suma06
Sehr geehrter Herr Dr Bluni, ich habe vor 10 Monaten meine Tochter per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Es war keine schöne Schwangerschaft, ich hatte ab ssw 24 vorzeitige Wehen und eine Gebärmutterhalsverkürzung mit Krankenhausaufenthalt und liegen bis zur 36 ssw. Der Grund wurde leider nicht herausgefunden ( außer das ich 3 Plazenten und eine insertio verlamentosa hatte) Nun wünschen wir uns ein zweites Kind. Ist es sinnvoll länger zu warten nach solch einer Vorgeschichte? Muss ich wieder damit rechnen? Und kann man irgendetwas vorbeugend tun? Vielen Dank Susanne
Liebe Susanne, ja, wir werden nach Kaiserschnitt eine Wartezeit von etwa 12-18 Monaten empfehlen. Ist die Wartezeit deutlich kürzer, dann steigt auch das Risiko entsprechender Begleitkomplikationen. Prinzipiell wird für Sie das Risiko von Frühgeburtsbestrebungen erhöht sein. Jedoch können wir dieses zahlenmäßig individuell nicht benennen. Auch gibt es keine pauschale Empfehlung, wie dann in einer kommenden Schwangerschaft vorgegangen wird. Dieses sollte vielmehr Bestandteil einer individuellen Beratung durch die Frauenärztin/Frauenarzt vor Ort, orientiert an dem individuellen Setting, sein. Das bedeutet, dass es im Einzelfall sinnvoll ist, das Vorgehen schon um die zehnte Woche herum mit der erfahrenen Fachärzten/Facharzt in Perinatalzentrum abzustimmen, zumal die Ärzte dort sicherlich über die größte klinische Kompetenz in solchen Fragen verfügen. Herzliche Grüße VB
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