe nun nochmals im Beipackzettel geforscht und gelesen, dass Partusisten zu einer Plazentainsuffizienz beitragen kann. Am Tag der Geburt unsere Tochter (SSW 37+0, nach acht Wochen Partusisten hochdosiert) zeigte die Plazenta Verkalkungen der Stufe III. Wäre es nicht "von selbst" losgegeangen, wäre daraufhin eingeleitet worden. Sind/waren die Verkalkungen ggf. tatsächlich auf das Partusisten zurückzuführen und ist erneut mit einer Insuffizienz durch die Tokolyse zu rechnen? Sorry, bin wirklich durch den Wind und finde es so frustrierend, dass sich nun alles zu wiederholen scheint - bekomme außerdem gerade die Nebenwirkungen des Partusisten zu spüren und sollte natürlich auch gar nicht hier vor dem PC sitzen. Danke! Jo, 30.SSW, mit Anne *04.09.01


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Jo, die beschriebene Angst ist nur zu verständlich. Um so wichtiger ist, dass die Frau sich hier vertrauensvoll an ihren behandelnden Arzt oder Ärztin wendet und hier; ggf. in Rücksprache mit einer Klinik/Perinatalzentrum das Vorgehen abspricht. Denn, gerade, wenn es noch so früh in der Schwangerschaft ist und sich Hinweise auf eine dauerhaft steigende Frühgeburtsbereitschaft gegeben ist, kann es unumgänglich werden, dieses in der Klinik mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu behandeln. Denn die ambulante Behandlung beschränkt sich auf die Situationen, die eben nicht so ausgeprägt sind. VB


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